Kevin Spacey
Jeff Bridges
Mary McCormack
Regie: Iain Softley
Verleih: Universum (Constantin)
Der Patient (Kevin Spacey) hört auf den ungewöhnlichen Namen Prot, kommt scheinbar aus dem Nichts und verblüfft die hohe Ärzteschaft nicht nur mit hoher Resistenz gegen Medikamente aller Art, sondern auch mit jeder Menge erstaunlichem Fachwissen in den Themenbereichen Astrophysik und Religionsmystik. Außerdem stammt er vom Planeten K-Pax, sagt er. Für Dr. Mark Powell (Jeff Bridges) drängt die Zeit, das Geheimnis des "besten Spinners aller Zeiten" zu lüften, peilt doch jener bereits die Rückreise in die Heimat an.
Oscarpreisträger Kevin Spacey ("American Beauty") zieht erneut alle Register des undurchsichtigen Antihelden in Iain Softleys packender Charakterstudie mit SciFi-Würznote.
Kevin Spacey ("American Beauty") behauptet, ein Alien zu sein. Nur Jeff Bridges kann das Geheimnis des Mannes, der vom Himmel fiel, lüften.
Er materialisiert sich aus dem Nichts. In einem Lichtstrahl, der durch ein Fenster der Grand Central Station bricht. Millionen haben New Yorks Verkehrsknoten schon durchströmt.
Prot (Kevin Spacey) aber ist einzigartig. Behauptet mit kosmischer Gelassenheit, vom 1000 Lichtjahre entfernten Planeten K-Pax zu stammen. Mit dieser Heimatadresse ist seine Reise natürlich nicht beendet. So landet er im Krankenhaus, in den Händen eines Psychiaters, der ein galaktisches Rätsel zu knacken versucht.
Jeff Bridges, einst selbst ein "Starman", spielt diesen Arzt, der seinen offensichtlich schizophrenen Patienten zu dem Punkt zurückführen will, an dem er in die Identität eines Spacetouristen flüchtete. Prot aber lässt jede seiner Seelenexpeditionen mit einer Überzeugungskraft abprallen, dass schließlich auch der Arzt Zweifel an der eigenen Theorie bekommt. Vielleicht ist dieser in sich ruhende Exot, der schwierigste Astronomiefragen mühelos beantworten und vor Wissenschaftlern sein komplexes Sternensystem aus der Erinnerung zeichnen kann, wirklich ein Ausserirdischer, vielleicht aber auch nur ein Verrückter der Superlative.
Iain Softley ungewöhnlicher, humaner und sympathisch versponnener Film spielt bis zum Ende mit beiden Optionen. Aber während man rätselt, wird deutlich, dass nicht Herkunft oder Reise, sondern Ankunft und Wirkung dieses Mannes im Mittelpunkt stehen. Mit kindlicher Unschuld und selbstverständlicher Akzeptanz des Andersseins wird Prot zum neuen Impulsgeber. Für seine Mitpatienten, aber auch seinen Arzt, der sein Leben mehr zu schätzen lernt.
Spacey und Bridges sind ein glänzendes Team, halten diesen originellen Stoff in der Balance zwischen Komik und Dramatik und lassen ein geographisches, aber auch ein moralisches Fragezeichen zurück, über das sich leidenschaftlich diskutieren lässt.
