Jamal Udin Torabi
Enayatullah
Imran Paracha
Regie: Michael Winterbottom
Verleih: Arsenal
Im Februar 2002 machen sich in einem Flüchtlingslager im Nordosten Pakistans die jungen Afghanen Jamal (Jamal Udin Torabi) und Enayat (Enayatullah) auf den ebenso beschwerlichen wie ungewissen Weg ins goldene Europa. Nach einer bewegenden Abschiedsfeier von der Familie führt ihr abenteuerlicher Weg entlang der alten Seidenstraße über den Iran, die Türkei, Italien und Frankreich bis nach Großbritannien.
Halb dokumentarisches, halb fiktives Flüchtlingsdrama von Michael Winterbottom ("Welcome to Sarajevo"), komprimiert aus über 200 Stunden digital gedrehtem Filmmaterial nach über einem Jahr Vorbereitung.
Michael Winterbottoms authentisches Drama folgt zwei afghanischen Flüchtlingen auf ihrer lebensgefährlichen Odyssee nach England.
Februar 2002: Nach den US-Bombardements auf Afghanistan in der Folge des 11. Septembers leben im Nordosten von Pakistan 53.000 Menschen im No Man's Land des Shamshatoo Flüchtlingslagers - unter ihnen der 16-jährige Jamal (Jamal Udin Torabi).
Als die Familie des älteren Cousins Enayat (Enayatullah) in einer bewegenden Szene beschließt, dem Sohn die Flucht in die Freiheit und in eine bessere Welt zu finanzieren, ist es Jamal, der mit seinen minimalen Englischkenntnissen den Kontakt zu einem Menschenschmuggler herstellt. Der ermöglicht auch Jamal die Reise über den gefährlichen Landweg, natürlich für ein kleines Vermögen.
Diese Odyssee beschreibt Michael Winterbottom im Folgenden mittels einer wahren Flut intensiver Sinneseindrücke, die zunächst Land und Leute näher bringen. Deren zeitweise hoffnungsvolle Lebendigkeit weicht dem spürbar körperlichen Leid der Flüchtlinge auf dem Weg gen Westen.
Halb Dokumentation, halb Fiktion zeichnet sich dieses Roadmovie als Bewusstseinsrüttler mit einer klaren humanitären Intention und bemerkenswerten politischen Reife aus, die weniger Worte als Schicksale sprechen lässt. Autor Tony Grisoni hatte kein durchgängiges Skript mit ausformulierten Figuren und Dialogen vorgelegt, sondern lediglich ein auf Augenzeugenberichten beruhendes Storygerüst und Charakter-Ideen, die auf der Reise während der Aufnahmen ihre Form annahmen.
| Darsteller: | Jamal Udin Torabi | als Jamal | |
|---|---|---|---|
| Enayatullah | als Enayat | ||
| Imran Paracha | als Imran | ||
| Hiddayatullah | als Enyats Bruder | ||
| Hossein Baghaeian | als Behrooz | ||
| Yaaghoob Nosraj Poor | als Kurdischer Vater | ||
| Ghodrat Poor | als Kurdische Mutter | ||
| Jamau | als Enyats Vater | ||
| Nabil Elouhabi | als Yusif | ||
| Kerem Atabeyoglu | als Polizist | ||
| Erham Sekizcan | als Fabrikchef | ||
| Allah Bauhsh | als Farid | ||
| Regie: | Michael Winterbottom | ||
| Drehbuch: | Tony Grisoni | ||
| Produzent: | Andrew Eaton | ||
| Anita Overland | |||
| Koproduzent: | Behrooz Hashemian | ||
| Ausf. Produzent: | Chris Auty | ||
| David M. Thompson | |||
| Kamera: | Marcel Zyskind | ||
| Schnitt: | Peter Christelis | ||
| Musik: | Dario Marianelli | ||
| Ton: | Stuart Wilson | ||
| Joakim Sundstrom | |||
| Casting: | Wendy Brazington | ||
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