Das Hamburger K3-Team muss den Mord an einem Reederei-Manager aufklären. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto47/06470575/b150x150.jpg K3 - Kripo Hamburg: Gefangen

Filmdetails

K3 - Kripo Hamburg: Gefangen

Das Hamburger K3-Team muss den Mord an einem Reederei-Manager aufklären.


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Kritik

K3 - Kripo Hamburg: Gefangen

Neuer Chef, altes Schema: Mit Walter Kreye wachsen die Männer vom "K3" noch stärker zum Team zusammen.

Nach fünf Filmen als Leiter des Hamburger TV-Kommissariats K3 musste Ulrich Pleitgen kurzfristig ersetzt werden. Für das Team und den Regisseur Marcus Weiler keine einfache Sache, zumal Pleitgen während der Dreharbeiten erkrankte und es keine Zeit gab, um das Drehbuch entsprechend umzuschreiben. Mit Walter Kreye wurde allerdings mehr als bloß angemessener Ersatz gefunden. Trotzdem wirkt es seltsam, dass der Personalwechsel in keiner Form thematisiert wird. Stillschweigend ist aus Sander nun Jansen geworden, und der tut so, als sei er schon immer da gewesen. Kreyes Präsenz ist zu verdanken, dass der Übergang trotzdem nahtlos funktioniert, zumal er sich bestens in das Team einfügt; der stets wie aus dem Ei gepellte Kriminaloberkommissar Murat Alpay (Oliver K. Wnuk) arbeitet sich nun eben am neuen Chef ab. Dass Weiler nach "Ein anderer Mann" gleich noch einen weiteren "K3"-Krimi inszenieren konnte, dürfte ebenfalls hilfreich gewesen sein.

Nicht minder interessant als die neue Personalkonstellation ist die Geschichte (Rainer Butt/Klaus Wöhler), eine Verquickung von globalisiertem Handel und einer Ökonomie der Gefühle: Mitten in der Nacht sucht eine Frau nach ihrem Mann, der nicht vom Angeln heim gekommen ist. Am nächsten Tag wird er erstochen am Strand gefunden. Die Männer vom K3 stochern im Nebel. Die einzigen handfesten Hinweise deuten auf den Stellvertreter des Mordopfers: Ebenso wie Nachbarin Annette Michels (Lisa Martinek) arbeitete der tote Peters in einer Reederei, deren Container in der ganzen Welt unterwegs sind. Peters hatte entdeckt, dass sein Mitarbeiter in einen Gammelfleischschmuggel verwickelt war. Doch dann stoßen die Ermittler auf ein ungleich plausibleres Mordmotiv. Das benachbarte Ehepaar Michels scheint in perfekter Harmonie zu leben, doch der Gatte (Samuel Weiss) hat ein Verhältnis mit der schwangeren Helena Peters (Angnieszka Piwowarska). Als auch Frau Michels nur knapp einem Mordversuch entgeht, sind die Ermittler allerdings endgültig ratlos.

Neben der Polizeiarbeit macht vor allem der Gegensatz zwischen der kühlen Rationalität des Großkonzerns und der unkontrollierbaren Gefühlswelt den Reiz dieses Krimis aus. Auf die Dauer lästig ist allein der Sozialneid von Kommissar Reisinger (Jürgen Tonkel), der gegen jede Form von Wohlstand stänkert, andererseits aber auch regelmäßig damit scheitert, die Kollegen (Vierter im Bunde ist Oliver Bäßler) zum gemeinsamen Männerabend zu animieren. Ohnehin hat "Gefangen" nicht ganz die Intensität des Vorgängers "Der andere Mann", ist aber nicht zuletzt dank Walter Kreye, der den Team-Charakter viel stärker prägt als Vorgänger Pleitgen, dennoch sehenswert. tpg.

K3 - Kripo Hamburg: Gefangen

Darsteller:  Walter Kreye   als Martin Jansen
  Oliver K. Wnuk   als Murat Alpay
  Jürgen Tonkel   als Paul Reisinger
  Oliver Bäßler   als Oliver Noll
  Lisa Martinek   als Annette Michels
  Samuel Weiss   als Henner Michels
  Agnieszka Piwowarska   als Helena Peters
  Filip Peeters   als Peter Gent
  Tilbert Strahl-Schäfer  
  Franziska Jünger  
 
Regie:  Marcus Weiler  
Drehbuch:  Rainer Butt  
  Klaus Wöhler  
Produzent:  Jan Michael Kremer  
Kamera:  Sten Mende  
Schnitt:  Eva Schnare  
Musik:  Edward J. Harris  
Produktionsdesign:  Zazie Knepper  
Kostüme:  Monika Hinz  
Ton:  Stefan Schmahl  

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