Robert Downey Jr.
Gwyneth Paltrow
Don Cheadle
Regie: Jon Favreau
Verleih: Concorde
Die Welt weiß, dass der geniale Erfinder und Milliardär Tony Stark als Superheld Iron Man für Recht und Ordnung sorgt. Diese Entwicklung hat nicht nur Vorteile für Stark: Die Regierung und die Presse erhöhen den Druck auf ihn, er solle die Geheimnisse hinter der Iron-Man-Technologie öffentlich machen. Stark will jedoch vermeiden, dass die Informationen in die falschen Hände fallen und hat es wenig später mit zwei Bösewichten zu tun. Gegen Whiplash und die Black Widow muss er auf die Hilfe seiner Freunde Pepper Potts und James Rhodes vertrauen.

Höheres Tempo, mehr Action, genauso viel Witz, etwas weniger Charme: "Iron Man 2" ist eine Fortsetzung, die wirklich alles bietet, was die Fans erwarten.
"Iron Man 2" ist nicht "Iron Man", das steht fest. Das Original kam einer Revolution gleich, läutete zu Beginn der Sommersaison 2008 eine neue Ära des Genres des Comic-Verfilmung ein und wäre auch immer noch ihr einsamer Höhepunkt, wenn ein paar Monate später nicht "The Dark Knight" die Latte noch einmal höher gelegt hätte. Der Film machte aus einer Marvel-Figur aus der zweiten Reihe des Comic-Imperiums eine weltweit gefeierte Figur der Popkultur, etablierte Jon Favreau als führenden Regisseur einer neuen Generation von Mainstream-Filmemachern und ließ den zuvor wegen Drogenexzessen und anderen Entgleisungen geächteten Robert Downey Jr. als Superstar wie Phönix aus der Asche auferstehen. Soviel kann die rasend schnell realisierte Fortsetzung nach einem Drehbuch von "Tropic Thunder"-Autor Justin Theroux unmöglich leisten - der betörende Rausch des Neuen ist unwiederbringlich passé. Aber "Iron Man 2" wird noch mehr Geld einspielen (585 Mio. Dollar waren es bei "Iron Man" weltweit), weil der Film so clever ist, auf all den Neuerungen des Originals aufzubauen, auf dessen Stärken zu vertrauen und die Karten genau richtig auszuspielen. Ein bisschen mag man die Eleganz und coole Entspanntheit des ersten Teils vermissen. Aber das liegt auch daran, dass man sich nicht mehr Mühe geben muss, ein ganzes Universum und sein Personal vorzustellen und gleich mit Vollgas mitten in die Handlung einsteigen kann. Hit the ground running, wie der Amerikaner sagt.
Tatsächlich setzt "Iron Man 2" nahezu zeitgleich mit dem Ende des ersten Films ein, als der Multimilliardär und geläuterte Waffenfabrikant Tony Stark vor laufenden Kameras offenbarte, er sei der Mann, der sich hinter der Maske von Iron Man verbirgt. Die Bilder der Pressekonferenz flimmern über einen Fernsehbildschirm in Moskau, wo sich Ivan Vanko an die Arbeit macht, den eisernen Mann für immer auf den Schrotthaufen der Geschichte zu befördern. Sechs Monate später beginnt die eigentliche Handlung, die ihrem Helden so viele Hindernisse in den Weg stellt, wie es die 124-minütige Laufzeit zulässt. Seinem lebensspendenden Elektrotransmitter geht der Saft aus, ein Ersatz ist trotz intensiver Forschungsarbeit nicht in Sicht. Das Erbe des Vaters Howard Stark wiegt schwer. Die Beziehung zur getreuen Assistentin Pepper Potts und seinem Kumpel James "Rhodey" Rhodes verschlechtert sich. Die amerikanische Regierung übt Druck auf ihn aus, die Iron-Man-Technologie dem Militär zu übergeben. Der überhebliche Westentaschen-Stark Justin Hammer drängt sich in Tonys Position. Und dann kommt Vanko in Gestalt seines Alterego Whiplash, um sich Stark beim Grand Prix von Monaco in einer der spektakulärsten Sequenzen des Films entgegenzustellen und mit einem furiosen Peitschenhieb die Einzelteile der Handlung richtig in Bewegung zu setzen.
