Die Regensburger Kommissarin muss den Mord an einem Zwölfjährigen aufklären... http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto44/08441046/b150x150.jpg Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Filmdetails

Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Die Regensburger Kommissarin muss den Mord an einem Zwölfjährigen aufklären...


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Kritik

Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Der sprichwörtliche "Schwarze Mann" ist eine jener Schreckgestalten, mit denen Kindern früher Angst gemacht wurde. Dabei existiert er tatsächlich: In Deutschland treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er hat bereits fünf Jungen ermordet und soll dreißig weitere missbraucht haben. Es gibt keinerlei Hinweise auf seine Identität.

Auch ohne dieses Vorwissen ist jedem Krimi-Freund klar, dass es sich bei dem gesuchten Mörder eines kleinen Jungen nicht um den Hauptverdächtigen handeln kann; selbst wenn der Obdachlose (Peter Kurth) der perfekte Täter wäre. Er ist bereits als Gewalttäter aufgefallen, er kannte den Jungen, und vor allem: Sein Speichel ist im Gesicht des Kindes gefunden worden. Als er mitten in der Vernehmung an einer Hirnblutung stirbt, ist der Fall klar; zumindest für den Chef von Ellen Lucas (Ulrike Kriener). Doch die Kommissarin ist mit dieser allzu naheliegenden Lösung nicht zufrieden. Und da der Film gerade erst knapp 45 Minuten alt ist, weiß man: Sie hat recht. Tatsächlich ergeben sich alsbald neue Verdachtsmomente. Da wäre zum Beispiel der Wirt einer Waldkneipe in der Nähe des Zeltplatzes, auf dem der tote Junge mit anderen Kindern campiert hat. Außerdem hat einer der Sozialarbeiter, die das Zeltlager beaufsichtigen, für die Tatzeit kein Alibi. Und weil ein kleines Mädchen nachts einen "Schwarzen Mann" gesehen hat, konzentriert sich die Polizei prompt auf den jungen Mann: Er ist dunkelhäutig.

Pädophilie ist immer ein heikles Thema, zumal man beim Samstagskrimi auch damit rechnen muss, dass Kinder zuschauen. Das Drehbuch (Sabine Kalinowski, Patrick Weber; Bearbeitung: Christian Jeltsch sowie "Lucas"-Schöpfer Thomas Berger) vermeidet dieses Dilemma, indem es den Hintergrund lange völlig offen lässt und später auch nur andeutet. Trotzdem spielen Kinder natürlich eine große Rolle in dieser Geschichte. Regisseurin Christiane Balthasar nutzt die Chance, um der von vielen Zuschauern offenbar als zu hart und unleidlich empfundenen Kommissarin weichere Züge zu geben. Gerade ihre Gespräche mit dem kleinen Tim (Sandro Ianotta) sind sehr warmherzig. Darüber hinaus spielt der Junge eine Schlüsselrolle: Sein Hinweis auf einen "Zauberstein" führt Ellen Lucas schließlich auf die richtige Spur. Da ist sie längst in die Waldwirtschaft umgezogen, denn zuhause ist es ihr zu eng geworden: Schwester Rike (Anke Engelke) hat sich bei ihr eingenistet und auch noch einen Hund angeschleppt, was im knurrigen Vermieter (Tilo Prückner) ganz unerwartete Beschützerinstinkte weckt. Die harmonische Integration dieser privaten Ebene, in anderen Krimis oft ein Fremdkörper, ist ein weiterer Beleg für die Qualität der Reihe. tpg.

Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

Darsteller:  Ulrike Kriener   als Ellen Lucas
  Thure Riefenstein   als Stefan Deuter
  Michael Roll   als Boris Noethen
  Tamara Simunovic   als Tina Burckhard
  Alexander Lutz   als Martin Schiff
  Tilo Prückner   als Max
  Anke Engelke   als Rike
  Alice Dwyer   als Katja Müller
  Sandro Ianotta   als Tim
  Robert Gallinowski   als Jens Schweiger
  Aljoscha Sena Zinflou   als Lars Berger
  Mia Sophie Wellenbrink   als Stefanie Schiff
  Joana Mendl-Fink   als Lisa
  Bernd Tauber   als Jürgen Müller
  Peter Kurth   als Gerd Antholz
  Bärbel Strecker   als Rechtsmedizinerin
  Till Albrecht   als Michael
  Maximilian Nagl   als Tobias
  Maximilian Waldmann   als Peter
  Rocco Bretscher   als Kalle
  Fritz Barth   als Erkennungsdienstler
  Daniel Spies   als Sven
  Anno Köhler   als Notarzt
 
Regie:  Christiane Balthasar  
Drehbuch:  Sabine Kalinowski  
  Patrick Weber  
  Thomas Berger  
  Christian Jeltsch  
Produzent:  Molly von Fürstenberg  
  Harry Kügler  
  Viola Jäger  
Kamera:  Markus Hausen  
Musik:  Johannes Kobilke  
  Stefan Ziethen  
Produktionsdesign:  Winfried Hennig  
Ton:  Roman Schwartz  
Casting:  Simone Bär  

Star

Ulrike Kriener

Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...

Star

Thure Riefenstein

Thure Riefenstein startete seine Laufbahn Ende der 1980er-Jahre als Theaterschauspieler.

Thure Riefenstein wurde am 11. Oktober...

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