Pierce Brosnans zweites Abenteuer als Bond: Im megalomanen Kampf gegen einen Medienmogul. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239197/b150x150.jpg James Bond 007: Der Morgen stirbt nie

Filmdetails

James Bond 007: Der Morgen stirbt nie

Pierce Brosnans zweites Abenteuer als Bond: Im megalomanen Kampf gegen einen Medienmogul.


James Bond 007: Der Morgen stirbt nie
Start: 18.12.1997

Originaltitel: Tomorrow Never Dies

Action / Thriller

USA/Großbritannien 1997
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Pierce Brosnan
Jonathan Pryce
Michelle Yeoh

Regie: Roger Spottiswoode
Verleih: UIP

Bogey - Box Office Germany Award

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Action
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Inhalt

Elliot Carver ist der mächtigste Medienmogul, den die Welt je gesehen hat. Bevorzugt kreiert er die Nachrichten selbst, über die er dann in seiner Zeitung "Morgen" berichtet. Um die Auflage weiter zu steigern, plant Carver, eigenhändig einen dritten Weltkrieg anzuzetteln. Nur 007 James Bond kann den Größenwahnsinnigen stoppen - zumal er einst eine Affäre mit dessen Frau hatte.


Kritik

James Bond 007: Der Morgen stirbt nie

"Mein Name ist Bond, James Bond, den Rest kennen Sie!" Wer so lakonisch selbstbewußt im Trailer sein neuestes Abenteuer ankündigt, ist sich einer großen Fangemeinde sicher, die auch den 18. Kinoeinsatz der Kult-Doppelnull als gelungen verbuchen wird. Bonds wie immer auch auf intimer Ebene ausgetragenes Duell gegen einen Medienmagnaten, der zur Vergrößerung seines Machtnetzes Krieg zwischen China und Großbritannien schürt, ist technisch perfekter inszeniert als der Vorgänger "Goldeneye" und darf, auch dank einer relativ hohen Trefferquote amüsanter Oneliner, mit einem ähnlich hohen Zuschauerzuspruch rechnen.

"Der Morgen stirbt nie" beginnt mit dem traditionellen Action-Entree vor den Titeln, in dem Bond am Khyber-Paß Waffenschiebern das Geschäft verdirbt und nach einer riskanten Jet-Jagd durch zerklüftetes Bergterrain einen Killer im Nacken per Schleudersitz in die Maschine über ihm katapultiert. Den Feind hat er abgeschüttelt, aber die Zuschauer am Hals, denn zu Sheryl Crows Titelsong folgen diese amüsiert in die gewohnt elegante, von räkelnden Silhouetten-Girls dekorierte Creditsequenz. Danach werden ohne viel Aufhebens die Fronten in dieser 100 Mio. Dollar teuren Materialschlacht zugewiesen. Auf der einen Seite der macht- und profitgierige Medienmogul Eliott Carver (Jonathan Pryce, zuletzt Juan Peron in "Evita"), der mit seinem fürs Radar unsichtbaren U-Boot einen möglichen Krieg zwischen Großbritannien und China schürt, um dann im neu-revolutionären Reich der Mitte exklusive Medienrechte zu erhalten. Natürlich hält der britische Geheimdienst von einem solchen Alleingang nichts und schickt seinen besten Mann ins Rennen gegen die Zeit, bevor militärische Hohlköpfe ihr Recht auf Kriegsspiele einfordern. In Hamburg stellt Bond schließlich rasant den Kontakt zu Carver und dessen Frau, Bonds ehemaliger großer Liebe, her. Ein relativ kurzer Auftritt von Teri Hatcher ("Zwei Tage L.A."), die im Unterschied zu ihrem Fernseherfolg als Lois Lane hier ihren Supermann nicht halten kann. Bonds Zorn nach Hatchers tödlicher Ausmusterung muß Vincent Schiavellis witzig-selbstverliebter Killer ausbaden, von dem man gerne mehr im Film gesehen hätte. Carvers Schmutz erledigt statt dessen Götz Otto als gebleichter Terminator - eine Hommage an Lotte Lenyas Prügelknaben Red Grant in "Liebesgrüße aus Moskau". Obwohl nicht ohne destruktives Talent, kann Otto Famke Janssens Charisma aus "Goldeneye" allerdings nicht das Wasser reichen. Das eigentliche Bond-Girl, die chinesische Agentin Wai Lin, ist schon durch die filmische Vergangenheit von Hongkong-Star Michelle Yeoh ein Gegenentwurf zum passiven Modepüppchen und liefert sich mit Mitstreiter Bond ritualisierte Kämpfe um die Führung beim Action-Tanz. Bei der Leistungsschau von Bonds ferngesteuertem BMW (dem besten Gimmick des Films) in einem Hamburger Garagenlabyrinth, bei der 007 (zum vermutlich schweigenden Entsetzen von Q) seinen kindlichen Spieltrieb voll auslebt, ist Yeoh nicht mit von der Partie. Wohl aber bei der turbulenten Motorrad-Hetzjagd über die Gassen und Dächer Saigons, in deren Anschluß Yeoh ihr vom Film nicht ausgeschöpftes, athletisches Kampf-Talent zeigen darf. Frauen haben es überhaupt schwer mit diesem überaktiven und dominanten Bond, der bis auf amouröse Kurzeinsätze bei Hatcher und einer dänischen Affäre keine Zeit für sein liebstes Hobby findet. Weil wieder einmal Moneypenny mit dem besten Oneliner des Films ("you always were a cunning linguist") zur Eile mahnt. Und so werden auch im Kino die Zuschauer-Millionen nicht lange auf sich warten lassen. kob.

