Drama über Nelson Mandelas Engagement bei der Zusammenbringung der geteilten südafrikanischen Gesellschaft durch die Rugby-WM 1995. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz51/z0951503/b150x150.jpg Invictus - Unbezwungen

Filmdetails

Invictus - Unbezwungen

Drama über Nelson Mandelas Engagement bei der Zusammenbringung der geteilten südafrikanischen Gesellschaft durch die Rugby-WM 1995.


Invictus - Unbezwungen
Start: 18.02.2010

Originaltitel: Invictus

Drama / Biographie

USA 2009
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Morgan Freeman
Matt Damon
Tony Kgoroge

Regie: Clint Eastwood
Verleih: Warner

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Inhalt

Südafrika 1995: Der gerade zum Präsidenten gewählte Nelson Mandela sieht den Kampf gegen die Nachwehen der Apartheid als sein höchstes Ziel an. Gerade den Sport begreift er als große Chance, das noch immer geteilte Volk zusammenzubringen. So unterstützt er mit allen Mitteln die in Südafrika stattfindende Rugby-WM und die südafrikanische Mannschaft, mit ihrem weißen Kapitän Francois Pienaar. Sein Auftrag: Das Team soll die Weltmeisterschaft gewinnen.


Kritik

Invictus - Unbezwungen

Clint Eastwoods aufrührendes Sportsdrama mit Polithintergrund schildert Nelson Mandelas Bemühen, sein trotz Abschaffung der Apartheid nach wie vor zerrüttetetes Land 1995 durch den Gewinn des Rugby World Cup zu vereinen.

Der mittlerweile mehrfach Oscar-prämierte Regieveteran thematisiert nach "Gran Torino" erneut die Rassismus und das Bemühen, ihn zu überwinden. Basierend auf dem Tatsachenbuch "Playing The Enemy" von John Carlin und strikt auf einen limitierten Zeitraum fokussiert, rückt Drehbuchautor Anthony Peckham ("Sherlock Holmes") die faszinierende Geschichte von Nelson Mandelas meisterhaftem Manöver, eine bitter gespaltene Nation mit Sportsbegeisterung zu versöhnen, ins Rampenlicht. Etwaige Rückblenden über Apartheid-Abscheulichkeiten sowie spätere anhaltende Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen werden vollkommen ausgeklammert. Der Schwerpunkt liegt auf dem unbezwingbaren Charakter Mandelas, der perfekt von Eastwoods "Million Dollar Baby"-Mitstreiter Morgan Freeman (der zudem als einer der ausführenden Produzenten fungiert) verkörpert wird.

Mit Weisheit und Umsicht ist die Politikone darauf bedacht, niederes, wenn auch verständliches Rachestreben der Schwarzen gegenüber der verhassten weißen Minderheit zu vermeiden. Dies wird gleich eingangs anhand der Leibwache des neu gewählten Staatsoberhaupts verdeutlicht. Neben seinen vertrauten schwarzen Bodyguards stellt Mandela auch eine handvoll von weißen Sicherheitsagenten der vorherigen Regierung an. Seine schwarzen Landsleute reagieren darauf im Allgemeinen mit Entrüstung, zumindest aber mit Befremdung. Dieselbe Reaktion schlägt Mandela entgegen, als er das bis dato fast ausschließlich von Weißen bejubelte Rugbyteam der Springboks entgegen des Wunsches des ANC bestehen lässt. Mandela geht noch einen Schritt weiter und arrangiert ein Treffen mit Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon nach seinem übergewichtigen Auftritt in "Der Informant!" wieder muskelgestählt). Das Verliererteam soll den World Cup gewinnen und versuchen, auf dem Weg dorthin mit Schulbesuchen die schwarzen Kinder zu begeistern - eine Aufgabe, die vorrangig von Chester William, dem einzigen schwarzen Spieler, vollbracht wurde. Mit eiserner Disziplin gelingt es der Mannschaft tatsächlich ins Endspiel mit Neuseeland gelangen. Dies wird dann in 18-minütiger Länge voller mitreißender Spannung und Euphorie im Ellis Park Stadium in Johannesburg (der gesamte Dreh wurde in Südafrika abgewickelt) in Szene gesetzt.

Eastwood beweist erneut seine praktisch verankerte Versiertheit, ohne viel Schnörkel ein Maximum an Emotion zu entfesseln und einen ungewöhnlich konventionell erzählten Film zum Erlebnis werden zu lassen. Substanziell tragen dazu natürlich auch Freeman, als vorbildlicher Politiker, der es verstand, mit Charme und scharfem Intellekt zu entwaffnen, sowie ein ebenfalls hervorragender Damon bei. Zwei Zeilen aus dem Titel gebenden und effektvoll zitierten Gedicht von William Ernest Henley aus dem Jahr 1875 summieren die vermittelte Inspiration haargenau: "I am the master of my fate: I am the captain of my soul." ara.

