Der belgische Filmschauspieler Jean-Claude Van Damme steckt mitten in einer kreativen, finanziellen und privaten Lebenskrise, als er beim Besuch eines Geldinstitutes in seiner Heimatstadt zufällig in einen justament abrollenden Banküberfall gerät. Die sozial schwachen und nicht besonders klugen Täter freuen sich über die prominente Geisel, während durch eine Verkettung unglücklicher Umstände draußen vor der Tür der Eindruck entsteht, als sei Van Damme selbst an dem Überfall beteiligt.

Einen bemerkenswert tiefen und selbstironischen Blick in die eigene Gefühlswelt gewährt der flämische Action- und Martial-Arts-Star Jean Claude Van Damme in diesem atmosphärisch dichten Belagerungsthriller um einen Bankraub unter schlechten Vorzeichen und den Versuch eines einfachen Mannes, darin den Kopf über Wasser zu halten. Kein "Stirb langsam" mit einem strahlenden Helden, sondern ein realistisch anmutender Kriminalfilm mit Einblicken in die Seele eines Stars, hoher Spannung und jeder Menge schwarzer Komik.
| Darsteller: | Jean-Claude van Damme | als J.C.V.D. | |
|---|---|---|---|
| François Damiens | als Bruges | ||
| Zinedine Soualem | |||
| François Beukelaers | |||
| Karim Belkhadra | |||
| Raphaëlle Lubansu | |||
| Jean-François Wolff | |||
| Mourade Zeguendi | |||
| Regie: | Mabrouk El Mechri | ||
| Drehbuch: | Frédéric Bénudis | ||
| Christophe Turpin | |||
| Produzent: | Sidonie Dumas | ||
| Ausf. Produzent: | Fiszman Marc | ||
| Kamera: | Pierre-Yves Bastard | ||
| Kostüme: | Uli Simon | ||
Wenn Stars in die Jahr kommen, bleiben Probleme nicht aus. Mit - aber erst recht ohne Rolle.
"Ahhh - diese Nackenschmerzen": Sylvester Stallone zeigt echtes Rückgrat - auch, wenn's gebrochen ist (Foto: Millenium)
Action-Ikone hin oder her - auch Sylvester Stallone kommt langsam in das Alter, in dem die Knochen anfangen zu vermorschen. Bester Beweis: ein Röntgenbild seines Genicks, das der mittlerweile 63jährige vor kurzem auf seiner Website veröffentlichte. Darauf ist klar eine Metallplatte zu erkennen, die dem Rückgrat zusätzliche Stabilität verleiht.
Eingefangen hat sich Sly die Trophäe angeblich bei einem Dreh zu "Expendables". Wrestling-Star Steve "Stone Cold" Austin soll ihm in einer Szene das Ding verpasst haben. "Ich habe es niemandem gesagt, aber ich hatte hinterher eine sehr ernste Operation", erläuterte Stallone das Foto. "Aber so übel es auch war - wenigsten haben wir alles im Kasten". Zumindest diese Szene sollte also ziemlich authentisch wirken. Ob er sich die Schrauben in bewährter Rambo-Manier selbst rein gedreht hat, ist nicht bekannt.
Sly unfair zu Jean-Claude van Damme?
Und auch, wenn echte Action-Helden natürlich keinen Schmerz kennen - ein bisschen Winseln scheint durchaus erlaubt. Typisch Jungs: Vor allem, wenn einen die anderen mal wieder nicht mitspielen lassen. Für "The Expendables" - auf Deutsch "Die Entbehrlichen" - erwies sich Jean-Claude van Damme offenbar als besonders entbehrlich. Jedenfalls in den strengen Augen von Alphatierchen Sylvester Stallone. Der habe ihm bei der Besetzung zu dem Action-Knaller einfach keine faire Chance gegeben - so greinen jedenfalls die langsam erschlaffenden Muscles from Brussels. Das Gespräch zu seiner Rolle solle laut Mr. Handkante wie folgt verlaufen sein:
"Stallone sagte 'Du sprichst mit Jet Li und ihr fangt einen Kampf an. Du gewinnst, klar? Dann komme ich - und es geht bumm, bumm, bumm.' Ich fragte ihn: 'Was meinst du mit bumm, bumm, bumm? Worum geht's bei meiner Rolle?' Aber er antwortete nur: 'Wen kümmert's? Du wirst Geld verdienen." Geld allein scheint den Fighter, der zuletzt mit "JCVD" sogar bei den Kritikern einen Achtungserfolg erzielen konnte, nicht überzeugt zu haben. Aber dann war er für eine Rolle darin wohl wirklich nicht der Richtige. Denn dass bei "The Expendables" die künstlerischen Aspekte im Vordergrund stehen, ist möglich aber wenig wahrscheinlich - jedenfalls wenn man sich so den Expendables betrachtet.
Aber wenigstens ist der versierte Kampfsportler mit dem Schicksal nicht allein: Auch Chuck Norris, Wesley Snipes, Steven Seagal und Kurt Russell hatten wohl Interesse an einer Rolle angemeldet. Umsonst, wenn man die Besetzungsliste liest. Schade: Wäre für die Herren eine echte Abwechslung gewesen, das eigene Gesicht wieder einmal auf der großen Leinwand zu sehen. Und nicht nur in den Videotheken, wo sich ihre neuesten Werke meist ohne Umwege über das Kino einnisten.
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