| Darsteller: | Kevin Spacey | als Prot | |
|---|---|---|---|
| Jeff Bridges | als Dr. Mark Powell | ||
| Mary McCormack | als Rachel Powell | ||
| Alfre Woodard | als Dr. Claudia Villars | ||
| David Patrick Kelly | als Howie | ||
| Saul Williams | als Ernie | ||
| Peter Gerety | als Sal | ||
| Celia Weston | als Mrs. Archer | ||
| Ajay Naidu | als Dr. Chakraborty | ||
| Tracy Vilar | als Maria | ||
| Melanee Murray | als Bess | ||
| John Toles-Bey | als Russell | ||
| Kimberly Scott | als Joyce Trexler | ||
| Conchata Ferrell | als Betty McAllister | ||
| Vincent Laresca | als Navarro | ||
| Mark Cristopher Lawrence | als Simms | ||
| Brian Howe | als Dr. Steve Becker | ||
| Mary Mara | als Abby | ||
| Tess McCarthy | als Natalie Powell | ||
| Natasha Dorfhuber | als Gabby Powell | ||
| Brandon Michael Depaul | als Josh (10) | ||
| Aaron Paul | als Michael Powell (21) | ||
| William Lucking | als Sheriff | ||
| Kelly Connell | als Walter Fleen | ||
| Peter Maloney | als Duncan Flynn | ||
| Lance E. Nichols | als David Patel | ||
| Paul Linke | als Stuart Hessler | ||
| Christopher Jason Brown | als Danny Trexler | ||
| Greg Lewis | als Dominic McAllister | ||
| Moet | als Jennifer | ||
| Regie: | Iain Softley | ||
| Drehbuch: | Charles Leavitt | ||
| Produzent: | Lawrence Gordon | ||
| Lloyd Levin | |||
| Robert F. Colesberry | |||
| Koproduzent: | Michael Levy | ||
| Ausf. Produzent: | Susan G. Pollock | ||
| Buchvorlage: | Gene Brewer | ||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Schnitt: | Craig McKay | ||
| Musik: | Edward Shearmur | ||
| Produktionsdesign: | John Beard | ||
| Alec Hammond | |||
| Kostüme: | Louise Mingenbach | ||
| Ton: | Mark Weingarten | ||
| Casting: | Debra Zane | ||
"Alien oder Irrer", fragt sich Jeff Bridges in "K-Pax". Der stille Star-Mime über Sternenkarten, und die Gemeinsamkeiten von Psychiatern und Schauspielern.
» Glauben Sie, dass Außerirdische schon längst auf der Erde leben?
JEFF BRIDGES: Ich bin da noch sehr unentschieden. Eine Szene in K-Pax spielt im Planetarium von New York, und ich war beeindruckt von der Sternenkarte, die uns gezeigt wurde. Das hat mir eine Vorstellung davon gegeben, wie groß das Universum ist. Schon möglich, dass es da draußen noch andere Lebensformen gibt.
» Wir würden Sie reagieren, wenn jemand behauptet, er käme von einem anderen Stern?
Wahrscheinlich genauso wie zuerst in "K-Pax". Ich würde denjenigen für verrückt erklären. Aber dann würde ich denken, warum nicht. Wer kann beweisen, dass es bei uns keine Aliens gibt.
» Vor 17 Jahren spielten Sie in "Starman" sogar selbst ein Außeriridischen, der Kevin Spaceys Figur sogar sehr ähnlich ist...
Sicherlich hätte ich auch Spaceys Rolle übernehmen können, aber ich fand es wirklich interessanter, den Psychiater zu spielen.
Die Zuschauer erleben die Geschichte schließlich auch aus der Sicht des Therapeuten. Sie sind, so wie auch meine Figur, hin und her gerissen, ob sie Spacey nun glauben sollen oder nicht.
» Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet?
Ich habe mich mit den Ursprüngen der Psychiatrie auseinandergesetzt und stellte dabei fest, dass es viele Ähnlichkeiten zwischen einem Psychiater und einem Schauspieler gibt. Beide versuchen, in die Seele eines Charakters zu blicken, um herauszufinden, wie er tickt. Trotzdem: Ich bleibe lieber Schauspieler.
Er ist einer der großen Charakterdarsteller des US-Kinos, der seine Vielseitigkeit durch hintergründig subversive Komik unterstreicht. Er hat...
Jeff Bridges, Sohn des Schauspielers Lloyd Bridges, absolvierte als Achtjähriger mit seinem Vater erste TV-Auftritte, bevor er sich dem...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
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