Isländisch-dänischer Mysterythriller. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto47/08470356/b150x150.jpg Jagd im Eis

Filmdetails

Jagd im Eis

Isländisch-dänischer Mysterythriller.


Jagd im Eis

Originaltitel: Köld slód

Thriller

Island/Dänemark 2006

Thröstur Leo Gunnarsson
Anita Briem
Hjalti Rögnvaldsson

Regie: Björn Br. Björnsson

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Action
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Jagd im Eis

In einem abgelegenen, isländischen Kraftwerk versucht ein junger Journalist im Alleingang den Mord an seinem Vater aufzuklären. Mitreißend bis zur letzten Minute strickt der isländische Regisseur Björn Björnsson aus dieser schlichten Grundlage einen dichten, fein-ausgeklügelten Mystery-Thriller, der ihn sofort in die Oberliga spannender skandinavischer Filmemacher katapultiert. Dabei bedient sich Björnsson der atemberaubenden Landschaft Islands, die schon von Meisterregisseur Clint Eastwood für seinen Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima" oder dem James-Bond-Klassiker "Stirb an einem anderen Tag" als perfekter Schauplatz spannungsgeladener Action entdeckt worden ist. Die Abgelegenheit im Eis und einige mysteriöse Vorkommnisse wecken dabei Erinnerungen an Stanley Kubricks Meisterwerk "Shining" und den aufwändig inszenierten Thriller "Akte X - Jenseits der Wahrheit".

Der Journalist Baldur (Thröstur Leó Gunnarsson) erfährt die Identität seines Vaters erst, als von dessen Unfalltod in einem Zeitungsartikel seiner Kollegin Elín (Anita Briem) berichtet wird. Begierig, mehr über den Mann, der die Familie schon vor Baldurs Geburt verlassen hat, zu erfahren, stellt der Journalist Nachforschungen an und stößt auf Ungereimtheiten. Die Polizei geht bei dem tödlichen Sturz von einem Arbeitsunfall oder Selbstmord aus, doch verschwundene Überwachungs-bänder und eine seltsame Wunde in der Brust des Opfers wecken in Baldur eher den Verdacht auf Mord. In einer Undercover-Aktion schleust er sich als Wachmann in das Kraftwerk ein, in dem sein Vater zu Tode gekommen ist, und versucht, über die Angestellten an Insider-Informationen zu gelangen. Doch die wortkargen Mitarbeiter sind nicht begeistert von dem Neuzugang, der nicht einmal aus ihrem Heimatdorf stammt. Schnell erfährt Baldur auch den Grund für ihre Distanziertheit: Sicherheitschef Pétur (Hjalti Rögnvaldsson) betreibt mit der Köchin Asta (Lilja Gudrún Thorvaldsdóttir) und den beiden Wachmännern Karl (Helgi Björnsson) und Siggi (Tómas Lemarquis) einen illegalen Rentierfleischhandel. Die einzige Freundin findet der Undercover-Journalist in der hübschen Freyja (Elva Ósk Ólafsdóttir), die mit ihrer geisteskranken Mutter auf einem nahe-gelegenen Hof lebt. Zwischen den beiden bahnt sich eine Liebesbeziehung an, doch die düstere Vergangenheit der Dorfbewohner wirft schon bald einen Schatten auf das junge Glück: War es Baldurs Vater Tóti (Harald G. Haraldsson), der damals mit Misshandlung und Vergewaltigung den Geisteszustand von Freyjas Mutter verursacht hat? Welche dunklen Geheimnisse verbergen sich hinter der freundlichen Fassade des Sicherheitschefs Pétur? Wer ist die mysteriöse Gestalt auf dem Überwachungsvideo, die Baldurs Vater in den Tod gestoßen hat? Fragen über Fragen stellen sich dem Journalisten, als er immer tiefer in der Vergangenheit der Kleinstadtbewohner gräbt. Und je näher er an des Rätsels Lösung kommt, desto lebensbedrohlicher wird die Situation, in die er sich mit seinen Nachforschungen manövriert.
Konsequent bis zum Schluss spielt Regisseur Björnsson mit Zuschauererwartungen und lässt durch überraschende Wendungen ständig neue Theoriegerüste in sich zusammenfallen. Großartige Bilder in kühlen Farben erschaffen einen düsteren Schauplatz und erinnern durch ihren Blaustich an visuelle Meisterwerke wie"Collateral" von Michael Mann. Zusammen mit originell inszenierten Verfolgungsjagden bilden sie das I-Tüpfelchen dieses aufregenden Thrillers, für den Björnsson zu Recht mit dem isländischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Bei einem so von Erfolg gekrönten ersten Spielfilm kann man mit Spannung seine zukünftigen Glanzstücke erwarten.

Für die Besetzung wurden isländische Schauspieler gewählt, die schon öfter in international gefeierten Produktionen ihres Heimatlandes zusammen gespielt haben.
Die beiden Hauptdarsteller Thröstur Leó Gunnarsson (Baldur) und Elva Ósk Ólafsdóttir (Freyja) standen schon gemeinsam mit Hollywoodgrößen wieGerard Butler ("300", "Das Phantom der Oper") vor der Kamera, und Anita Briem (Elín) spielte gerade erst in der historischen Serie "Die Tudors - Mätresse des Königs" an der Seite von Jonathan Rhys Meyers ("Match Point", "Mission Impossible III") Jane Seymour, die dritte Ehefrau von König Henry VIII. Demnächst wird sie in einem Remake des Klassikers "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" mit "Mumien"-Star Brendan Fraser zu sehen sein. In einer Nebenrolle als Freyjas Vater ist auch Lars Brygmann zu sehen, der sich unter anderem durch seine Mitwirkung in Thomas Vinterbergs renommiertem Dogma-Film "Das Fest" einen Namen gemacht hat.
Diese herausragende Besetzung schafft es, den Filmfiguren Glaubwürdigkeit undpsychologische Tiefe zu verleihen, was den durchweg gelungenen Thriller auf wunderbare Weise abrundet.

Quelle: ZDF, www.zdf.de

Jagd im Eis

Darsteller:  Thröstur Leo Gunnarsson   als Baldur
  Anita Briem   als Elín
  Hjalti Rögnvaldsson   als Pétur
  Elva Ósk Ólafsdóttir   als Freyja
  Lilja Gudrun Thorvaldsdóttir   als Asta
  Helgi Björnsson   als Karl
  Tómas Lemarquis   als Siggi
  Harald G. Haraldsson   als Tóti
  Lars Brygmann   als Bóndinn
  Hilmir Snaer Gudnason   als Kjartan
  Margrét Helga Jóhannsdóttir   als María
  Hanna María Karlsdóttir   als Dagný
  Sólveig Gudmundsdóttir   als Anna
  Stefán Jónsson  
 
Regie:  Björn Br. Björnsson  
Drehbuch:  Kristinn Thordarson  
Produzent:  Kristinn Thordarson  
  Magnus Vidar Sigurdsson  
Koproduzent:  Nanna Mailand-Hansen  
Ausf. Produzent:  Mogens Glad  
  Poul Erik Lindeborg  
Kamera:  Vidir Sigurdsson  
Schnitt:  Sverrir Kristjansson  
Musik:  Veigar Margeirsson  
Produktionsdesign:  Árni Páll Jóhannsson  
Kostüme:  Rebekka A. Ingimundardóttir  

Star

Tómas Lemarquis

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