Gutmütige Screwball-Komödie im Stil Frank Capras, mit dem Homosexualität Hollywoodfähig wird. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz29/z0229294/b150x150.jpg In & Out

Filmdetails

In & Out

Gutmütige Screwball-Komödie im Stil Frank Capras, mit dem Homosexualität Hollywoodfähig wird.


In & Out
Start: 17.06.1998

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Kevin Kline
Tom Selleck
Joan Cusack

Regie: Frank Oz
Verleih: Tobis

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Howard Brackett lebt ungestört als Lehrer in der Provinz - bis er bei der Oscar-Verleihung als schwul geoutet wird und die Nachricht bei allen Kleinstädtern via Fernseher einschlägt und ihn völlig unwissend erwischt. Als besonders hartnäckig tut sich der schwule Sensationsreporter Peter Malloy aus der einfallenden Medien-Meute hervor. Ausgerechnet er leitet Bracketts Selbsterkenntnis ein.


Kritik

In & Out

Die Verzögerungstaktik Paramounts hat sich gelohnt. Statt die gutmütige Homosexuellen-Farce mit Kevin Kline als unbedarftem Kleinstadtlehrer, der bei der Oscar-Verleihung vor weltweitem Publikum als schwul entlarvt wird, im Juni gegen extremes Konkurrenzgetümmel antreten zu lassen, konnte nun beim verspäteten Start mit 15.3 Mio. Dollar der zweitbeste September-Start aller Zeiten erzielt werden.

Drehbuchautor Paul Rudnick verfaßte diese turbulente Screwball-Komödie im traditionellen Stil Frank Capras um das einst undenkbare Tabu- und nun verstärkt in den Mainstream Eingang findende Thema der Homosexualität im sozialen Alltag. Rudnicks Skripte für "Addams Family in verrückter Tradition", die preisgekrönte Homosexuellen-Komödie "Jeffrey" und seine immens beliebte Kolumne im amerikanischen "Premiere"-Magazin unter dem Pseudonym Libby Gelman-Waxner deuten auf sein Gespür für schmunzelnd-selbstironischen Humor mit eigenwilliger Offbeat-Komponente hin. Das klassische Set-Up der kompetenten Frank-Oz-Inszenierung - eine verschlafene Kleinstadt findet sich aufgrund eines gänzlich unerwarteten Skandals in den nationalen Schlagzeilen wieder - wurde durch saftig-hemmungslose Situationskomik, quirlige Figuren und treffende Oneliner (Schwulenikone Barbra Streisand erweist sich als ergiebige Quelle) mit einem koketten Nineties-Twist versehen.

Howard Brackett (Kevin Kline) ist Englischlehrer an der Highschool von Greenleaf, Indiana. Er ist gepflegt, hat gute Manieren, liebt Poesie und wird demnächst nach dreijähriger Verlobung die einstmals übergewichtige Emily (Joan Cusack fügt ihrem Repertoire von liebenswerten Schreckschrauben ein weiteres Glanzlicht hinzu) heiraten. Doch dann wird sein Leben gründlich von einem ehemaligen Schüler, mittlerweile ein gefeierter Hollywoodstar (Matt Dillon herrlich komisch, besonders in einem Clip als homosexueller "Forrest Gump"-Verschnitt) durcheinandergebracht, als er bei dessen Oscar-Rede als schwul geoutet wird. Das gesamte Städtchen ist geschockt - inklusive des zunächst nichts von seiner sexuellen Ausrichtung ahnenden Howard. Beim anschließenden Medienzirkus tritt besonders der schwule Sensations-TV-Journalist Peter Malloy (fabelhaft: Tom Selleck, der sich pikanterweise in der Vergangenheit häufig Vorwürfe der Homosexualität verbat) hervor. Er spielt schließlich einen entscheidenden Part bei Howards Selbstfindung.

Kline bringt hier gekonnt ebenso seine sympathische Jeder-"Dave"-Qualität wie sein in "Ein Fisch namens Wanda" unter Beweis gestelltes Talent für Slapstick (ein Highlight ist sein ekstatisches Gehopse zu dem YMCA-Hit "Macho Man") zum Einsatz. In prägnant-amüsanten Nebenrollen sind Debbie Reynolds als Howards Hochzeiten-vernarrte Mama, Bob Newhart als verklemmt-spießiger Schuldirektor und Supermodel Shalom Harlow selbstparodistisch als Dillons Freundin zu sehen. Die respektlose Verulkung der tuntig-affektierten Manierismen des Protagonisten könnte manchen politisch korrekten Kinogängern säuerlich aufstoßen. Doch tatsächlich wird die heuchlerische Bigotterie der Gesellschaft bloßgestellt und ohne lauttönende Polemik die Wichtigkeit von aufrichtiger (Selbst-)Akzeptanz unterstrichen. ara.

