Komödie von und mit Til Schweiger, in dem neben einer Romanze eine Vater-Tochter-Beziehung im Zentrum steht. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto46/10460494/b150x150.jpg Kokowääh

Filmdetails

Kokowääh

Komödie von und mit Til Schweiger, in dem neben einer Romanze eine Vater-Tochter-Beziehung im Zentrum steht.


Kokowääh
Start: 03.02.2011

Komödie / Lovestory

Deutschland 2011
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Til Schweiger
Emma Tiger Schweiger
Jasmin Gerat

Regie: Til Schweiger
Verleih: Warner

Bogey - Box Office Germany Award
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Gesamt
(3 Sterne bei 5 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Drehbuchautor Henry hat kein Glück in der Liebe und im Job. Da erhält er ein sensationelles Angebot: Er soll an einer Bestsellerverfilmung arbeiten - zusammen mit der Autorin, ausgerechnet seine Ex Katharina, in die er immer noch verliebt ist. Dann taucht auch noch ein kleines Mädchen bei ihm auf, um das er sich eine Zeit lang kümmern soll: seine Tochter aus einem längst vergessenen One-Night-Stand. Was für eine Herausforderung!


Kritik

Kokowääh

Wenn der Vater mit der Tochter: Til Schweiger bleibt sich treu, erweitert den hohen Gagquotienten seiner Erfolgsvorgänger "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" in dieser Geschichte eines Hallodris, dem von einem achtjährigen Dreikäsehoch der Kopf zurecht gerückt wird, allerdings effektiv um eine betont emotionale Komponente.

Til Schweiger dreht schneller als sein eigener Schatten. Seit "Barfuss", der filmischen und inhaltlichen Standortbestimmung, mit der Deutschlands neben Michael Bully Herbig erfolgreichster Kinostar vor sechs Jahren den aktuellen Karriereabschnitt als zunehmend selbstbestimmter Filmemacher zwischen Autorenfilmer und Publikumsliebling einläutete, ist "Kokowääh" der nunmehr fünfte Filmhit in Folge. Gekonnt wird mit mittlerweile unverkennbarer Handschrift das bewährte Erfolgsrezept variiert, sodass der Film einerseits selbstbewusst auf eigenen Beinen stehen, andererseits - und das ist besonders reizvoll - als neues Mosaiksteinchen eines großen Ganzen gelesen werden kann. Vertraut ist das Handlungsmuster: Wieder werden einem ziellos durch das Abenteuer Leben rasenden Glücksritter die eigenen Grenzen aufgezeigt, lernt er eine Lektion, erfährt er eine Läuterung, die den liebenswerten Chaot den mitfühlenden Menschen in sich entdecken lässt. Ob er nun Nick, Ludo oder wie hier Henry heißt, ist einerlei. Längst wird diese patentierte Figur gleichgesetzt mit Til Schweiger selbst. Die Rolle hat er bis ins letzte Augenzwinkern so perfekt verinnerlicht, dass er gar nicht mehr zu spielen scheint. Weil so viel Vorarbeit schon geleistet ist, kann der Regisseur Schweiger, der mit einem von ihm überarbeiteten Drehbuch von Mitproduzent Béla Jarzyk arbeitet, auch eine etwas kompliziertere Handlung und ihre Konflikte schnell und wirksam etablieren. Wobei er von der Arbeit mit einem eingespielten Team profitiert, allen voran sein angestammter Kameramann Christof Wahl, der hier auch als Koregisseur gelistet ist.

Schweigers Figur Henry ist ein Drehbuchautor, der lieber kleine Brötchen backt, als sich für lukrative Aufträge verbiegen zu müssen. Weil aber Ebbe ist auf dem Konto und das Pech sein ständiger Begleiter, willigt Henry ein, als seine Ex, eine gefeierte Romanautorin, ihn ins Spiel bringt für die Adaption ihres letzten Bestsellers - unter der Maßgabe, dass er das Skript gemeinsam mit ihr verfassen muss. Gleichzeitig macht ihm seine einstmals beste Freundin ein unerwartetes Geschenk: Ausgerechnet er, der die unerträgliche Leichtigkeit des Seins zur Kunstform erhoben hat, soll sich einige Wochen um ihre achtjährige Tochter Magda kümmern - einst gezeugt bei einem längst vergessenen One-Night-Stand, wovon er bisher nichts wusste. Nun ist diese Idee erst einmal nicht unbedingt originell. Variationen dieser Geschichte vom Erwachsenen, der sich erst in der Auseinandersetzung mit einem Kind wirklich selbst entdeckt, finden sich in der Historie des Kinos - von "Wenn der Vater mit dem Sohne" über "Paper Moon" bis hin zu jüngst "Somewhere" - zuhauf. Aber Til Schweiger gibt ihr einen ganz eigenen Dreh. Ganz instinktiv schöpft er die emotionalen und komischen Möglichkeiten aus, wenn er das entwaffnend süße, von der eigenen Tochter Emma gespielte Mädchen die genervt-coole Schale Henrys nach und nach knacken und en passant auch die Herzen des Publikums gewinnen lässt. Gleichzeitig steuert "Kokowääh" auf ein eher überraschendes Happy-End zu, das vom Bedürfnis des Filmemachers nach Harmonie und Aussöhnung geprägt sein mag, aber einfach mal so eine Neudefinition des Modells Familie wagt. Daran erinnert man sich noch, wenn man all die Gegenschnitte auf das verschmitzte Gesicht von Emma Schweiger und gezielt gesetzten Seitenhiebe auf das Filmgeschäft - eine einzige Schlangengrube voller eitler Fatzke - vergessen hat. ts.

