Zwischen RomCom und Drama erzählt die Regisseurin von "The Woodsman" von einer Frau, die erst durch ihre Krebserkrankung erfährt, dass nur die Liebe zählt. http://images.kino.de/flbilder/max11/mbiz11/mbiz31/z1131404/b150x150.jpg Kein Mittel gegen Liebe

Filmdetails

Kein Mittel gegen Liebe

Zwischen RomCom und Drama erzählt die Regisseurin von "The Woodsman" von einer Frau, die erst durch ihre Krebserkrankung erfährt, dass nur die Liebe zählt.


Kein Mittel gegen Liebe
Start: 06.10.2011

Originaltitel: A Little Bit of Heaven

Drama / Lovestory

USA 2011
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Kate Hudson
Gael García Bernal
Lucy Punch

Regie: Nicole Kassell
Verleih: Senator

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Inhalt

Eine junge und erfolgreiche Werbefrau genießt das Leben in vollen Zügen, wickelt Kunden um den Finger, steht auf guten Sex, aber nicht auf längerfristige Beziehungen. Das könne endlos so weitergehen, bis sie wegen Müdigkeit ins Krankenhaus geht, und der Arzt ihr die Diagnose mitteilt: Krebs. Die Heilmethoden schlagen nicht an, die Heldin geht durch Höhen und Tiefen und entdeckt im behandelnden Doktor den Mann fürs kurze Leben, weiß endlich, nur die Liebe zählt wirklich. Bis zum unausweichlichen Tod kostet sie die Zeit, die bleibt, intensiv aus.


Kritik

Kein Mittel gegen Liebe

Erst durch die Krebskrankheit lernt eine junge und erfolgreiche Frau die Bedeutung von Liebe für ein erfülltes, wenn auch nur noch kurzes Leben kennen.

Warum die Geschichte einer tödlichen Krebserkrankung als Melange aus Romcom, Tragikomödie und Drama realisieren? Die Frage kann Nicole Kassell in ihrem zweiten Spielfilm nach dem hochgelobten Debüt "The Woodsman" nicht beantworten. Sie versucht es einfach und schickt ihre Heldin, die in einer schicken Wohnung im Zentrum von New Orleans residiert, durch Höhen und Tiefen.

Marley ist gerade zur jüngsten Vizepräsidentin ihrer Werbeagentur ernannt worden, genießt die Clubs und heißen Sex mit einem Lover, aber bitte ohne Bindung. Als sie immer dünner wird und den jungenhaften Arzt konsultiert, bringt sie ihn erst einmal mit der Frage "Hatten wir schon einmal Sex?" in Verlegenheit. Dann das Ergebnis der Untersuchung: Krebs. Es folgen Chemotherapie, experimentelle Behandlungsmethoden mit dem Ergebnis, der Krebs ist unheilbar. Eigentlich traurig. Aber hier entdeckt das Energiebündel plötzlich im Onkel Doktor den Mann fürs (kurze) Leben und weiß endlich, was zählt, auch wenn die Tage gezählt sind. So wird die Krankheit fast zur Nebensache, ein bisschen kotzen, ein paar Ringe unter den Augen und ein paar Härchen weniger. Eine taffe Kate Hudson und ein schüchtern lächelnder Gael García Bernal, der partout keine Witze erzählen kann, mimen das Paar, bei dem die Chemie nicht wirklich funktioniert. Zwischendurch holt sich die Kranke Rat beim lieben Gott in Gestalt einer auf der Wolke thronenden Whoopi Goldberg.

Mit Lebensfreude und Kampfeswillen dem Tod begegnen lautet die Botschaft und wenn sich alle Freunde von der Sterbenden verabschiedet haben und bunte Luftballons bei heiteren Musikklängen in die Luft steigen, ist die Welt der Lebenden und Toten wieder in Ordnung. Ohne Angst vor Kitsch drückt Kassell gekonnt alle Gefühlsknöpfe und bringt die Tränendrüse auf Hochtour. Gelungen erzählt die Nebenstränge und ihre Figuren wie die im Clinch liegenden Eltern, der rigide Vater und die gluckenhafte Mutter (Treat Williams und Kathy Bates), die Freundinnen, der schwule Nachbarn und der Callboy (fulminant Peter Dinklage). Da stimmt die Konstellation. mk.

Kein Mittel gegen Liebe

Darsteller:  Kate Hudson   als Marley Corbett
  Gael García Bernal   als Dr. Julian Goldstein
  Lucy Punch   als Sarah Walker
  Peter Dinklage   als Vinnie
  Whoopi Goldberg   als Gott
  Kathy Bates   als Beverly Corbett
  Treat Williams   als Jack Corbett
  Rosemarie Dewitt   als Renee Blair
  Steven Weber   als Rob Randolph
  Romany Malco   als Peter Cooper
  Alan Dale   als Dr. Sanders
  Johann Urb   als Doug
  Jason Davis   als Thomas Blair
 
Regie:  Nicole Kassell  
Drehbuch:  Gren Wells  
Produzent:  John Davis  
  Mark Gill  
  Robert Katz  
  Neil Sacker  
Kamera:  Russell Carpenter  
Schnitt:  Stephen A. Rotter  
Musik:  Heitor Pereira  
Produktionsdesign:  Stuart Wurtzel  
Kostüme:  Ann Roth  

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