Will Smith
Bill Pullman
Jeff Goldblum
Regie: Roland Emmerich
Verleih: Fox
Der New Yorker Ingenieur David und Experten im Pentagon stellen nach einer Mondverfinsterung und Fernsehempfangs-Störungen fest, daß der Erde die Invasion durch Außerirdische bevorsteht. Als ein Raumschiff ein Flüchtlingscamp im Norden Iraks zerstört und ein weiteres UFO an der kalifornischen Küste explodiert, veranlaßt der amerikanische Präsident die Evakuierung aller Städte.

Sometimes, when it rains, it pours: "Independence Day" zeigt, zu welchen Höchstleistungen Erfolg motivieren kann. "Stargate"-Star Roland Emmerich, in früheren Jahren gerne als "schwäbischer Spielberg" belächelt, verkürzt den Abstand zum großen Vorbild mit diesem Film beträchtlich, der ihm einen Platz auf der Liste der erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten einbringen könnte. Eines steht fest: Das Rennen um die weltweite Boxoffice-Krone 1996 wird zwischen einem Holländer und einem Deutschen ausgetragen.
Muß man jedoch bei Jan de Bonts "Twister" vermuten, daß wenig hängenbleiben wird im kollektiven Bewußtsein außer kurzlebigem Tornado-Grusel, wenn der Boxoffice-Sturm vorüber ist, hat Emmerichs Fabel über die bösen Brüder von "E.T." das Zeug, Teil der Kino-Erinnerung unserer Generation zu werden. "Independence Day" ist eine furios-frische Mischung aus "Krieg der Welten", "Krieg der Sterne" und "Unheimliche Begegnung der dritten Art" mit den besten Zutaten aus "Top Gun", "Der Stoff, aus dem Helden sind" und anderen luftigen Leinwand-Abenteuern der letzten Dekade, sowie schaurig-schönen Reminiszenzen an die großartigen Kommunistenangst-Metaphern der fünfziger Jahre wie etwa "Tarantula". Das dicht gewebte Invasions-Märchen über die drohende Vernichtung der Welt durch unerbittlich bösartige Besucher aus dem All und ihre tollkühne Rettung durch die glückliche Kombination mutiger, kompromißloser Einzelgänger ist ein dramatischer Cocktail, der extrem spannungsreich, überraschend humorvoll und dramaturgisch versiert sein Klassenziel übertrifft. Bereits die von Schauplatz zu Schauplatz rasende Exposition ist ein Feuerwerk dramaturgischen Ehrgeizes, das wie der gesamte Film ein Tempo vorlegt, das nur an wenigen, perfekt plazierten Punkten kurze Verschnaufpausen einlegt, um dann schonungslos weiterzuhetzen, bis die epische Geschichte in ihrer ganzen Breite aufgereiht und zusammengeführt ist.
Wie Spielberg beweist Emmerich dabei beim Casting die glückliche Hand, ausgewiesen talentierte Charakterdarsteller in den Dienst der Geschichte zu stellen, die dem Film mit überzeugenden schauspielerischen Leistungen Tiefe und Breite geben, ohne sie mit Star-Ballast zu erdrücken. Dabei holt er Glanzleistungen aus ihnen heraus: Bill Pullman als aufrechter US-Präsident mit Luke-Skywalker-Qualitäten, Jeff Goldblum als aufmüpfig-widerwilliges Genie mit dem Schlüssel zur Rettung der Menschheit (eine "Jurassic Park"-erprobte Paraderolle für Goldblum), Randy Quaid als eine Art alternde Mischung aus Sam Shepard und Han Solo mit Alkoholproblemen und Will Smith als "Top Gun"-inspirierter Haudegen sind so überzeugend in "Independence Day", daß kaum ein Zuschauer sich ihrem Charme wird entziehen können. Hinzu kommen die detailbesessene Ausstattung, Karl Walter Lindenlaubs immer ins Herz der Szene gehende Kamera und ein Soundtrack, der wie der Film keine Angst vor großen Gesten und Emotionen hat.
