Originaltitel: A Little Bit of Heaven
USA 2011
Kate Hudson
Gael García Bernal
Lucy Punch
Regie: Nicole Kassell
Verleih: Senator
Eine junge und erfolgreiche Werbefrau genießt das Leben in vollen Zügen, wickelt Kunden um den Finger, steht auf guten Sex, aber nicht auf längerfristige Beziehungen. Das könne endlos so weitergehen, bis sie wegen Müdigkeit ins Krankenhaus geht, und der Arzt ihr die Diagnose mitteilt: Krebs. Die Heilmethoden schlagen nicht an, die Heldin geht durch Höhen und Tiefen und entdeckt im behandelnden Doktor den Mann fürs kurze Leben, weiß endlich, nur die Liebe zählt wirklich. Bis zum unausweichlichen Tod kostet sie die Zeit, die bleibt, intensiv aus.

Erst durch die Krebskrankheit lernt eine junge und erfolgreiche Frau die Bedeutung von Liebe für ein erfülltes, wenn auch nur noch kurzes Leben kennen.
Warum die Geschichte einer tödlichen Krebserkrankung als Melange aus Romcom, Tragikomödie und Drama realisieren? Die Frage kann Nicole Kassell in ihrem zweiten Spielfilm nach dem hochgelobten Debüt "The Woodsman" nicht beantworten. Sie versucht es einfach und schickt ihre Heldin, die in einer schicken Wohnung im Zentrum von New Orleans residiert, durch Höhen und Tiefen.
Marley ist gerade zur jüngsten Vizepräsidentin ihrer Werbeagentur ernannt worden, genießt die Clubs und heißen Sex mit einem Lover, aber bitte ohne Bindung. Als sie immer dünner wird und den jungenhaften Arzt konsultiert, bringt sie ihn erst einmal mit der Frage "Hatten wir schon einmal Sex?" in Verlegenheit. Dann das Ergebnis der Untersuchung: Krebs. Es folgen Chemotherapie, experimentelle Behandlungsmethoden mit dem Ergebnis, der Krebs ist unheilbar. Eigentlich traurig. Aber hier entdeckt das Energiebündel plötzlich im Onkel Doktor den Mann fürs (kurze) Leben und weiß endlich, was zählt, auch wenn die Tage gezählt sind. So wird die Krankheit fast zur Nebensache, ein bisschen kotzen, ein paar Ringe unter den Augen und ein paar Härchen weniger. Eine taffe Kate Hudson und ein schüchtern lächelnder Gael García Bernal, der partout keine Witze erzählen kann, mimen das Paar, bei dem die Chemie nicht wirklich funktioniert. Zwischendurch holt sich die Kranke Rat beim lieben Gott in Gestalt einer auf der Wolke thronenden Whoopi Goldberg.
Mit Lebensfreude und Kampfeswillen dem Tod begegnen lautet die Botschaft und wenn sich alle Freunde von der Sterbenden verabschiedet haben und bunte Luftballons bei heiteren Musikklängen in die Luft steigen, ist die Welt der Lebenden und Toten wieder in Ordnung. Ohne Angst vor Kitsch drückt Kassell gekonnt alle Gefühlsknöpfe und bringt die Tränendrüse auf Hochtour. Gelungen erzählt die Nebenstränge und ihre Figuren wie die im Clinch liegenden Eltern, der rigide Vater und die gluckenhafte Mutter (Treat Williams und Kathy Bates), die Freundinnen, der schwule Nachbarn und der Callboy (fulminant Peter Dinklage). Da stimmt die Konstellation. mk.
| Darsteller: | Kate Hudson | als Marley Corbett | |
|---|---|---|---|
| Gael García Bernal | als Dr. Julian Goldstein | ||
| Lucy Punch | als Sarah Walker | ||
| Peter Dinklage | als Vinnie | ||
| Whoopi Goldberg | als Gott | ||
| Kathy Bates | als Beverly Corbett | ||
| Treat Williams | als Jack Corbett | ||
| Rosemarie Dewitt | als Renee Blair | ||
| Steven Weber | als Rob Randolph | ||
| Romany Malco | als Peter Cooper | ||
| Alan Dale | als Dr. Sanders | ||
| Johann Urb | als Doug | ||
| Jason Davis | als Thomas Blair | ||
| Regie: | Nicole Kassell | ||
| Drehbuch: | Gren Wells | ||
| Produzent: | John Davis | ||
| Mark Gill | |||
| Robert Katz | |||
| Neil Sacker | |||
| Kamera: | Russell Carpenter | ||
| Schnitt: | Stephen A. Rotter | ||
| Musik: | Heitor Pereira | ||
| Produktionsdesign: | Stuart Wurtzel | ||
| Kostüme: | Ann Roth | ||
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