Siebter und letzter Bond-Einsatz für Roger Moore, der es mit Christopher Walken und Grace Jones zu tun bekommt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz45/z0245206/b150x150.jpg James Bond 007: Im Angesicht des Todes

Filmdetails

James Bond 007: Im Angesicht des Todes

Siebter und letzter Bond-Einsatz für Roger Moore, der es mit Christopher Walken und Grace Jones zu tun bekommt.


James Bond 007: Im Angesicht des Todes
Start: 08.08.1985

Originaltitel: A View to a Kill

Action / Thriller

Großbritannien 1985
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sir Roger Moore
Patrick Macnee
Grace Jones

Regie: John Glen
Verleih: UIP

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Im sibirischen Schnee findet James Bond bei der Leiche von 003 einen Mikrochip. Es gibt nur eine Erklärung dafür, wie der Chip nach Russland gekommen sein kann: Ein Mitarbeiter des Unternehmens des Industriellen Max Zorin muss ihn den Russen zugespielt haben. Bond macht eine furchtbare Entdeckung: Zorin und seine brandgefährliche Gespielin May Day sind aus genetischen Experimenten der Nazis hervorgegangen und planen nun, über Silicon Valley gleich ganz Kalifornien mittels Erdbeben zu zerstören.


Kritik

James Bond 007: Im Angesicht des Todes

Siebter und letzter Einsatz eines merklich desinteressierten Roger Moore als James Bond (und zugleich letzter Auftritt von Lois Maxwell als Miss Moneypenny), zum dritten Mal inszeniert von John Glen. Für den Part des Bösewichts waren Sting und David Bowie vorgesehen; die Rolle ging an Christopher Walken, der damit der erste Oscar-Gewinner war, der jemals in einem Bond-Film auftrat. Der Titelsong von Duran Duran war der erste Bond-Song, der in den USA den Sprung auf Platz eins der Charts schaffte.

James Bond 007: Im Angesicht des Todes

Darsteller:  Sir Roger Moore  
  Patrick Macnee  
  Grace Jones  
  Patrick Bauchau  
  Christopher Walken  
  Tanya Roberts  
  Fiona Fullerton  
  David Kip  
  Manning Redwood  
  Alison Doody  
  Willoughby Gray  
  Desmond Llewelyn  
  Robert Brown  
 
Regie:  John Glen  
Drehbuch:  Richard Maibaum  
  Michael G. Wilson  
Produzent:  Albert R. Broccoli  
  Michael G. Wilson  
Kamera:  Alan Hume  
Musik:  John Barry  

Agenten im Auftrag ihrer Majestät

Seit 1962 ist der Agent des britischen Geheimdienstes mit der Lizenz zum Töten nicht mehr von der Kinoleinwand weg zu denken. Bereits fünf Schauspieler übernahmen die berühmte Rolle. Mit Daniel Craig ist es allerdings wieder ein waschechter Brite, der sich dem MI6 verschreibt.

Großansicht Mit ihm begann die große Bond-Ära: Sean Connery (Foto: Constantin)

Mit ihm begann die große Bond-Ära: Sean Connery (Foto: Constantin)

Die britische Regierung versuchte die Existenz des SIS (Secret Intelligent Service), besser bekannt als MI6, zu verheimlichen. Ohne Ian Flemings Spion jedoch, ist das Vereinigte Königreich genausowenig vorzustellen wie ohne Tower und Kronjuwelen.

Fleming, selbst ehemaliger Agent des Naval Intelligent Service (NID), veröffentlichte 1953 den ersten seiner 14 Bond-Romane und neun Jahre später bekam der berühmteste Geheimagent auch endlich ein lebendes Pendant: Sean Connery.

Der bekennende Schotte sollte 1962 als erster den Superschurken den Garaus machen, Frauen verführen und nebenher die Welt retten. Connery verkörperte sieben Filme lang Bond, James Bond. Für viele ist er auch noch immer der einzige und wahre 007.

Großansicht Der Australier George Lazenby konnte die Fans im "Geheimdienst ihrer Majestät" nicht überzeugen (Foto: United Artists)

Der Australier George Lazenby konnte die Fans im "Geheimdienst ihrer Majestät" nicht überzeugen (Foto: United Artists)

Der Mann, der nur einmal durfte

Nach dem fünften Auftrag im Dienste ihrer Majestät in "Man lebt nur zweimal" wollte der Schauspieler an der Produktion der Filme beteiligt werden. Sein Anliegen wurde jedoch abgelehnt und Sean Connery hing seinen Anzug an den Nagel - fürs Erste.

Ein Australier sollte schließlich das schwere Erbe Connerys antreten. Er war nicht nur der einzige Bond aus Down-Under, sondern auch der einzige, der nach nur einem Film seine Lizenz zum Töten bereits abgeben musste.

George Lazenby trat 1969 in den "Geheimdienst Ihrer Majestät". Er arbeitete zuvor als Model und war in England bereits bekannt. Sein Vorsprechen bestand er als Sean Connery-Double, im Anzug mit ähnlicher Frisur und Rolex.

Großansicht Mit "Leben und sterben lassen" läutete Roger Moore 1973 eine neue Bond-Ära ein (Foto: United Artists)

Mit "Leben und sterben lassen" läutete Roger Moore 1973 eine neue Bond-Ära ein (Foto: United Artists)

Ende mit Geldsegen

Doch die Fans waren nach sieben Jahren Connery noch nicht für einen neuen 007 bereit. Produzent Albert Broccoli drängte den Australier schließlich raus, da er ihm "verdammt auf die Nerven ging".

