Sozialkritische Liebesgeschichte von Ken Loach um religiöse Konflikte und Intoleranz, eine katholische Musiklehrerin und einen pakistanischen DJ in Glasgow. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz44/z0444612/b150x150.jpg Just a Kiss

Filmdetails

Just a Kiss

Sozialkritische Liebesgeschichte von Ken Loach um religiöse Konflikte und Intoleranz, eine katholische Musiklehrerin und einen pakistanischen DJ in Glasgow.


Just a Kiss
Start: 11.11.2004

Originaltitel: Ae Fond Kiss

Drama

Großbritannien/Italien/Deutschland/Spanien/Belgien 2004
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Atta Yaqub
Eva Birthistle
Shamshad Akhatar

Regie: Ken Loach
Verleih: Neue Visionen

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Romantik
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Inhalt

Obwohl seit Jahrzehnten in Glasgow ansässig, bestimmen noch immer die vorderasiatischen Riten und Regeln den Alltag der pakistanischen Familie Khan. Der ältesten Tochter scheint dies am wenigsten auszumachen, jedenfalls fügt sich Rukhsana (Ghizala Avan) in die von ihren Eltern arrangierte Hochzeit. Sohnemann Casim (Atta Yaqub) allerdings hat andere Pläne, denn er entdeckt sein Herz für die irisch-katholische Lehrerin Roisin (Eva Birthistle). Doch auch deren konservativer Familienbackground ist nicht von Pappe.

Großbritanniens soziales Kinogewissen Ken Loach ("Ladybird, Ladybird") nimmt die dritte Generation der Einwanderer und religiöse Verkrustungen seines Heimatlandes kritisch unter die Lupe.


Kritik

Sozialkritische Liebesgeschichte von Ken Loach um religiöse Konflikte und Intoleranz, eine katholische Musiklehrerin und einen pakistanischen DJ in Glasgow.

Großansicht Musiklehrerin trifft DJ (Foto: Neue Visionen)

Musiklehrerin trifft DJ (Foto: Neue Visionen)

Funken sprühen und Fetzen fliegen in Glasgows Süden, als sich der Pakistani Casim (Atta Yaqub), DJ in den besten Clubs, in die katholische Musiklehrerin Roisin (Eva Birthistle) verliebt. Casims Eltern sind streng gläubige Muslime, die bereits die Heirat mit seiner Cousine geplant haben. Ein Skandal droht - und Casims Familie setzt alles daran, diesen zu umgehen.

Nach "My Name Is Joe" und "Sweet Sixteen" siedelte Ken Loach seine Story erneut in Glasgow an, widmete sich in diesem Fall jedoch augenscheinlich weniger existenziellen Problemen als Arbeitslosigkeit und Drogen: nämlich einer von religiösen Vorurteilen und Intoleranz verhinderten Liebe.

Großansicht Der Ärger ist vorprogrammiert (Foto: Neue Visionen)

Der Ärger ist vorprogrammiert (Foto: Neue Visionen)

Anders als sonst

Zugleich erscheint sein Film zwischen Romanze und Sozialdrama weniger dringlich und eindringlich als die Vorgänger. Das mag an seinem männlichen Hauptdarsteller Atta Yaqubin in seiner ersten Rolle liegen, oder auch an dem erhobenen Zeigefinger des oft etwas konstruiert wirkenden Drehbuchs von Paul Laverty.

Just a Kiss

Darsteller:  Atta Yaqub   als Casim Khan
  Eva Birthistle   als Roisin Hanlon
  Shamshad Akhatar   als Sadia Khan
  Ghizala Avan   als Rukhsana Khan
  Shabana Bhaksh   als Tahara Khan
  Pasha Bocarie   als Amar
  Gerard Kelly   als Priester
  Ahmad Riaz   als Tariq Khan
  John Yule   als Direktor
  Gary Lewis   als Danny
  David McKay   als Wee Roddie
  Raymond Mearns   als Big Roddie
 
Regie:  Ken Loach  
Drehbuch:  Paul Laverty  
Produzent:  Rebecca O'Brien  
Ausf. Produzent:  Ulrich Felsberg  
Kamera:  Barry Ackroyd  
Schnitt:  Jonathan Morris  
Musik:  George Fenton  
Produktionsdesign:  Martin Johnson  
  Fergus Clegg  
  Ursula Cleary  
Kostüme:  Carole K. Millar  
Ton:  Ray Beckett  
Casting:  Kahleen Crawford  

Das bringt der Bär

Internationale Stars auf dem roten Teppich, ein
Festival-Chef in Höchstform und eine Auswahl der besten Filme aus aller Welt bei der 54. Berlinale.

Großansicht Der Weg führt über Berlin: Jude Law und Nicole Kidman sind "Unterwegs nach Cold Mountain" (Foto: Buena Vista)

Der Weg führt über Berlin: Jude Law und Nicole Kidman sind "Unterwegs nach Cold Mountain" (Foto: Buena Vista)

Mit "Unterwegs nach Cold Mountain", dem heißen Oscar-Favoriten, startet am 5. Februar Deutschland wichtigstes Filmfestival. Neben Anthony Minghellas mit Nicole Kidman und Jude Law prominent besetztem Bürgerkriegs-Drama sind Filme aus aller Welt im Rennen um den Goldenen Bären dabei.

Wie schon im letzten Jahr wird sich die zu erwartende Film-Prominenz nicht von eisigen Temperaturen abschrecken lassen und sich in die Berliner Nächte stürzen. Natürlich erst nach dem Kino, das die Festivalmacher mit einem Programm bestücken, das sich sehen lassen kann.