Weil Favreau und seinem Team bewusst ist, dass der einzigartige Charme von "Iron Man" nicht reproduzierbar ist, erhöhen sie in der Fortsetzung das Tempo und verdichten die Handlungselemente, ohne den ganz typischen lakonischen Ton und handfesten Witz des Franchise zu vernachlässigen. Mit Vanko und Hammer sowie der atemberaubenden Schönheit Natalie Rushman aus der Rechtsabteilung von Stark Industries, die ihrerseits ein paar Überraschungen im Gepäck hat, werden neue Figuren nahtlos in das bestehende Personennetz integriert, in dessen Zentrum wieder Stark, Pepper und Rhodey stehen. Fans werden mit den ersten Auftritten von Black Widow und War Machine bedient, die in spürbar besser durchdachten und realisierten Actionsequenzen ihre ureigenen Qualitäten ausspielen dürfen. Die Neulinge Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Don Cheadle (der den Part von Terrence Howard übernahm) und vor allem Sam Rockwell haben starke Auftritte, Gwyneth Paltrow ist zuverlässig wie gewohnt, Sam Jackson und Regisseur Favreau als Bodyguard Happy Hogan fallen mehr ins Gewicht, und John Slattery aus "Mad Men" hat einen imposanten Kurzauftritt, der das emotionale Herzstück des Films markiert. Doch die Show gehört wieder einem anderen. Robert Downey Jr. thront über all dem mit einer weiteren bewundernswerten Performance: Tony Stark wurde erfunden, damit Downey ihn spielt. Und Downey wurde geboren, um Stark zu spielen. Alldieweil findet "Iron Man 2" noch die Zeit, die übergeordnete Marvel-Mythologie um SHIELD und die Avengers weiterzuspinnen, als würde man im Kino auf größtmöglicher Leinwand Zeuge der aberwitzigsten Miniserie aller Zeiten. Und AC/DC spielt dazu, in einer Fortsetzung, die so strahlend glänzt wie der neue Glasboden in Tony Starks Labor. ts.
| Darsteller: | Robert Downey Jr. | als Tony Stark/Iron Man | |
|---|---|---|---|
| Gwyneth Paltrow | als Pepper Potts | ||
| Don Cheadle | als Col. James 'Rhodey' Rhodes | ||
| Scarlett Johansson | als Natasha Romanoff/Black Widow | ||
| Sam Rockwell | als Justin Hammer | ||
| Mickey Rourke | als Ivan Vanko/Whiplash | ||
| Samuel L. Jackson | als Nick Fury | ||
| John Slattery | als Howard Stark | ||
| Regie: | Jon Favreau | ||
| Drehbuch: | Justin Theroux | ||
| Produzent: | Kevin Feige | ||
| Koproduzent: | Jeremy Latcham | ||
| Victoria Alonso | |||
| Ausf. Produzent: | Jon Favreau | ||
| Alan Fine | |||
| Stan Lee | |||
| David Maisel | |||
| Louis d'Esposito | |||
| Susan Downey | |||
| Kamera: | Matthew J. Libatique | ||
| Schnitt: | Dan Lebental | ||
| Richard Pearson | |||
| Musik: | John Debney | ||
| Produktionsdesign: | J. Michael Riva | ||
| Kostüme: | Mary Zophres | ||
Robert Pattinson, Kristen Stewart, Mila Kunis und Justin Timberlake sorgten für Lacher bei den MTV Movie Awards.
Robert Pattinson und Kristen Stewart küssten sich ausnahmsweise mal nicht! (Foto: Concorde)
Robert Pattinson ist der beste Küsser weit und breit. Das bestätigten nun die MTV Movie Awards, bei denen Pattinson und Kristen Stewart unter anderem in der Kategorie "Bester Kuss" für "Eclipse - Biss zum Abendrot" abräumten. Doch wer glaubte, dass Frauenschwarm Pattinson den preisgekrönten Filmkuss mit Kristen Stewart auf der Bühne gleich wiederholt, lag daneben. Robert nämlich hatte einen ganz eigenen Plan - und knutschte lieber "Twilight"-Co-Star Taylor Lautner.
Zuvor lieferte er sich zuerst mit Kristen ein kleines Geplänkel: "Ich bin ganz traurig, weil es sich gar nicht so anfühlt, als ob ich dich wirklich geküsst hätte", so Robert. "Und, möchtest du mich vielleicht jetzt auch nicht küssen?", antwortete Kristen. Darauf Robert: "Genau, es wird Zeit, dass wir es endlich tun! Aber ich habe da jemanden hier im Publikum im Visier, der das mehr zu schätzen wüsste." Sprachs - und schnappte sich den verdatterten Taylor Lautner für einen dicken Schmatz.
"Twilight" gewann neben der Kategorie "Bester Kuss" auch noch den Preis für "Bester Film", "Beste Hauptdarsteller" (Pattinson und Stewart) und "Beste Kampfszene" (zwischen Pattinson und Victoria-Darstellerin Bryce Dallas Howard).
Für noch mehr Aufregung aber sorgten allerdings Justin Timberlake und Mila Kunis, die Robert und Kristen ihre Preise überreichen sollten und sich auf der Bühne frech befummelten: Timberlake nahm sich von hinten Milas Brüste vor mit den Worten: "Mila und ich haben uns niemals miteinander verabredet, wir haben eine rein platonische Beziehung ... Deshalb kann ich auch so was machen!"
Auf den doppelten Busengrapscher reagierte Kunis wenig zimperlich und griff Timberlake direkt an die Hose: "Und ich kann deshalb so was tun!" Timberlake setzte noch einen drauf und fiel Mila in den "Und der beste männliche Hauptdarsteller heißt ..."-Satz mit den Worten: "Ich denke, den haben wir schon gefunden! Was für eine schamlose Referenz an meinen Penis!"
In der Kategorie "Bester Bösewicht" gewann übrigens Tom Felton alias Draco Malfoy aus "Harry Potter" gewonnen und sich unter anderem gegen Mickey Rourke aus "Iron Man 2" und Leighton Meester aus "The Roommate" durchgesetzt.
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