Vor allem aber merkt man "Independence Day" an, wieviel Spaß Emmerich und sein Coautor und Produzent Dean Devlin an ihrer Arbeit haben. Dieser Film strotzt nur so von ihrer Freude am Erzählen packender Abenteuer und stellt sich damit komplett in den Dienst des Publikums. Verleiher Fox, Kinobetreiber in aller Welt und vor allem das mit Sicherheit phänomenal zahlreiche Publikum (Branchenbeobachter rechnen mit mehr als einer halben Milliarde Dollar Boxoffice weltweit) werden Emmerich und Devlin dankbar sein für ihre Begeisterung für kompromißloses Unterhaltungskino. dd.
| Darsteller: | Will Smith | als Capt. Steven Hiller | |
|---|---|---|---|
| Bill Pullman | als President Thomas J. Whitmore | ||
| Jeff Goldblum | als David Levinson | ||
| Mary McDonnell | als Marilyn Whitmore | ||
| Judd Hirsch | als Julius Levinson | ||
| Margaret Colin | als Constance Spano | ||
| Randy Quaid | als Russell Casse | ||
| Robert Loggia | als Gen. William Grey | ||
| James Rebhorn | als Albert Nimziki | ||
| Harvey Fierstein | als Marty Gilbert | ||
| Adam Baldwin | |||
| Brent Spiner | |||
| James Duval | |||
| Vivica A. Fox | |||
| Lisa Jakub | |||
| Ross Elliot Bagley | |||
| Mae Whitman | |||
| Bill Smitrovich | |||
| Kiersten Warren | |||
| Harry Connick jr. | |||
| Regie: | Roland Emmerich | ||
| Drehbuch: | Dean Devlin | ||
| Roland Emmerich | |||
| Produzent: | Dean Devlin | ||
| Ausf. Produzent: | Roland Emmerich | ||
| Ute Emmerich | |||
| William Fay | |||
| Kamera: | Karl Walter Lindenlaub | ||
| Schnitt: | David Brenner | ||
| Musik: | David Arnold | ||
| Produktionsdesign: | Patrick Tatopoulos | ||
"2012"-Regisseur Roland Emmerich hat "The Zone" abgeblasen. Angeblich ist der Konkurrenzdruck anderer pseudo-dokumentarischer Filme derzeit zu groß.
In "Independence Day" holte Roland Emmerich schon einmal die Aliens auf die Erde (Foto: Musikarchiv 2)
Roland Emmerichs geplanter Film "The Zone" ist gestorben. "Das ist kein Projekt, das Emmerich zur Zeit fortsetzen wird", heißt es dazu aus dem Umfeld des Blockbuster- und Actionmeisters, der Kracher wie "Independence Day", "2012" oder "Godzilla" schuf. "The Zone" sollte allerdings kein Blockbuster werden, sondern höchstens fünf Millionen Dollar kosten. Für einen Regisseur, der nach eigenen Angaben seit "Stargate" im Jahr 1994 nie für weniger als 100 Millionen Dollar produziert hat, ist das eine merkwürdig kleine Summe. Doch die Frage, wie der Mann, der nur klotzt und nie kleckert, das hätte bewerkstelligen wollen, hat sich nun erledigt.
Als Begründung wird angegeben, dass derzeit einfach zu viele so genannter Found footage-Filme kursieren - Filme, bei denen dem Zuschauer mit vermeintlich echtem Videomaterial und absichtlicher Unprofessionalität bei der Kameraführung Authentizität suggeriert wird. Dies taten höchst erfolgreich zum Beispiel Filme wie "Blair Witch Project", "Cloverfield", "District 9" oder "Paranormal Activity".
Dem Boom folgen demnächst "Skyline" von Colin Strauses, "Super 8" von J.J. Abrams sowie "Apollo 18" von Timur Bekmambetow. Letzter handelt von der gleichnamigen NASA-Mission, die man angeblich doch heimlich durchführte und dabei außerirdisches Leben fand. Spekulationen zufolge ist "Apollo 18" auch der Grund für die Absage des Projekts, denn dieser Film wäre wahrscheinlich zeitgleich mit "The Zone" in die Kinos gekommen und hätte für direkte Konkurrenz gesorgt.
"The Zone" hätte sich übrigens auch um Aliens, die die Erde entern, gedreht. Roland Emmerichs nächster Film heißt "Anonymus" und beschäftigt sich nicht mit Außerirdischen - sondern mit Shakespeare.
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