Die Regensburger Kommissarin muss in einem Wettlauf mit der Zeit das Versteck eines entführten Jungen finden... http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto12/06120989/b150x150.jpg Kommissarin Lucas: Das Verhör

Filmdetails

Kommissarin Lucas: Das Verhör

Die Regensburger Kommissarin muss in einem Wettlauf mit der Zeit das Versteck eines entführten Jungen finden...


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Inhalt

Ein Junge ist entführt worden. Der mutmaßliche Täter ist alsbald gefasst, schweigt aber beharrlich. Er gibt sich zwar kooperativ, doch das ist nichts als Show. Während die ermittelnde Regensburger Kommissarin Lucas verzweifelt nach Hinweisen auf das Versteck des Jungen sucht, verrinnt die Zeit unaufhaltsam. Die Kollegen sind längst bereit, dem Entführer Gewalt anzutun. Sie locken die Ermittlerin unter einem Vorwand aus dem Präsidium und drohen dem Entführer "unerträgliche Schmerzen" an.


Kritik

Kommissarin Lucas: Das Verhör

Ein Junge ist entführt worden. Der mutmaßliche Täter ist alsbald gefasst, versteckt sich aber hinter einem unbekannten Auftraggeber. Er gibt sich zwar kooperativ, doch das ist nichts als Show.

Während die ermittelnde Regensburger Kommissarin Lucas verzweifelt nach Hinweisen auf das Versteck des Jungen sucht, verrinnt die Zeit unaufhaltsam. Die Kollegen sind längst bereit, dem Entführer Gewalt anzutun. Sie locken die Ermittlerin unter einem Vorwand aus dem Präsidium und drohen dem Entführer "unerträgliche Schmerzen" an.

Der Fall hat Vorbilder. Die Parallelen zur Entführung Jakob von Metzlers sind offensichtlich, ebenso naturgemäß jene zu dem kürzlich in der ARD gezeigten Film "Eine Frage des Gewissens", denn auch der ist durch die Frankfurter Folterdrohung inspiriert worden. Thomas Berger, der das Drehbuch gemeinsam mit Christian Jeltsch schrieb und den Film inszenierte, hat sich jedoch unübersehbar an einer ganz anderen Vorlage orientiert. Der Titel des vierten Falls für Kommissarin Lucas ist daher gleichzeitig Hommage wie Herausforderung: Claude Millers Krimi "Das Verhör" (1981) mit Lino Ventura und Michel Serrault ist ein Meisterwerk der Kammerspielkunst. Wie gut der Klassiker ist, zeigte sich, als Hollywood die Geschichte vom Psychoduell zwischen Kommissar und Verdächtigem zwei Jahrzehnte wiederverfilmte, mit immerhin Morgan Freeman und Gene Hackman ("Under Suspicion - Mörderisches Spiel", 2001).

Die Geschichten unterscheiden sich, und die Darsteller miteinander zu vergleichen, wäre ohnehin nicht fair. Doch an Intensität braucht sich Bergers Inszenierung hinter Millers Film nicht zu verstecken. Das wiederum ist nicht bloß eine Frage der Bildgestaltung (Kamera: Torsten Breuer): Ulrike Kriener gelingt in den dramatischen Verhörszenen ein eindrucksvoller Balance-Akt. Natürlich ist auch Ellen Lucas, zudem frisch verwitwet, hin- und hergerissen zwischen Opferschutz und Täterschutz. Berger spitzt diesen Konflikt sogar noch zu, denn der Film beginnt mit einer Geiselnahme in einer Bank: Der Täter droht, Lucas' Vermieter (Tilo Prückner) zu ermorden; die Kommissarin erschießt den Mann - Opferschutz vor Täterschutz. Aber hat nicht auch der entführte Junge das Recht zu überleben? Selbst die Psychologin empfiehlt, Gewalt anzuwenden.

Diverse prominent besetzten Seitenstränge, die aber immer wieder zur Haupthandlung zurückführen, verleihen der eigentlichen einfachen Geschichte eine enorme Komplexität. Mit wenigen Strichen skizziert Berger beispielsweise das Bild einer Unternehmer-Ehe. Das Paar (Barbara Auer, August Zirner) kommt ins Spiel, weil es der Entführer (Marek Herloff) eigentlich auf ihren Sohn abgesehen hatte, dann aber den falschen Jungen erwischte. Nicht minder namhaft sind die Darsteller von Lucas' Kollegen (Thure Riefenstein, Michael Roll); die Mutter des verschwundenen Kindes spielt Lisa Martinek. tpg.

Kommissarin Lucas: Das Verhör

Darsteller:  Ulrike Kriener   als Ellen Lucas
  Thure Riefenstein   als Stefan Deuter
  Michael Roll   als Boris Noethen
  Alexander Lutz   als Martin Schiff
  Tamara Simunovic   als Tina Burckhard
  Tilo Prückner   als Max
  Marek Harloff   als Markus Welke
  Hayo Bertram   als Oskar Mayerhoff
  Jonas Lovis Kemmler   als Robin
  August Zirner   als Klaus Mayerhoff
  Barbara Auer   als Marie Mayerhoff
  Lisa Martinek   als Judith Schüttler
  Anna Schudt   als Inge Merten
  Miriam Morgenstern   als Anja Schmidt
  Patricia Hirschbichler   als Mutter Welke
  Joachim Nimtz   als Vater Welke
  Evelyn Palek   als Frau Dr. Frank
  Michael A. Grimm   als Amokläufer
  Sabine Frantzen   als Kollegin
  Tobias Vandieken   als Freund Welke 1
  Arne Burchard   als Freund Welke 2
  Oliver Mallison   als Barbesitzer
  Frank Brandes   als Brauer
  Martin Östreicher   als Kollege 1 von Max
  Moses Wolf   als Kollege 2 von Max
  Michael Rast   als Welkes Anwalt
  Germain Wagner   als Paul Lucas
 
Regie:  Thomas Berger  
Drehbuch:  Christian Jeltsch  
  Thomas Berger  
Produzent:  Molly von Fürstenberg  
  Viola Jäger  
  Harry Kügler  
Kamera:  Torsten Breuer  
Musik:  Dieter Schleip  
Produktionsdesign:  Peter Robert Schwab  
Ton:  Gunnar Voigt  
Casting:  Rita Serra-Roll  

Star

Ulrike Kriener

Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...

Star

Thure Riefenstein

Thure Riefenstein startete seine Laufbahn Ende der 1980er-Jahre als Theaterschauspieler.

Thure Riefenstein wurde am 11. Oktober...

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