Vor dem Bürgerkrieg. Julie Marsden ist Star der Gesellschaft von New Orleans, setzt sich gern über Konventionen hinweg. So kreuzt die unverheiratete junge Frau beim Olympus-Ball statt im traditionell weißen im feuerroten Kleid auf und bewirkt einen Eklat. Julie ist mit dem Bankier Preston verlobt, der ihre vielen Skandale geduldig ertragen hat, sie jetzt aber verlässt. Er zieht in den Krieg. Jahre später ist er verheiratet und hat geschäftlich in New Orleans zu tun. Julie will sich rächen. Doch als er an Gelbfieber hinsiecht, wird sie geläutert.
"Jezebel" war das Warner-Brothers-Konkurrenzprodukt zu "Vom Winde verweht" und wurde das radikalere Melodram, weil Bette Davis, der die Hauptrolle der Scarlett O'Hara versagt blieb, als verwöhnte, arrogante, verzogene und intrigante Schönheit eine Gala-Vorstellung gelang. Sie bringt sich aus Lust an Provokation ums Lebensglück. Fünf Oscar-Nominierungen, der zweite Oscar für Bette Davis, die nun mehr Einfluss auf ihre Rollen hatte. William Wyler bestätigte seinen Ruf als großer Erzähl-Regisseur. Bemerkenswert die Bürgerkrieg-Szenen.
| Darsteller: | Bette Davis | als Julie Marsden | |
|---|---|---|---|
| Henry Fonda | als Preston Dillard | ||
| George Brent | als Buck Cantrell | ||
| Margaret Lindsay | als Amy Bradford Dillard | ||
| Fay Bainter | als Aunt Belle Massey | ||
| Donald Crisp | als Dr. Livingstone | ||
| Regie: | William Wyler | ||
| Drehbuch: | Abem Finkel | ||
| Clements Ripley | |||
| John Huston | |||
| Robert Bruckner | |||
| Produzent: | William Wyler | ||
| Ausf. Produzent: | Hal B. Wallis | ||
| Kamera: | Ernest Haller | ||
| Musik: | Max Steiner | ||
Scheinbar sind zwei goldene Statuetten für Steven Spielberg nicht genug. Der Meisterregisseur ersteigerte nun für das erkleckliche Sümmchen von 207.500 Dollar einen weiteren "Oscar".
Ist die altehrwürdige Academy nun käuflich? Vertraut Steven Spielberg nicht mehr auf seine Fähigkeiten als Regisseur, dass er nun schon mit schnödem Mammon einen "Oscar" erkauft? Alles Unsinn! Spielberg hat lediglich etwas gegen Privatsammler, die exklusive Exponate der Filmgeschichte in einem Tresor verstauben lassen würden.
Deshalb ersteigerte er nun bei einer Aktion von Sotheby's in London den "Oscar", den Bette Davis 1935 für ihre Rolle in "Dangerous" erhalten hatte. Spielberg wird die Statue zur Aufbewahrung und Ausstellung der Academy zurückgeben.
Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass er einen "Oscar" für die Öffentlichkeit rettete: Für Clark Gables "Oscar" ("It Happened One Night", 1934) blätterte Spielberg sogar über 600.000 Dollar hin, und Bette Davis' zweite Trophäe für "Jezebel" war ihm auch knapp 580.000 Dollar wert. Da geht der dritte ersteigerte Goldjunge glatt als Schnäppchen durch.
Leicht falle es ihm übrigens nicht, die Statuen wieder aus der Hand zu geben, meinte Spielberg in einem Interview. Aber die Freude, die andere Menschen beim Betrachten der historischen Stücke habe, wiege das bei weitem auf - und außerdem hat er ja selbst noch zwei Stück für die Regie von "Schindlers Liste" und "Der Soldat James Ryan" zu Hause herumstehen...
Als das Studio-System Hollywoods noch in voller Blüte stand, wehrte sich Bette Davis (1908 - 1989, eig. Ruth Elizabeth Davis), als sie 1935 ihren...
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