Kokowääh

Darsteller:  Til Schweiger   als Henry
  Emma Tiger Schweiger   als Magdalena
  Jasmin Gerat   als Katharina
  Samuel Finzi   als Tristan
  Meret Becker   als Charlotte
  Katharina Thalbach   als Patientin
  Miranda Leonhardt   als Maria
  Misel Maticevic   als Rob
  Friederike Kempter   als Agentin
  Sönke Möhring   als Polizist
  Fahri Yardim   als Pizzabote
  Birthe Wolter   als Arzthelferin
  Anna Julia Kapfelsperger   als Bine
  Jessica Richter   als Esther
 
Regie:  Til Schweiger  
Drehbuch:  Béla Jarzyk  
  Til Schweiger  
Produzent:  Til Schweiger  
  Béla Jarzyk  
  Tom Zickler  
Kamera:  Christof Wahl  
Schnitt:  Constantin von Seld  
Musik:  Dirk Reichardt  
  Mirko Schaffer  
  Martin Todsharow  
Produktionsdesign:  Silke Buhr  
Kostüme:  Gabriela Reumer  
Maske:  Pamela Grujic  
  Britta Balcke  
Ton:  Frank Heidbrink  
Casting:  Emrah Ertem  

Til Schweiger macht zweiten "Kokowääh"

Til Schweiger rührte als überforderter Vater Millionen Kinozuschauer...

Großansicht Die titelgebende Leckerei "Coq au vin", Hahn mit Weinsoße, landet natürlich auch in Teil 2 der Erfolgskomödie im Rohr! (Foto: Warner)

Die titelgebende Leckerei "Coq au vin", Hahn mit Weinsoße, landet natürlich auch in Teil 2 der Erfolgskomödie im Rohr! (Foto: Warner)

Auch wenn Til Schweigers Hollywood-Ausflug nicht vom ganz großen Erfolg gekrönt wurde, so hat er während seiner Jahre in der Traumfabrik doch eins gelernt: Wie man pulikumswirksam große Gefühle ins Kino bringt.

Perfekt gelungen ist ihm das im Frühjahr letzten Jahres mit "Kokowääh": Die Komödie um einen völlig überforderten Vater und eine Tochter, von der er nichts ahnte, und die plötzlich aus heiterem Himmel vor seiner Tür steht, berührte Millionen Kinozuschauer und avancierte zum großen Überraschungshit.

Kein Wunder also, dass Schweiger nun an einer Fortsetzung arbeitet. Das hat der deutsche Chef des Filmriesen Warner, Willi Geike, auf der Münchner Filmwoche dem Fachmagazin Blickpunkt:Film enthüllt.

Til Schweiger, dessen Tochter Emma Tiger Schweiger auch in "Kokowääh" als Spross des Stars auftritt, arbeitet aktuell mit seiner anderen Tochter Luna Schweiger und Moritz Bleibtreu an dem Thriller "Schutzengel". Danach beginnt er dann mit den Dreharbeiten zur Fortsetzung von "Kokowääh".

Der vierfache Til

Til Schweiger agiert dabei erneut sowohl als Hauptdarsteller, wie auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor - genau wie auch schon bei "Barfuss", dem ersten "Kokowääh"-Film und bei seinen Hits "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und der ebenfalls geplanten Fortsetzung "Keinohrhasen 3".

Die erste Klappe für "Kokowääh 2" soll schon im Herbst fallen, sodass der Film im Februar 2013 das Licht der Kinosäle erblickt - damit zum gleichen Termin wie das Original, das 2011 mit 4,3 Mio. Besuchern sogar die erfolgreichste deutsche Produktion des Jahres war!

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Star

Til Schweiger

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