Bildgewaltiges und doch intimes Porträt des Irak nach 2003 - Oscar-nominiert
Drei Innenansichten des Irak. Ein kleiner Junge in der Altstadt von Bagdad. Sein Vater wird vermisst. Er arbeitet in einer Autowerkstatt und schwebt zwischen falscher Nostalgie und ungewisser Zukunft in einer gewalttätigen Gegenwart. Im zweiten Teil des Films befinden wir uns mitten im Aufstand der schiitischen Milizen Moqtada Sadrs, der 2004 in Nadschaf stattfand. Schließlich wird die Geschichte eines jungen Kurden erzählt, der ganz andere Träume hat als seine Familie, die sehnsüchtig auf die demokratischen Wahlen nach dem Einzug der US-Amerikaner wartet.
Kaum mag man glauben, dass es sich bei Longleys virtuoser Kameraarbeit um dokumentarisches Material handelt, so lyrisch und intim sind seine Porträts mitunter. Das kommt nicht von ungefähr: Über zwei lange Jahre hinweg erarbeitete sich der Regisseur das Vertrauen seiner Protagonisten.
Diese Geduld hat sich ausgezahlt. Selten sieht man Dokumentarfilme, die sich so respektvoll und zugleich so poetisch ihren Protagonisten nähern. Für seine Arbeit wurde Longley neben zahlreichen Festivalpreisen auch mit einer Oscar-Nominierung belohnt.
Quelle:Internationale Filmtage der Menschenrechte e. V.
| Regie: | James Longley | ||
|---|---|---|---|
| Produzent: | James Longley | ||
| John Sinno | |||
| Kamera: | James Longley | ||
| Schnitt: | James Longley | ||
| Musik: | James Longley | ||
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