In & Out

Darsteller:  Kevin Kline   als Howard Brackett
  Tom Selleck   als Peter Malloy
  Joan Cusack   als Emily Montgomery
  Matt Dillon   als Cameron Drake
  Debbie Reynolds   als Berniece Brackett
  Wilford Brimley   als Frank Brackett
  Bob Newhart   als Tom Hallwell
  Deborah Rush   als Ava Blazer
  Lewis J. Stadlen   als Ed Kenrow
  Gregory Jbara   als Walter Brackett
  Shalom Harlow   als Sonya
  J. Smith-Cameron   als Trina Paxton
  Kate McGregor-Stewart   als Tante Becky
  Shawn Hatosy   als Jack
  Zak Orth   als Mike
  Lauren Ambrose   als Vicky
  Alexandra Holden   als Meredith
 
Regie:  Frank Oz  
Drehbuch:  Paul Rudnick  
Produzent:  Scott Rudin  
Koproduzent:  G. Mac Brown  
Ausf. Produzent:  Adam Schroeder  
Kamera:  Rob Hahn  
Schnitt:  Dan Hanley  
  Johnny Jympson  
Musik:  Marc Shaiman  
Produktionsdesign:  Ken Adam  
  Charles v. Beal  
Kostüme:  Ann Roth  
Ton:  Danny Michael  

Kevin Kline als Komponist

"Night and Day" könnte man Cole Porters Melodien vor sich hin trällern. "I Get A Kick Out Of You" betört noch heute unzählige Damen, von "I've Got You Under My Skin" mal ganz zu schweigen.

Ähnlichkeit besteht: Kevin Kline

Ähnlichkeit besteht: Kevin Kline

Frank Sinatra, Shirley MacLaine und Fred Astaire sind durch seine Lieder zu Weltstars geworden. Ohne ihn hätte es nie solch wundervolle Musicals wie "Kiss Me Kate", "Can-Can" und "Broadway Melodie" gegeben.

Da wird es höchste Zeit, dass sein Lebenswerk mit einem Biopic gewürdigt wird! Glücklicherweise kam Irwin Winkler auf diese hervorragende Idee. Und weil er in "Life as a House" Kevin Klines Talent für wirklich jede Rolle zu schätzen gelernt hat, traut er ihm auch die des Cole Porter absolut zu.

"De-Lovely" wird das Filmmusical heißen, benannt nach einem von Porters Hits aus der Show "Red, Hot and Blue". Natürlich dürfen dabei die größten Ohrwürmer des amerikanischen Komponisten nicht fehlen, die verschiede Stationen seines Lebens markieren.

Doch es geht nicht nur um Musik in diesem Film. Hauptsächlich will Irwin Winkler die ungewöhnliche Beziehung zwischen Cole Porter und seiner Gattin Linda erzählen. Der homosexuelle Musiker schaffte seinen Durchbruch erst, als er Linda geheiratet hatte. Die beiden hatten eine Art Deal abgeschlossen, in dem eine platonische Beziehung zu Gunsten beider vereinbart wurde: Er bekam Ruhm und Ansehen, sie gesellschaftliche und finanzielle Sicherheit. Ein Leben frei nach dem Motto: "Anything Goes"!

"I Love Paris", dachte sich Kevin Kline, als er "French Kiss" drehte, und zitierte dabei einen Song des Musical-Meisters. Außerdem dürfte er sich in der Rolle ziemlich wohl fühlen, denn seit "In & Out" weiß er bestens Bescheid über die Art, wie Männer küssen. Damit ist er hervorragend gerüstet für den Drehbeginn im Mai.

Star

Kevin Kline

Er pendelt erfolgreich zwischen Theater und Film, wechselt ernste mit komischen Rollen ab und hat seit 1983 ("Der große Frust") fünf Mal für...

Star

Tom Selleck

Amerikanischer Schauspieler, Serienstar, Produzent und Golden-Globe-Preisträger. Als spitzbübischer Privatdetektiv und Vietnamveteran Thomas...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.