Originaltitel: Wallander - Den 5:e kvinnan
Schweden/Großbritannien/Deutschland 2010
Kenneth Branagh
Sarah Smart
Sadie Shimmin
Regie: Aisling Walsh
Nacheinander kommen drei Männer auf grausame Weise ums Leben. Eher sein Spürsinn als tatsächliche Indizien lässt Wallander vermuten, dass es sich jedes Mal um denselben Täter handelt. Verzweifelt sucht er nach Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern. Der Tod seines Vaters lässt den ohnehin unwirschen Kommissar noch unleidlicher erscheinen. Angesichts des eigenen Schmerzes muss er umso irritierter zur Kenntnis nehmen, dass niemand den Mordopfern nachtrauert.

Henning Mankell, ohnehin bekannt für finstere Romane, erzählt mit "Die fünfte Frau" eine ganz besonders sinistre Geschichte: Nacheinander kommen drei Männer auf grausame Weise ums Leben. Der erste stürzt in eine Tierfalle mit angespitzten Stäben, der zweite verbringt Wochen in einem Verließ und wird dann erwürgt, der dritte ertrinkt.
Eher sein Spürsinn als tatsächliche Indizien lässt Wallander vermuten, dass es sich jedes Mal um denselben Täter handelt. Verzweifelt sucht er nach Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern.
Wie schon in "Der Mann, der lächelte" ist der Kommissar auch diesmal durch den Wind: Sein Vater ist gestorben. Normalerweise würde eine Handlung diesen Verlust nutzen, um die Emotionen zu verdoppeln, zumal sich der alte Herr zuletzt große Sorgen um das Seelenleben seines Sohnes machte. Mankell und Drehbuchautor Richard Cottan setzen stattdessen auf den Kontrast: Wallander versichert den jeweiligen Hinterbliebenen, wie gut er ihren Verlust nachvollziehen könne, und muss ein ums andere Mal befremdet zur Kenntnis nehmen, dass niemand den Mordopfern nachtrauert.
Das Innenleben des Ermittlers steht in diesem Film ohnehin noch stärker im Mittelpunkt als sonst. Der Tod des Vaters geht Wallander näher als gedacht, die offenkundige Entfremdung von seiner Tochter bestürzt ihn um so mehr; der sowieso meist mürrisch wirkende Kommissar ist entsprechend unleidlich. Klugerweise belässt es Regisseur Aisling Walsh beim emotionalen Aufruhr; die Geschichte ist packend genug, um sie ohne jede Effekthascherei umsetzen zu können. Um so unglaubwürdiger und ungelenker wirkt das Finale, als ein Kollege seelenruhig zuschaut, wie auf Wallander geschossen wird. Das Ende der Geschichte versöhnt dafür mit dem Seelenfrieden des düsteren Helden. tpg.
Wenn's um Helden mit außergewöhnlichen Kräften in seltsamen Klamotten geht, glänzen die Augen des Durchschnittsamerikaners. Doch seit dem Erfolg von "Iron Man" haben Comic-Helden auch bei uns neue Fans. Und die werden sich freuen, dass jener im Helden-Ensemble von "The Avengers" eine Schlüsselrolle spielt!
Denn Robert Downey jr. alias Tony Stark alias Iron Man muss in "The Avengers" den Hulk stoppen. Das geht aus einem Drehbuchausschnitt zum Film über das Superhelden-Team hervor, der versehentlich auf einer US-Website landete. Zwar wurde das hochbrisante Dokument inzwischen entfernt, doch einige Comic-Fans konnten die Informationen rechtzeitig auf ihren Rechnern festhalten.
Das Spannende dabei: Es gibt eine enge Verbindung zwischen "The Avengers" und dem Marvel-Film "Thor", der bereits ein Jahr früher ins Kino kommt. Darin bringt der böse nordische Göttersohn Loki seinen Vater Odin (Sir Anthony Hopkins) um und verdammt seinen Bruder Thor auf die Erde. Später kommt es dort zum Kampf der Göttersöhne - den allerdings beide überleben, denn sie sehen sich dann in "The Avengers" wieder.
Darin bringt nämlich Loki Bruce Banner in seine Gewalt und verpasst ihm eine Gehirnwäsche. Dadurch kontrolliert Loki Banners alter ego Hulk - angeblich wieder von Edward Norton gespielt - und missbraucht diesen für seine düsteren Vorhaben. Das ruft erneut Lokis Bruder Thor, aber auch Iron Man und Captain America auf den Plan, die Loki das Handwerk legen wollen. Auch Scarlett Johansson, die sich in "Iron Man 2" zum ersten mal als Schwarze Witwe zeigt, soll im Kampf der Superhelden mitmischen.
Die Rollen von Thor und Loki spielen dabei zwei interessante Jungstars: Tom Hiddleston ist der böse Loki. Er glänzte zuvor in den britischen "Wallander"-Krimis, in denen Kenneth Branagh die Hauptrolle spielte. Jener führt nun bei "Thor" Regie und engagierte Hiddleston als Oberfiesling. Thor Chris Hemsworth dürfte den meisten durch einen kleinen aber feinen Auftritt in "Star Trek" bekannt sein: Er mimte in einer Rückblende George Kirk, den Vater des legendären James T.
Für reichlich Comic-Spaß im Kino ist jedenfalls gesorgt in den nächsten Jahren: "Iron Man 2" startet am 6. Mai 2010, "Thor" ein Jahr später am 19. Mai 2011 und "The Avengers" wieder ein Jahr darauf am 3. Mai 2012.
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