Invictus - Unbezwungen

Darsteller:  Morgan Freeman   als Nelson Mandela
  Matt Damon   als Francois Pienaar
  Tony Kgoroge   als Jason Tshabalala
  Patrick Mofokeng   als Linga Moonsamy
  Matt Stern   als Hendrick Booyens
  Julian Lewis Jones   als Etienne Feyder
  Adjoa Andoh   als Brenda Mazibuko
  Marguerite Wheatley   als Nerine
  Leleti Khumalo   als Mary
  Patrick Lyster   als Mr. Pienaar
  Penny Downie   als Mrs. Pienaar
  Sibongile Nojila   als Eunice
  Bonnie Henna   als Zindzi
  Shakes Myeko   als Sportminister
  Louis Minaar   als Springbok Coach
  Danny Keogh   als Rugby President
  Dan Robbertse   als Boer
  Robin Smith   als Johan De Villiers
  David Dukas   als Captain of 747
  Grant Swanby   als Co-Captain of 747
  Josias Moleele   als Face Painter
  Langley Kirkwood  
  Robert Hobbs  
 
Regie:  Clint Eastwood  
Drehbuch:  Anthony Peckham  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Lori McCreary  
  Mace Neufeld  
  Robert Lorenz  
Ausf. Produzent:  Tim Moore  
  Morgan Freeman  
Buchvorlage:  John Carlin  
Kamera:  Tom Stern  
Schnitt:  Joel Cox  
Produktionsdesign:  James J. Murakami  
Kostüme:  Deborah Hopper  
Casting:  Fiona Weir  

Jogis DFB-Kicker stimmen sich mit "Invictus" auf Südafrika ein

Lahm, Schweinsteiger und der Rest der Deutschen Fußballnationalmannschaft sind begeistert von Clint Eastwoods Sportmeisterwerk "Invictus - Unbezwungen" über das siegreiche südafrikanische Rugby-Nationalteam.

Großansicht War von "Invictus - Unbezwingbar" sehr begeistert: die Deutsche Fußballnationalmannschaft (Foto: Warner)

War von "Invictus - Unbezwingbar" sehr begeistert: die Deutsche Fußballnationalmannschaft (Foto: Warner)

Der Schreck saß nach Kevin Prince Boatengs üblem Foul an Michael Ballack tief bei Nationaltrainer Jogi Löw und der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Mittlerweile haben sich die Wogen etwas geglättet. Trotzdem hat sich Bundes-Jogi wohl gedacht, ein kleiner Motivationsschub im Hinblick auf die in zehn Tagen startende Fußball-Weltmeisterschaft könne nicht schaden. Deshalb durften Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm und der Rest der teutonischen Ballkünstler im Trainingslager in Südtirol Clint Eastwoods beeindruckenden Sportleckerbissen "Invictus - Unbezwungen" in einer exklusiven Vorführung in Bozen sehen.

Der Film thematisiert das Finale der Rugby-Weltmeisterschaft 1995, das für die Südafrikaner zu einem Wendepunkt in ihrer Geschichte wurde - ein gemeinschaftliches Erlebnis, das dazu beitrug, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und neue Hoffnung für die Zukunft zu wecken. Meisterhaft inszenierte Clint Eastwood diesen mitreißenden Film über ein Volk und eine Mannschaft, die über sich selbst hinauswuchsen.

In den Hauptrollen überzeugen Morgan Freeman als Mandela und Matt Damon als Kapitän der Rugby-Nationalmannschaft.

Schweinsteiger weiß um die Bedeutung des Mannschaftszusammenhalts

Die Motivationsspritze kam bei den deutschen Fußballprofis bestens an. "Es ist bewegend zu sehen, wie Nelson Mandela trotz der langjährigen Gefangenschaft seinen langen Weg zur Freiheit gegangen ist" erzählt ein sichtlich gerührter Löw und lobt weiter: "Zudem vermittelt der Film durch Clint Eastwoods Handschrift einen guten Eindruck darüber, welche Bedeutung die Rugby-WM in Südafrika für das Land nach den Zeiten der Apartheid hatte."

Bastian Schweinsteiger ließ sich von der wahren Begebenheit voll mitreißen: "Neben der spannenden Geschichte und den wertvollen Eindrücken von Südafrika haben mich vor allem die packenden Sportszenen fasziniert. Rugby ist ein knallharter Sport, in dem man nur als Team bestehen kann. Wenn man die Eindrücke auf sich wirken lässt, kommt man zu dem Schluss, dass man als Mannschaft mit dem nötigen Zusammenhalt viel bewirken kann. Nicht nur sportlich. Bei der WM 2006 haben wir ja eine ähnliche Situation erlebt."

Kapitän Philipp Lahm beschreibt seine Lieblingsszene so: "Mich hat vor allem die Szene begeistert, in der Nelson Mandela und Springboks-Kapitän Francois Pienaar das sportliche Ereignis auf eine gesellschaftliche Ebene heben."

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