Tom Wilkinson
Sissy Spacek
Nick Stahl
Regie: Todd Field
Verleih: UIP
Das beschauliche Kleinstadt-Leben der Fowlers (Sissy Spacek, Tom Wilkinson) ändert sich schlagartig, als sich Sohnemann Frank (Nick Stahl) in eine noch verheiratete Frau und Mutter (Marisa Tomei)verliebt. Deren Ehemann kann die Demütigung des Verlassenwerdens nicht ertragen und schreitet zur (Blut-)Tat. Eine Tragödie, die die Ehe der Fowlers in ihren Grundfesten erschüttert: Nach Franks Tod brechen alle Dämme, die das fragile Zusammenleben gestützt haben.
Packendes Drama und bemerkenswertes Regiedebüt des Darstellers Todd Field.

Fünf Oscar-Nominierungen, darunter als bester Film des Jahres, ein US-Boxoffice von bisher über 30 Mio. Dollar und umfassende Umarmung durch die Filmkritik machen dieses Regiedebüt neben "Monster's Ball" zur Indie-Erfolgsstory des jungen Kinojahres. Eine überwältigende Zwischenbilanz für einen kleinen Film, der eine Familientragödie mit erstaunlicher emotionaler Zurückhaltung in Richtung Vergeltungsthriller führt und für Diskussionen sorgen wird.
Schauspieler Todd Field (der Barpianist in "Eyes Wide Shut"), beginnt seinen Erstling romantisch und sanft, lässt den Wind mit Gras und Blättern spielen, während sich ein Pärchen unter freiem Himmel zärtlich erforscht. Eine Ouvertüre wie eine Hommage an David Leans "Ryan's Tochter" als Kontrast zu einem kalten Finale, das ein Familientrauma durch Gewalt zu lösen scheint, tatsächlich aber seelische Last nur auf eine andere Schulter lädt. 45 Minuten stellt der Film behutsam das Leben der Fowlers (Tom Wilkinson, Sissy Spacek) vor, deren Sohn (Nick Stahl) mit einer allein erziehenden Mutter (Marisa Tomei) eine Affäre begonnen hat, die Spacek, vor allem aber dem unberechenbaren Ex-Mann Tomeis ein Dorn im Auge ist. Auf kleiner Flamme treibt das Dreiecksdrama auf seine Explosion, auf den Tod des Jungen durch seinen frustrierten Rivalen zu. Die Regie verlegt ihn ins Off, vermeidet im Folgenden jede melodramatische Spitze und blendet immer wieder ins Schwarz aus. Die Verlusterfahrung entfremdet die Eltern, Schweigen zieht ein, wo Schuldvorwürfe ausgesprochen werden sollten. Momente von unerträglicher Spannung deuten den inneren Horror an, ohne ihn durch Worte zu banalisieren. Spaceks Gespräch mit einer Freundin, die über ihre 11 Enkelkinder scherzt, ist einer der vielen zwischenmenschlich-atmosphärischen Höhepunkte, Wilkinsons Pokerpartie mit seinen Freunden, die fast in eine emotionale Entladung mündet, ein anderer. Das Rechtssystem, das den Täter mehr als das Opfer schützt, treibt die Eltern auf eine besonders in der Tradition Amerikas begründete Konfliktlösung zu, die Vergeltung an die Stelle von Trauerarbeit setzt. Nach einer explosiven, für das Gewicht der Vorwürfe aber zu schnell versöhnlichen Aussprache setzt Wilkinson gewissenhaft seine Strafaktion um, die für immer an seinem Gewissen haften wird. Die unerbittliche Richtungsänderung zum Thriller überrascht, endet aber nur scheinbar in Erlösung, wenn Spacek befreit Kaffee kocht, Wilkinson aber das Bild von Tomeis einst glücklicher Ehe nicht verlassen will. So ist die gewalttätige Antwort nur Tür zu vielen Fragen, mit denen dieser reife, präzise, aber nicht für die Galerie gespielte Film, der Wilkinson, Spacek und Tomei Oscar-Nominierungen einbrachte, ethische und psychologische Debatten eröffnen wird. kob.
| Darsteller: | Tom Wilkinson | als Matt Fowler | |
|---|---|---|---|
| Sissy Spacek | als Ruth Fowler | ||
| Nick Stahl | als Frank Fowler | ||
| Marisa Tomei | als Natalie Strout | ||
| William Mapother | als Richard Strout | ||
| William Wise | als Willis Grinell | ||
| Celia Weston | als Katie Grinnel | ||
| Karen Allen | als Marla Keyes | ||
| Frank T. Wells | als Henry | ||
| W. Clapham Murray | als Carl | ||
| Justin Ashforth | als Tim | ||
| Terry A. Burgess | als Bezirksanwalt | ||
| Jonathan Walsh | als Pater McCasslin | ||
| Diane E. Hamlin | als Davis' Assistentin | ||
| Camden Munson | als Jason Strout | ||
| Christopher Adams | als Duncan Strout | ||
| Henry Field | als junger Frank | ||
| Deborah Derecktor | als Janelle | ||
| Harriet Dawkins | als Alma Adamson | ||
| Bill Dawkins | als Elwyn Adamson | ||
| Regie: | Todd Field | ||
| Drehbuch: | Rob Festinger | ||
| Todd Field | |||
| Produzent: | Graham Leader | ||
| Ross Katz | |||
| Todd Field | |||
| Koproduzent: | Tim Williams | ||
| Ausf. Produzent: | Ted Hope | ||
| John Penotti | |||
| Buchvorlage: | Andre Dubus | ||
| Kamera: | Antonio Calvache | ||
| Schnitt: | Frank Reynolds | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Produktionsdesign: | Shannon Hart | ||
| Kostüme: | Melissa Economy | ||
| Ton: | Edward Tise | ||
Tom Wilkinson muss sich zur Zeit vorkommen wie ein Glückskind. Am 12. Dezember hat der Brite seinen 54. Geburtstag gefeiert, Weihnachten steht vor der Tür und über mangelnde Rollenangebote kann er sich auch nicht beklagen. Das Beste daran: Die Angebote sind nicht nur zahlreich, sondern auch inhaltlich eine Wucht.
So wird Tom Wilkinson, der für seine Leistung in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert wurde, in "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" mitwirken. Dabei befindet er sich in exzellenter Gesellschaft. Denn auf der Besetzungsliste stehen nur Hollywood-Hochkaräter: Jim Carrey ("Der Mondmann"), Kate Winslet ("Iris"), Kirsten Dunst ("Spider-Man") und Mark Ruffalo ("Windtalkers"). Und auch auf dem Regiestuhl sitzt kein Unbekannter: Michel Gondry ("Human Nature - Die Krone der Schöpfung") wird das Starensemble vor der Kamera dirigieren.
Der Film handelt von einem Paar (Jim Carrey und Kate Winslet), das an dem toten Punkt in ihrer Beziehung angekommen zu sein scheint. In gegenseitigem Einvernehmen entschließen sich die Beiden sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Sie wollen die Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit aus dem Gedächtnis löschen lassen. Betreut werden sie von Dr. Mierzwiak, dargestellt von Tom Wilkinson.
Die Dreharbeiten sollen Mitte nächsten Jahres beginnen.
Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme...
Ihre eigentliche Heimat ist das Melodram der gequälten Herzen. Zart, gebrechlich und leicht trotzig wirkend, gehörte die 1949 geborene Sissy...
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