James Bond 007: Der Morgen stirbt nie

Darsteller:  Pierce Brosnan   als James Bond
  Jonathan Pryce   als Elliot Carver
  Michelle Yeoh   als Wai Lin
  Teri Hatcher   als Paris Carver
  Joe Don Baker   als Jack Wade
  Ricky Jay   als Henry Gupta
  Götz Otto   als Stamper
  Dame Judi Dench   als M
  Desmond Llewelyn   als Q
  Vincent Schiavelli   als Dr. Kaufman
  Geoffrey Palmer   als Admiral Roebuck
  Colin Salmon   als Robinson
  Samantha Bond   als Moneypenny
  Julian Fellowes   als Minister
  Terence Rigby   als General Bukharin
  Cecilie Thomsen   als Professor Inga Bergstrom
 
Regie:  Roger Spottiswoode  
Drehbuch:  Bruce Feirstein  
Produzent:  Michael G. Wilson  
  Barbara Broccoli  
Kamera:  Robert Elswit  
Schnitt:  Dominique Fortin  
  Michel Arcand  
Musik:  David Arnold  
  Frank Denson  
Produktionsdesign:  Allan Cameron  
  Stephen Scott  
  Giles Masters  
  Tony Reading  
  Peter Young  
Kostüme:  Lindy Hemming  
Ton:  Chris Munro  

Brosnan bestaunt Pattinsons Ruhm

Solch ein Geschrei erlebte selbst Pierce Brosnan noch nicht.

Großansicht Pierce Brosnan vom Rummel um Pattinson überrannt (Foto: Kinowelt)

Pierce Brosnan vom Rummel um Pattinson überrannt (Foto: Kinowelt)

Pierce Brosnan ist ohne Zweifel ein großer Star. Der ehemalige James-Bond-Darsteller weiß, wie sich kreischende Fan-Massen anhören und was es bedeutet, berühmter als der Papst zu sein. Doch angesichts der Hysterie, die Brosnans Film-Kollege Robert Pattinson auslöst, ist selbst ein 007 fassungslos.

Als die beiden jüngst für das Drama "Remember Me" vor der Kamera standen, bekam Pierce Brosnan die geballte Ladung Pattinson-Kult zu spüren. Artig freute sich der Schauspieler zwar auch über seine eigenen Fans, die zum Dreh nach New York kamen. Doch dann tauchte Robert, der Schöne auf, und sorgte dafür, dass sich wohl auch Pierce Brosnan zum ersten Mal in seiner Karriere die Ohren zuhalten musste.

Brosnan auch bald taub?

"Ich stieg aus meinem Wohnwagen und da waren schon über hundert Mädchen", erzählt Brosnan. "Unter viel Applaus und Blitzlicht bin ich ganz benommen die Treppe zum Plaza hinaufgestolpert, wo wir gerade drehten. Ich habe mich gefreut, noch so gefeiert zu werden - doch dann kam Robert." Der "Twilight"-Star sei nur kurz auf der Bildfläche erschienen - und schon war das Chaos perfekt: "Ich hörte nur noch diesen unvorstellbaren Lärm, den all diese schönen Frauen machten, diese wahrhaft monströse Mischung aus Schreien und Rufen. Das Ganze wurde immer lauter und lauter - und ich lief einfach mitten hindurch."

Pierce Brosnan dürfte das nicht weiter gestört haben, denn auch er selbst ist von seinem Kollegen ganz angetan: "Ein wirklich reizender Junge, den es gerade mitten in den Strudel des Ruhms hineingezogen hat", so der Star. Im Drama "Remember Me" spielen die beiden Vater und Sohn. Für Robert Pattinson ist dies die erste große Rolle nach den "Twilight"-Filmen.

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Pierce Brosnan

Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die...

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Jonathan Pryce

* 01.06.1947

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