Den Machern wurde klar, dass es ein Fehler gewesen war, Sean Connery gehen zu lassen und sie lockten den Schotten mit einem Rekordgehalt zurück ans Set.

So drehte er 1971 seinen letzten offiziellen Bond-Film "Diamantenfieber". 1983 kehrte Connery sogar noch einmal in "Sag niemals nie" als Geheimagent zurück, allerdings in einer unoffiziellen Bond-Version. Roger Moore war damals bereits der offizielle 007 und trat mit "Octopussy" im selben Jahr im Kino an.

Großansicht Nach zwei Filmen hatte Timothy Dalton schließlich genug vom Agentenleben (Foto: UIP)

Nach zwei Filmen hatte Timothy Dalton schließlich genug vom Agentenleben (Foto: UIP)

Sarkastischer Bond-Veteran

Moore blieb schließlich zwölf Jahre im Auftrag ihrer Majestät. Die Produzenten hatten ihn durch seine Rolle in der TV-Serie "Simon Templer" entdeckt. Obwohl die Bond-Ära nach dem Ausstieg Connerys und Lazenbys bereits totgesagt wurde, schaffte es der Brite, das Publikum zu überzeugen.

Er löste sich von dem von Connery kreierten Image und gab seiner Rolle mehr Humor, Scharfsinn und Sarkasmus. Es funktionierte und Moores erster Film "Leben und sterben lassen" 1973 wurde zum Kassenschlager.

Großansicht Pierce Brosnan gilt als der erfolgreichste James Bond (Foto: Fox)

Pierce Brosnan gilt als der erfolgreichste James Bond (Foto: Fox)

Zu alt für den Geheimdienst

Zwölf Jahre später fühlte sich Moore schließlich zu alt, um noch als taffer Bond die Welt zu retten. 1985 nach "Im Angesicht des Todes" beendete er schließlich seine lange Agentenkarriere. Moore war der Meinung, das Publikum habe genug von ihm und die Filme würden anrüchig werden, wenn er als 57-Jähriger noch junge Mädchen verführte. Mit sieben offiziellen Filmen ist Moore der bisherige Rekord-Bond.

Für seinen Nachfolger, den Waliser Timothy Dalton, war es bereits die zweite Chance. Er wurde 1968 von Produzent Albert Broccoli gefragt, ob er nach Sean Connery die Rolle übernehmen wolle. Doch der Schauspieler fühlte sich zu jung für den Part und fand Connery zu gut, um ihn ersetzen zu können.

Großansicht Mit Tüftler "Q" gewinnt Roger Moore in "Octopussy" die Bond-Fans für sich (Foto: UIP)

Mit Tüftler "Q" gewinnt Roger Moore in "Octopussy" die Bond-Fans für sich (Foto: UIP)

Keine Zeit fürs Vergnügen

1987 nahm er schließlich seine Chance wahr und zwängte sich in "Der Hauch des Todes" in den Anzug. Er adaptierte Bond wieder aus den Büchern Flemings und war ein ernsthafterer, düsterer 007 mit wenig Zeit für die Frauen. Der Erfolg des Films war annehmbar, doch "Lizenz zum Töten" floppte 1989 und Dalton stieg aus.

So folgte 1995 Pierce Brosnan. Der Ire sollte bereits 1987 dem MI6 beitreten, war damals jedoch an die Fernsehserie "Remington Steel" gebunden. Als er schließlich die Rolle von Bond übernahm, wurde er zum erfolgreichsten und beliebtesten 007 nach Sean Connery.

Großansicht Tritt als sechster Bond ein schweres Erbe an: Daniel Craig (Foto: Sony Pictures)

Tritt als sechster Bond ein schweres Erbe an: Daniel Craig (Foto: Sony Pictures)

Der Neue: James "Blond"

Nach sechs Jahren Kino ohne Bond war das Publikum wieder heiß auf den Agenten und machte "Goldeneye" zu einem der erfolgreichsten Filme. Brosnan legte die Figur des Geheimagenten wieder wie Connery an, zeigte aber auch die Verwundbarkeit von 007. "Stirb an einem anderen Tag" wurde zum erfolgreichsten Bond-Film aller Zeiten, dennoch entzog man Brosnan seine Lizenz, obwohl er zu gerne im Dienste ihre Majestät geblieben wäre.

Nach langem Hin und Her und dutzenden Namen, die durch die Presse wanderten, ist schließlich ein Nachfolger gefunden: der Brite Daniel Craig. Dass die Produzenten einen völlig neuen Bond entwickeln wollen, ist schon alleine durch die Entscheidung für Craig zu erkennen, da er der erste blonde 007 der Geschichte ist.

Die Welt ist gespannt auf "Casino Royale" und wie sich der Brite macht - ob er in die Liga der unvergesslichen Bond-Darsteller aufgenommen, oder wie von den englischen Zeitungen bereits befürchtet, seinen ersten Film als James Bond nicht überleben wird.

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Sir Roger Moore

Anfangs waren viele skeptisch, ob er es schaffen würde, Sean Connery in der Rolle des James Bond adäquat zu ersetzen. Doch Roger Moore...

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Patrick Macnee

* 06.02.1922

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