Hayden Christensen
Samuel L. Jackson
Jamie Bell
Regie: Doug Liman
Verleih: Studiocanal
Stets hielt sich David (Hayden Christensen) für einen normalen Typen. Bis er durch Zufall entdeckt, dass er ein "Jumper" ist: Er kann sich binnen Sekunden an einen beliebigen Ort der Welt teleportieren, was er für die eigene Bereicherung und das Liebesglück mit seiner Freundin (Rachel Bilson) nutzt. Doch damit steht er auf der Abschussliste einer Geheimorganisation. Er verbündet sich mit einem anderen "Jumper" (Jamie Bell) und lernt, dass er die Schlüsselfigur in einem jahrtausendealten Krieg ist.
Zum großen Sprung setzt Doug Liman nach "Die Bourne Identität" und "Mr. & Mrs. Smith" an, in dem er sein Jung-Star-Ensemble aus "Star Wars"-Anakin Hayden Christensen und Jamie Bell ("Billy Elliot") in ein innovatives, rasantes Science-Fiction-Feuerwerk schickt.
In 80 Sekunden um die Welt - Regisseur Doug Liman möbelt das Science-Fiction-Genre auf und legt den Grundstein für eine neue Film-Saga.
"Wir haben alles aus dem Science-Fiction-Film herausgepresst, was es herauszupressen gab." Dieses Verdikt stammt aus berufener Quelle - Regisseur Ridley Scott, der dem Genre mit "Blade Runner" und "Alien" zwei entscheidende Impulse verpasste. Doch Doug Liman scheint ihm mit "Jumper" eine Antwort geben zu wollen. Denn sein futuristischer Actionstreifen zeigt Szenarien, wie sie tatsächlich noch nicht auf der Leinwand zu sehen waren.
Das Konzept wirkt auf den ersten Blick einfach: Der junge Held findet zufällig heraus, dass er sich per Teleportation von einem Ort der Erde zum anderen versetzen kann - ob in den Tresorraum von Banken, die Straßen von Tokio oder auf den Kopf der Sphinx. Die Verfilmung des gleichnamigen SciFi-Romans von Stephen Gould nutzt dieses Konzept für verblüffende Sequenzen, etwa wenn eine Verfolgungsjagd in Sekundenschnelle über den ganzen Globus führt.
Doch das sind keineswegs visuelle Gimmicks. "Jumper" baut wie die Vorlage eine ganze Mythologie auf - einschließlich einer Jahrhunderte alten Organisation, die alle superheldenhaften Sprung-Begabten zur Strecke bringen will.
Hauptdarsteller Hayden Christensen ist bereits Science-Fiction-erprobt, diese neue Saga indes wirkt zukunftsträchtiger als die "Star Wars"-Prequels. Handlungsfäden werden angesponnen, die geradezu eine Fortsetzung fordern. Und anders als Jedi-Vater Lucas verfügt Doug Liman über filmische Mittel, die sich eben nicht nur auf digitale Trickbilder beschränken.
Schon in "Bourne Identität" und "Mr. und Mrs. Smith" zeigte er sich als Spezialist für temporeiche Action-Sequenzen. Die treibt er im Highspeed-Kosmos von "Jumper" auf die Spitze. So könnte seine Adaption zum Kultfilm für die Google-Earth-Generation werden, die sich per Mausklick um die Welt befördert. Wobei er klug genug ist, seinen Helden nicht nur in lebensgefährliche Kämpfe, sondern auch eine bittersüße Liebesgeschichte zu verstricken. "Jumper" ist der Beweis: Das Genre ist noch lange nicht ausgepresst.
| Darsteller: | Hayden Christensen | als David | |
|---|---|---|---|
| Samuel L. Jackson | als Roland | ||
| Jamie Bell | als Griffin | ||
| Rachel Bilson | als Millie | ||
| Diane Lane | als Mary | ||
| Michael Rooker | als William | ||
| Max Thieriot | als Der junge David | ||
| AnnaSophia Robb | als Die junge Millie | ||
| Regie: | Doug Liman | ||
| Drehbuch: | Simon Kinberg | ||
| David S. Goyer | |||
| Jim Uhls | |||
| Produzent: | Lucas Foster | ||
| Simon Kinberg | |||
| Arnon Milchan | |||
| Jay Sanders | |||
| Ausf. Produzent: | Vincent Gerardis | ||
| Ralph Vicinanza | |||
| Stacy Maes | |||
| Kim H. Winther | |||
| Kamera: | Barry Peterson | ||
| Schnitt: | Don Zimmerman | ||
| Dean Zimmerman | |||
| Saar Klein | |||
| Musik: | John Powell | ||
| Produktionsdesign: | Oliver Scholl | ||
| Kostüme: | Magali Guidasci | ||
| Casting: | Joseph Middleton | ||
Als Anakin Skywalker wurde er weltbekannt, nun feiert Hayden Christensen mit "Jumper" den nächsten Riesenerfolg. Denn nur eine Woche nach Kinostart in den USA ist bereits klar, dass zu dem Actionfilm eine Fortsetzung gedreht wird.
In Deutschland ist der Actionkracher in den Kinos noch gar nicht angelaufen, in den USA ist "Jumper" aber schon ein Mega-Hit. Bereits in der ersten Woche lockte der Film mit Hayden Christensen in der Hauptrolle so viele Menschen ins Kino, dass eine Fortsetzung feststeht.
Die Geschichte dreht sich um Davey (Christensen), der mit 15 bemerkt, dass er die Fähigkeit besitzt binnen Sekunden an jeden möglichen Ort der Welt zu teleportieren. Er nutzt seine Gabe als "Jumper", um sich ein schönes Leben zu machen. Doch eines Tages wird er von Cox (Samuel L. Jackson) entdeckt, der einer Geheimorganisation angehört, die Jumper zur Strecke bringen.
Christensen kann mit seiner Rolle als Jumper wohl deutlich besser leben als damals zu seinen "Star Wars"-Zeiten als Anakin Skywalker. Denn nun gab Hayden bekannt, dass er nie wieder mit George Lucas an einem derartigen Blockbuster arbeiten will: "Es war nichts, das einen ausfüllt, was die Kreativität betrifft. Dafür wird man nicht Schauspieler." Seltsam, dass es seinen künstlerischen Ansprüchen eher gerecht wird, als Teleporter in einem anderen SciFi-Actionfilm um die Welt zu flitzen.
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