Originaltitel: Clash of the Titans
USA 2010
Sam Worthington
Gemma Arterton
Mads Mikkelsen
Regie: Louis Leterrier
Verleih: Warner
Weil die Menschen nicht mehr zu den Göttern beten, lässt sich Zeus von seinem Bruder Hades zu einer furchtbaren Strafaktion überreden. Wird das Königreich Argos nicht in 10 Tagen seine Prinzessin dem Ungeheuer Kraken opfern, droht die Zerstörung. Mit einer Handvoll Krieger bricht Perseus, menschlicher Sohn des Zeus, auf, um ein Mittel zur Vernichtung des Ungeheuers zu finden. Der Schlüssel liegt in den Augen der Medusa, die alles zu Stein verwandeln können. Aber auch in Perseus' Akzeptanz seiner göttlichen Herkunft.

Vom Kampf der alten Griechen gegen ihre Götter, neu inszeniert von Louis Leterrier, profitiert vor allem der Fan von effektsatter Non-Stop-Action.
Fast 30 Jahre liegt der erste "Kampf der Titanen" zurück, der als Abschiedsvorstellung von Stop-Motion-Titan Ray Harryhausen, nicht aber in seiner dramaturgischen Kompetenz ungeteilte Wertschätzung verdient. Ein Hi-Tech-Remake, das den leicht albernen Ton des Originals durch eine etwas düsterere Komponente ersetzt, ist somit eine gute Idee, selbst wenn es auch in dieser Neuauflage der Herausforderung griechischer Götter wieder zu menschlichen Fehlern kommt. Wie schon im Original ist die Geschichte ein bunter Remix alter Mythen, hier allerdings stark auf eine multiple Vater-Sohn-Dynamik getrimmt.
Weil Zeus in der Gestalt von Acrisius, des Königs von Argos, mit der Königin schlief und so einen Halbgott zeugte, der ausgesetzt und später von einem Fischer aufgezogen wurde, hat Perseus im Grunde drei Väter, die alle sein Schicksal beeinflussen werden. Sein Adoptivvater wird durch den Gott der Unterwelt sterben und damit zum Motor für Perseus' Rache an Hades werden. Sein göttlicher Vater wird Perseus ("Avatar"-Star Sam Worthington) bei seiner Mission unterstützen, während Acrisius in der Gestalt des Monstrums Calibos wieder auftauchen und zur ersten Prüfung für Perseus werden wird. Weil die Menschen sich von den Göttern abgewendet haben, droht Hades, unterstützt von Bruder Zeus, den Kraken, ein mythisches Meeresungeheuer, auf Argos loszulassen, wenn nicht innerhalb von zehn Tagen Andromeda, die Prinzessin von Argos, dem Kraken geopfert wird. Um dies zu verhindern, bricht Perseus mit einigen Fremden, die seine Gefährten werden, zu einer Mission auf, um ein Mittel gegen das unbesiegbare Ungeheuer zu finden.
Anders als im Original wird die Lovestory hier nicht mit Andromeda, sondern Perseus' Begleiterin Io entwickelt, was das emotionale Gewicht der finalen Konfrontation mit dem Kraken etwas reduziert. Emotionale Distanz ist auch sonst ein Manko, das "Kampf der Titanen" jedoch mit vielen anderen Fantasyfilmen teilt. Obwohl er sich verständlicherweise nicht mit "Avatar" messen kann, bietet der nachträglich 3D-konvertierte Film sowohl zwei- als auch dreidimensional Schauwerte genug. Ohne große Atempausen kämpft sich Regisseur Leterrier ("Der unglaubliche Hulk") von der Konfrontation mit riesigen Skorpionen bis zum Duell mit Medusa vor, das auch hier ein Suspense-Highlight ist. Die Qualität der Effekte variiert, überzeugt aber grundsätzlich wie auch der effizientere, Komik-reduzierte Ton. Es geht ernster zu in diesem "Kampf der Titanen", in dem Ralph Fiennes als grimmiger Hades und auch Mads Mikkelsen als Perseus' Gefährte Draco punkten kann. Und trotzdem ist es vor allem ein Fun-Film, der seinen Unterhaltungsauftrag erfüllt und den Schatten des Originals nie fürchten muss. kob.
| Darsteller: | Sam Worthington | als Perseus | |
|---|---|---|---|
| Gemma Arterton | als Io | ||
| Mads Mikkelsen | als Draco | ||
| Alexa Davalos | als Andromeda | ||
| Ralph Fiennes | als Hades | ||
| Liam Neeson | als Zeus | ||
| Danny Huston | als Poseidon | ||
| Jason Flemyng | als Calibos | ||
| Regie: | Louis Leterrier | ||
| Drehbuch: | Travis Beacham | ||
| Phil Hay | |||
| Matt Manfredi | |||
| Produzent: | Kevin De La Noy | ||
| Basil Iwanyk | |||
| Ausf. Produzent: | William Fay | ||
| Jon Jashni | |||
| Thomas Tull | |||
| Kamera: | Peter Menzies jr. | ||
| Schnitt: | David Freeman | ||
| Vincent Tabaillon | |||
| Musik: | Ramin Djawadi | ||
| Produktionsdesign: | Martin Laing | ||
| Troy Sizemore | |||
| Anna Pinnock | |||
| Kostüme: | Lindy Hemming | ||
| Casting: | Lucinda Syson | ||
Liam Neeson hat einen kleinen Vorgeschmack auf die Fortsetzung der Götter-Action gegeben.
Im zweiten Teil von "Kampf der Titanen" soll es noch härter zur Sache gehen. War der erste Teil schon nicht von Langeweile geprägt, soll es diesmal noch mehr Action-Szenen geben. Das verspricht zumindest Zeus-Darsteller Liam Neeson, der seine Teilnahme an der Fortsetzung bereits zugesichert hat.
Er freut sich sogar schon richtig darauf, wieder mal als Götter-Vorstand die Sau rauszulassen: "Ich habe nur das halbe Drehbuch gelesen und es muss noch einiges daran getan werden. Aber ich glaube, es wird ein großartiger Film mit einer sehr menschlichen Story." Wie genau das angekündigten Action-Feuerwerk mit einer menschlichen Geschichte wohl harmonieren wird, gibt es 2012 in den Kinos zu sehen.
Die Dreharbeiten beginnen schon kommenden März, bis dahin sollte die finale Drehbuchfassung fertig sein. Neben Liam Neeson werden voraussichtlich auch Sam Worthington und Gemma Arterton als Perseus und Io wieder mit von der Partie sein.
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