Originaltitel: Décalage horaire
Frankreich 2002
Juliette Binoche
Jean Reno
Sergi Lopez
Regie: Danièle Thompson
Verleih: Tobis
Eine extrovertierte Kosmetikerin (Juliette Binoche) auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und ein distinguierter Geschäftsmann (Jean Reno) auf dem Weg zu seiner Ex-Frau treffen am Flughafen in Paris aufeinander und werden einander dank einer Verkettung zufälliger Umstände so bald nicht mehr los.
Galliens große Drehbuchautorin Danièle Thompson ("Die Bartholomäusnacht", "La Boum", "Die Abenteur des Rabbi Jacob") gibt ihr Regiedebüt mit dieser heiter-beschwingten Beziehungskomödie nach bestem Hollywoodvorbild.
Gefühle im Transit: In dieser prickelnden Komödie machen sich Jean Reno und Juliette Binoche erst mal runter - um dann so richtig abzuheben
Nebel, Streik und Pannen. Auf dem Pariser Flughafen geht gar nichts mehr. Eine Katastrophe für die Kosmetikerin Rose (grell gestylt: Juliette Binoche). Endlich will sie ihren brutalen Freund verlassen und nach Mexiko in die Sonne flüchten. Und jetzt hängt sie fest.
So wie Félix (sensibel: Action-Profi Jean Reno), Ex-Sterne-Koch und nun Gourmet-Unternehmer. Auch er ist ein Getriebener, jagt einer Frau hinterher, die ihm den Laufpass gegeben hat. Die beiden Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich im Transit.
Rose kann keine fünf Minuten ohne Plapperei überstehen, Felix braucht nichts mehr als Ruhe. Und trotzdem müssen sie eine gemeinsame Nacht in einem Hotelzimmer verbringen...
"Jet Lag" ist eine wunderbare Komödie über die Macht des Zufalls. Ankunft und Abflug sind Abschied und Neuanfang, Metaphern des Lebens an sich.
Regisseurin Danièle Thompson zeigt, wie schlank ein großer Film sein kann: eine originelle Idee, ein kurvenreiches Drehbuch und Schauspieler, an denen man sich nicht satt sehen kann.
| Darsteller: | Juliette Binoche | als Rose | |
|---|---|---|---|
| Jean Reno | als Felix | ||
| Sergi Lopez | als Sergio | ||
| Scali Delpeyrat | als Arzt | ||
| Karine Belly | als Flugbegleiterin Air France | ||
| Raoul Billerey | als Felix' Vater | ||
| Nadège Beausson-Diagne | als Roissy Passagier | ||
| Alice Taglioni | als Bodenpersonal | ||
| Jerome Keen | als Concierge | ||
| Sebastien Lalanne | als Barmann | ||
| Michel Lepriol | als Kellner | ||
| Mbembo | als Postangestellter | ||
| Regie: | Danièle Thompson | ||
| Drehbuch: | Danièle Thompson | ||
| Christopher Thompson | |||
| Produzent: | Alain Sarde | ||
| Kamera: | Patrick Blossier | ||
| Schnitt: | Sylvie Landra | ||
| Musik: | Eric Serra | ||
| Produktionsdesign: | Michèle Abbé | ||
| Kostüme: | Elisabeth Tavernier | ||
| Thierry Delettre | |||
| Ton: | Pierre Gamet | ||
| Casting: | Gérard Moulévrier | ||
Spätestens seit Uma Thurman nicht nur Bill killte, sondern schon vorher jede Menge anderer Übeltäter spektakulär niedermetzelte, hat das Thema Rache im Kino Hochkonjunktur.
So buhlen aktuell Kevin Bacon in "Death Sentence - Todesurteil" und demnächst Jodie Foster in "Die Fremde in dir" mit knackigen Vergeltungsfilmen um die Gunst des Publikums. Zum Reigen der Racheengel gesellt sich nun eine Französin, die als Spezialistin für Herzerwärmendes wie "Der englische Patient", "Chocolat" oder "Jet Lag" von sich reden gemacht hat: Juliette Binoche.
In "Another Kind of Silence" muss sie demnächst den Tod ihres Ehemannes und ihres Sohnes mit ansehen. Danach kennt sie nur ein Ziel: die Täter finden und bestrafen. Doch auf ihrem Rachefeldzug kommt die Witwe nach und nach zu einer wichtigen Erkenntnis, wie Binoche berichtet: "Sie merkt plötzlich, dass Rache keine Lösung ist und dass es eigentlich gar nicht das ist, was sie will."
Klingt also ganz so, als würde "Silence" kein reiner Abklatsch einer gedankenlosen Tarantino-Gewaltorgie - und für Binoche sicher eine Herausforderung: "Klar ist das eine sehr düstere Geschichte, aber als Schauspielerin sollte man alle Farben des Regenbogens darstellen können", gibt sich die Französin selbstbewusst. Dazu hat sie auch allen Grund, denn im Festival-Hit "Caché" musste sie sich zuletzt mit einem ähnlichen Thema befassen und zeigte dabei, dass sie seit "Die Liebenden von Pont-Neuf" und "Drei Farben: Blau" nichts verlernt hat.
Ihre Krankenschwester in Italien, die sich in dem Welterfolg "Der englische Patient" in einem verlassenen Kloster um den mysteriösen...
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