Originaltitel: Die Another Day
USA/Großbritannien 2002
Pierce Brosnan
Halle Berry
Toby Stephens
Regie: Lee Tamahori
Verleih: Fox
Das 20. Bond-Abenteuer beginnt mit einer spektakulären Luftkissenboot-Verfolgungsjagd an der heißesten Front des kalten Krieges, der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea. Mehr oder minder unterstützt von aufregenden jungen Damen setzt 007, der beste Geheimagent ihrer Majestät, den Versuch, einen globalen Krieg unschönen Ausmaßes zu verhindern, in Hongkong, Island, auf Kuba und zur Abwechslung auch mal wieder in London fort.
Die frischgebackene Oscar-Preisträgerin Halle Berry und Sangesstar Madonna sind nur zwei der illustren Persönlichkeiten, zu denen Pierce Brosnan unter der fachkundigen Regie von Neuseelands Actionspezialist Lee Tamahori Körperkontakt aufnimmt. Für Stunts, Effekte und flotte Sprüche ist dabei wie immer reichlich gesorgt.
Doppelter Grund zum Feiern für den Doppelagenten: Zum 40jährigen Leinwandjubiläum zeigt sich 007, wie man ihn bisher noch nie erlebt hat.
Können Sie sich James Bond heruntergekommen, mit zerzaustem Haar und verfilztem Bart vorstellen? Wie konnte es soweit kommen? Die berühmte Eingangssequenz beginnt diesmal in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea.
Bond gibt sich als Diamantenhändler aus, aber durch einen Verrat fliegt seine Tarnung auf. Er wird gefangengenommen und landet für lange Zeit in einem nordkoreanischen Gefängnis. Selbst der britische Geheimdienst hat seinen Agenten aufgegeben. Doch Bond wäre nicht Bond, würde ihm nicht die Flucht gelingen.
In England muss er allerdings feststellen, dass er bereits von einem neuen Agenten ersetzt wurde. Hinter 007 verbirgt sich jetzt die schöne Miranda Frost (Rosamund Pike). Bond ist abgeschrieben, man hält ihn für einen Überläufer, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln:Wer hat ihn damals verraten?
Die Spur führt nach Kuba, wo er die attraktive CIA-Agentin Jinx (Halle Berry) trifft und in ihr eine Verbündete findet. Gemeinsam bringen sie in Erfahrung, dass ein gewisser Gustav Graves (Toby Stephens) seine Hände im Spiel hat. Graves ist ein prominenter Playboy, der sich nach außen hin für den Umweltschutz engagiert, aber insgeheim einen finsteren Plan verfolgt.
Er ist im Besitz einer neuen Superwaffe, mit der er die Welt in seine Gewalt bringen will. Wie es an dieser Stelle weitergeht, kann sich jeder ausmalen, der schon mal ein Bond-Abenteuer erlebt hat. Man darf sich auf atemberaubende Actionszenarien wie eine wilde Verfolgungsjagd auf dem Eis freuen.
Zum 40. Jubiläum haben sich die Produzenten etwas Besonderes einfallen lassen. In "Stirb an einem anderen Tag" wimmelt es von Zitaten aus Ian Fleming-Romanen und alten Bond-Filmen, die das Herz jedes Fans höher schlagen lassen.
Auch der Aston Martin aus "Goldfinger" kommt erneut zum Einsatz. Und wenn Halle Berry in einem knappen Bikini wie einst Ursula Andress in "Dr. No" aus dem Meer steigt, kommentiert Brosnan: "Schöne Aussichten"! Das gilt auch für einen der spannendsten und einfallsreichsten Bond-Filme!
Er war schon als Erbe von Pierce Brosnan im Gespräch.
Als die Bond-Macher nach "Stirb an einem anderen Tag" dem smarten Iren Pierce Brosnan den Laufpass gaben, wurde lange spekuliert, wer der neue James Bond werden könnte, sollte, müsste. Wesentlich häufiger als Daniel Craig wurde damals Hugh Jackman genannt. Daraus wurde bekanntlich nichts und Craig legte mit "Casino Royale" einen fulminanten Neustart der Filmreihe um den britischen Superagenten hin.
Doch nun, da Daniel Craig seinen dritten 007-Film dreht, wird erneut über die Nachfolgeregelung diskutiert. Darin hat sich nun Hugh Jackman persönlich eingeschaltet - und Details verraten, warum es für "Casino Royale" noch nicht geklappt hatte:
"Mein Agent rief mich damals an und sagte: 'Möglicherweise will man Dich als Bond, wärest Du denn interessiert?' Damals hatte ich kein Interesse, weil ich kurz vor dem Drehbeginn für 'X-Men 2' stand. Wolverine war damals die ganz große Sache in meinem Leben und ich wollte nicht gleichzeitig zwei derart legendäre Figuren spielen. Allerdings denkt jeder Schauspieler irgendwann darüber nach, wie es wohl wäre, James Bond zu spielen. Wenn es also damals nicht gepasst hat, könnte es sehr wohl passen, wenn sich die Chance erneut ergibt."
Im Klartext heißt das: "Ich will die Rolle und falls Daniel Craig jemals aufhört, ruft mich auf jeden Fall wieder an!" Doch es gehört natürlich zum guten Ton und zum Respekt unter Kollegen, dass man solche Bewerbungen möglichst indirekt formuliert.
Hugh Jackman ist indes nicht der einzige, der sich proaktiv als nächster 007-Darsteller ins Gespräch bringt. Zuletzt hatte Idris Elba Interesse bekundet, der erste Bond-Darsteller mit afrikanischen Wurzeln zu werden.
Zwar wird über 007 immer viel spekuliert, doch wenn sich die Initiativ-Bewerbungen häufen, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass sich hinter den Kulissen etwas tut. Das mag auch ein wenig mit den durchwachsenen Kritiken für Daniel Craigs letzten Bond-Auftritt in "Ein Quantum Trost" und den Schwierigkeiten beim Dreh des 23. 007-Abenteuers zu tun haben. Falls dieses allerdings ein echter Knaller wird - wofür Neu-Regisseur Sam Mendes durchaus sorgen könnte - sind die Spekulationen möglicherweise ebenso schnell wieder verstummt, wie sie begonnen haben...
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