Originaltitel: Live and Let Die
Großbritannien 1973
Sir Roger Moore
Yaphet Kotto
Geoffrey Holder
Regie: Guy Hamilton
Verleih: United Artists
In New York soll James Bond die Morde an drei seiner Kollegen untersuchen. Weil sein Auftauchen in Harlem von der Wahrsagerin Solitaire prophezeit wurde, gerät auch 007 ins Fadenkreuz der Killer des berüchtigten Mr. Big. Bond erkennt schnell eine Verbindung zwischen Big und Dr. Kananga, der die karibische Insel San Monique besitzt und Amerika mit Heroin überschwemmen will. Bond verführt Solitaire und wird in der Karibik mit hungrigen Krokodilen, Schnellbooten und Voodoo konfrontiert.

Im achten Einsatz wird James Bond erstmals von Roger Moore dargestellt, den man bereits vor "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" und "Diamantenfieber" gefragt hatte, ob er die Rolle spielen wollte - Sean Connery hatte die astronomische Summe von 5,5 Mio. Dollar in den Wind geschlagen. Zum dritten Mal führt Guy Hamilton Regie, und er führt die Serie in beinahe surreale Gefilde. Erster Bond seit "Liebesgrüße aus Moskau" ohne Q aka Desmond Llewelyn. Paul McCartney Titelsong ist das erste Bond-Lied, das es in die amerikanischen Top Ten schaffte.
| Darsteller: | Sir Roger Moore | ||
|---|---|---|---|
| Yaphet Kotto | |||
| Geoffrey Holder | |||
| Jane Seymour | |||
| Clifton James | |||
| Julius Harris | |||
| Gloria Hendry | |||
| Regie: | Guy Hamilton | ||
| Drehbuch: | Tom Mankiewicz | ||
| Produzent: | Albert R. Broccoli | ||
| Harry Saltzman | |||
| Kamera: | Ted Moore | ||
| Musik: | George Martin | ||
Kleine Männer haben's schwer im Filmgeschäft - auch wenn sich so manche Tricks anwenden lassen, um auf der Leinwand groß raus zu kommen.
Hollywood-Legende Humphrey Bogart stieg einst auf eine Holzkiste, um seiner "Casablanca"-Herzdame Ingrid Bergman in die Augen sehen zu können und Tom Cruise setzte eine Zeit lang sogar auf Schuhe mit Absätzen, um seiner großgewachsenen Ex-Frau Nicole Kidman zumindest bis zur Schulter zu reichen.
Für manche Rollen bedarf es aber schlichtweg einer natürlichen Größe - und wenn die nicht gegeben ist, stehen die Chancen schlecht. Mel Gibson kann ein Lied davon singen, schließlich bewarb er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere um den Smoking von Kultagent James Bond, wurde von 007-Obermacher Albert "Cubby" Broccoli aber brüsk zurückgewiesen. Der Grund: Er wollte keinen kleinen Bond!
Wie Drehbuchschreiber Tom Mankiewicz ("Diamantenfieber", "Leben und sterben lassen") jetzt verriet, stand Broccoli mit seiner Absage aber ziemlich isoliert da - schließlich riss sich damals halb Hollywood um die Dienste von Frauenschwarm Gibson: "Die Leute vom Studio sagten mir, ich solle Cubby anrufen und ihn überzeugen, dass Mel Gibson großartig wäre. Aber er hatte eben klare Vorstellungen, was die Größe betrifft. Bond musste unbedingt groß sein. Und Gibson war einfach zu klein."
Anfangs waren viele skeptisch, ob er es schaffen würde, Sean Connery in der Rolle des James Bond adäquat zu ersetzen. Doch Roger Moore...
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