Originaltitel: The Killer Elite
USA/Australien 2011
Jason Statham
Clive Owen
Robert De Niro
Regie: Gary McKendry
Verleih: Concorde
Ex-Auftragskiller Danny Bryce kehrt aus dem Ruhestand zurück, als sein Mentor Hunter von einem arabischen Ölmagnaten entführt wird. Der Scheich droht seinen väterlichen Freund zu töten, wenn Bryce nicht jene drei britischen SAS-Männer eliminiert, die der Beduinenfürst für den Tod seiner drei Söhne verantwortlich macht. Ein gefährlicher Job, werden die doch von einem Spezialagenten namens Spike bewacht. Erschwert wird die Mission noch durch die Tatsache, dass die Morde wie Unfälle aussehen sollen.

Flüssig inszenierter, knallharter und verschachtelter (Polit-)Actionthriller, in dem ehemalige britische SAS-Elitekämpfer von einem Söldnerkommando gejagt werden.
Gleich vorneweg: Mit Sam Peckinpahs Klassiker gleichen Titels hat "Killer Elite" nichts zu tun. Gary McKendrys Actioner basiert auf Ranulph Fiennes Roman "The Feather Men", der 1991 bei seinem Erscheinen für Aufregung sorgte, da Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen unübersehbar waren. Um verdeckte Operationen des britischen Geheimdiensts SAS geht es, um Söldner, Öl, einen Geheimbund - er gibt der Vorlage den Titel -, um Loyalität, Verrat, wechselnde Allianzen und Geld. Ein klassischer (Polit-)Thrillerplot, über den man sich nicht den Kopf zerbrechen muss, ist er für weite Teile der Handlung doch unerheblich.
1979 sollen die Söldner Danny Bryce (David Statham) und Hunter (Robert De Niro) in Mexiko einen Mann ausschalten. Mit dem kleinen Jungen, der im Auto des Opfers sitzt, haben sie nicht gerechnet. Danny schont das Kind, hängt seinen Job an den Nagel und beginnt in Australien ein neues Leben. Ein Jahr später ist es mit dem Ruhestand vorbei. Ein Scheich hat Hunter entführt und droht ihn zu töten, wenn Bryce nicht jene drei SAS-Männer eliminiert, die der Ölmagnat für den Tod seiner drei Söhne verantwortlich macht. Ein riskanter Job, werden die doch von einem Spezialagenten (Clive Owen) bewacht.
"Kick-Ass" in Perfektion ist hier angesagt: Explosionen, Schlägereien und Feuergefechte nonstop. "Transporter" Statham glänzt als Actionheld der Stunde, rasierter Schädel, Sonnenbrille, Muskeln und Mut - und wenn's sein muss, stürzt er sich sogar an einen Stuhl gefesselt aus dem zweiten Stock. Hauptgegner Owen schlägt sich mindestens ebenso wacker, mit fiesem mexikanischen Schnauzer gibt er den harten Hund, derweil Altmeister De Niro ganz in sich ruht - "Heat"- und "Pate"-geschult bringt ihn nichts aus der Ruhe, auch wenn er mal den Babysitter für Dannys Freundin Anne (Yvonne Strahovski) spielen muss.
Newcomer McKendry macht bei seinem Spielfilmdebüt (fast) alles richtig. Er beweist ein gutes Auge fürs 1980er Jahre Setting - Ausstattung, Fahrzeuge und Kostüme, der Look ist aus einem Guss - und springt versiert zwischen den arabischen und britischen Schauplätzen hin und her. Hohes Tempo, ein guter Rhythmus und ein flüssiger Schnitt machen die Logiklücken im Plot wett, die Figur der Anne - das "Herz" des Films - hätte es eigentlich nicht gebraucht. Große Jungs kommen hier auf ihre Kosten, wenn geredet wird, ist die Sprache markig und deftig - doch meistens sprechen ohnehin Fäuste und Waffen. Gut so. geh.
| Darsteller: | Jason Statham | als Danny Bryce | |
|---|---|---|---|
| Clive Owen | als Spike | ||
| Robert De Niro | als Hunter | ||
| Dominic Purcell | als Davies | ||
| Aden Young | als Meier | ||
| Yvonne Strahovski | als Anne | ||
| Ben Mendelsohn | als Martin | ||
| Adewale Akinnuoye-Agbaje | als Agent | ||
| David Whiteley | als M 16 Mann | ||
| Matthew Nable | als Pennock | ||
| Lachy Hulme | als Harris | ||
| Firass Dirani | als Bakhait | ||
| Nick Tate | als Commander | ||
| Bille Brown | als Colonel | ||
| Stewart Morritt | als Campbell | ||
| Grant Bowler | als Cregg | ||
| Michael Dorman | als Jake | ||
| Daniel Roberts | als McCann | ||
| Rodney Afif | als Sheikh Amr | ||
| Regie: | Gary McKendry | ||
| Drehbuch: | Gary McKendry | ||
| Matt Sherring | |||
| Produzent: | Michael Boughen | ||
| Steve Chasman | |||
| Sigurjon Sighvatsson | |||
| Anthony Winley | |||
| Ausf. Produzent: | Peter D. Graves | ||
| Christopher Mapp | |||
| Matthew Street | |||
| David Whealy | |||
| Buchvorlage: | Ranulph Fiennes | ||
| Kamera: | Simon Duggan | ||
| Schnitt: | John Gilbert | ||
| Musik: | Reinhold Heil | ||
| Johnny Klimek | |||
| Produktionsdesign: | Michelle McGahey | ||
| Casting: | Leigh Pickford | ||
| Maura Fay | |||
Als Mann mit Muskelschmalz, cool eleganter Gauner in Maßanzügen und stoisch wortkarger Profi, spurtete Jason Statham als Kurierfahrer mit...
Clive Owen beschwört Vergleiche mit Humphrey Bogart, Sean Connery und Robert Mitchum herauf, weil er in seiner physischen Präsenz, dem entspannt...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.