Großansicht Verspricht "ein thematisch und stilistisch vielseitiges Programm": Festivalleiter Dieter Kosslick (Foto: Berlinale)

Verspricht "ein thematisch und stilistisch vielseitiges Programm": Festivalleiter Dieter Kosslick (Foto: Berlinale)

Vielfältige Rekordjagd

Laut Festivalleiter Dieter Kosslick ist alles dabei, "von der tragischen Liebesgeschichte zum politischen Psycho-Drama, vom historischen Thriller zur intimen Familien-Saga". Ob damit die Rekordzahlen des letzten Jahres (368.400 verkaufte Kinokarten und 1.384 Vorführungen) noch zu toppen sind?

Neben dem Wettbewerb informiert das "Forum" über innovative Strömungen des internationalen Films und die Erweiterung seiner ästhetischen Möglichkeiten. Auf den aktuellen Stand der deutschen Filmproduktion bringt die Reihe "German Cinema" und "Perspektive Deutsches Kino" stellt mit ca. zehn neuen Produktionen vor allem unkonventionelle deutsche Filmemacher der Zukunft vor.

Dazu laufen die "Retrospektive New Hollywood 1967-1976", das "Panorama", das Kinderfilmfest und der Jugendfilmwettbewerb "14plus".

Großansicht Tommy Lee Jones spricht in "The Missing" fehlerfrei den Chiricahua-Dialekt der Apachen (Foto: Columbia TriStar)

Tommy Lee Jones spricht in "The Missing" fehlerfrei den Chiricahua-Dialekt der Apachen (Foto: Columbia TriStar)

Hollywood in Berlin

Die international besetzte Jury um Präsidentin Frances McDormand, die Berlins Statussymbol als tierische Awards zu vergeben hat, wird es auch in diesem Jahr wieder schwer haben. Die Hauptsektion des Festivals verspricht Interessantes und Innovatives - ebenso wie die Highlights der anderen Programme.

Mit Ron Howards "The Missing" ist ein echtes Hollywood-Schwergewicht im Wettbewerb: Cate Blanchett jagt in dem anpruchsvollen Western-Drama an der Seite ihres schwierigen Vaters (Tommy Lee Jones) die Kidnapper ihrer Tochter. Die zweite große US-Produktion läuft dagegen außer Konkurrenz: Jack Nicholson spielt in "Was das Herz begehrt" eine Paraderolle als alternder Playboy, der entgegen seiner sonstigen Vorlieben plötzlich den Reiz einer Dame seiner eigenen Generation (Diane Keaton) entdeckt.

Großansicht Es kriselt hinter deutschen Wohngebäudefassaden: "Die Nacht singt ihre Lieder" (Foto: Prokino)

Es kriselt hinter deutschen Wohngebäudefassaden: "Die Nacht singt ihre Lieder" (Foto: Prokino)

Deutschlands Beste

Gleich zwei deutsche Filme kämpfen im Wettbewerb um den Goldenen Bären: Das Psychokammerspiel "Die Nacht singt ihre Lieder" um ein junges Ehepaar (Frank Giering und Anne Ratte-Polle) in der Krise und das neue Werk von "Solino"-Regisseur Fatih Akin: Sein Beziehungsdrama "Gegen die Wand" erzählt von einer tragischen Scheinehe zwischen einer Türkin und einem deutschen Alkoholiker.

Ein weiteres deutsches Kinojuwel ist im "Panorama" zu sehen: Deutschlands beste Jungstars Daniel Brühl und August Diehl fragen "Was nützt die Liebe in Gedanken" - ein Drama um große Gefühle, Ideale und Verblendung nach der authentischen "Steglitzer Schülertragödie" von 1927.

Großansicht "The Weaping Meadow" könnte sich als neues Angelopoulos-Meisterwerk entpuppen (Foto: Pegasos Film)

"The Weaping Meadow" könnte sich als neues Angelopoulos-Meisterwerk entpuppen (Foto: Pegasos Film)

Europäische Feinkost

Im Wettbewerb schickt Spanien Manuel Gutiérrez Aragón mit der Liebes- und Familiengeschichte "La vida que te espera" ("Your Next Life") ins Rennen. Er ist damit zum sechsten Mal im Wettbewerb vertreten, 1977 gewann er mit "Camada negra" einen Silbernen Bären.

Aus Kroatien kommt "Svjedoci" ("Die Zeugen") von Vinko Bresan, eine Geschichte vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Kriegs. Aus Dänemark kehrt schließlich Annette K. Olesen mit ihrem zweiten Film "Forbrydelser" ("In Your Hands") über die Beziehung einer jungen Pastorin zu einer Gefängnisinsassin zurück. Ihr Debütfilm "Kleine Missgeschicke" war 2002 mit dem Blauen Engel für den besten europäischen Film ausgezeichnet worden.

Großansicht Christina Ricci und Charlize Theron im Oscar-Favoriten "Monster" (Foto: Berlinale)

Christina Ricci und Charlize Theron im Oscar-Favoriten "Monster" (Foto: Berlinale)

Oscar-Kandidat

Aus Großbritannien ist Ken Loach mit "Ae Fond Kiss" dabei, einem Drama über die Liebe eines jungen Asiaten zu einer kaukasischen Frau in Glasgow, sein Landsmann John Boorman mit "Country of My Skull" über einen Washington Post-Journalisten beim Apartheids-Tribunal in Südafrika.

Griechenlands Meisterregisseur Theo Angelopoulos ist mit " Trilogy I, Weeping Meadow" vertreten, und die USA gehen stark gerüstet ins Rennen: Mit Hans Petter Molands "Beautiful Country" über die Folgen des Vietnamskriegs, Patty Jenkins "Monster" (Charlize Theron gilt in der Rolle todbringende Highway-Prostituierte als heiße Oscar-Anwärterin) und Richard Linklaters "Before Sunrise"-Sequel "This Time".

Mögen die Bären an die Besten gehen!

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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