Originaltitel: What's Up, Doc?
USA 1972
Barbra Streisand
Ryan O'Neal
Kenneth Mars
Regie: Peter Bogdanovich
Verleih: Atlas
Ärger ist der zweite Vorname der temperamentvollen Studentin Judy Maxwell. Dieses Mal erwischt sie damit Howard Bannister, einen Musikwissenschaftler, der einen höchst wichtigen Kongress in San Franciscos Bristol Hotel besucht. Judy verfolgt Howard trotz aller Proteste seiner Verlobten Eunice Burns und stellt sein Leben vollkommen in Frage. Zur allgemeinen Verwirrung wechseln gleichzeitig vier identische Koffer im Bristol Hotel versehentlich die Besitzer: Einer enthält Diamanten und Juwelen, einer Geheimakten der Regierung, ein dritter gehört Judy und der vierte Howard. Das dadurch ausgelöste Desaster endet vor dem Kadi, der ausgerechnet Judys Vater ist.

Mit "Is was, Doc?" gelang Peter Bogdanovich die Wiederbelebung der Screwball-Komödie in den Siebziger Jahren. Als solche lebt auch dieser respektlose Filmspaß von ausgefallenen Typen, sympathisch-verrückten Helden, trockenem Humor und einer vollkommen überdrehten Handlung - ganz wie das klassische Vorbild "Leoparden küsst man nicht". Madeline Kahn gab hier neben den Superstars Ryan O'Neal und Barbra Streisand ihr Filmdebüt.
| Darsteller: | Barbra Streisand | als Judy Maxwell | |
|---|---|---|---|
| Ryan O'Neal | als Howard Bannister | ||
| Kenneth Mars | als Hugh Simon | ||
| Madeline Kahn | als Eunice Burns | ||
| Austin Pendleton | als Frederick Larrabee | ||
| Michael Murphy | als Mr. Smith | ||
| Philip Roth | als Mr. Jones | ||
| Sorrell Booke | als Harry | ||
| Stefan Gierasch | als Fritz | ||
| John Hillerman | als Dr. Kaltenborn | ||
| Regie: | Peter Bogdanovich | ||
| Drehbuch: | Buck Henry | ||
| David Newman | |||
| Robert Benton | |||
| Produzent: | Peter Bogdanovich | ||
| Buchvorlage: | Peter Bogdanovich | ||
| Kamera: | László Kovács | ||
| Schnitt: | Verna Fields | ||
| Musik: | Artie Butler | ||
260 klassische Filmküsse, 187 mal eifersüchtiges Gezanke und unzählige Lastwagenladungen von Taschentüchern für zu Tränen gerührte Kinogänger - Das ist das Ergebnis der 100 beliebtesten Liebesfilme Amerikas.
Gibt es überhaupt einen romantischeren Ort? Gedämpftes Licht, die Sitz- und Lümmelgelegenheiten mit weichem Samt überzogen, in den Händen das Lieblingseis. Und auf der großen Leinwand die zelluloidgewordene Erfüllung aller Jugendträume von Hingabe, Verzweiflung und der einen großen Liebe. Amor, dein Name ist Hollywood.
Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.
Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.
Klassisch liebt am Besten
Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.
So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.
Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.
Ikonen unter sich
Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.
Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.
Sehnsüchtige Träume
Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.
Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.
Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?
Boris Sunjic
Die 100 populärsten Liebesfilme:
Quelle: American Film Institute
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