Von britischem Humor geprägte lockere Komödie über die Erfindung des Vibrators mit überragendem Schauspielensemble. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto46/11460096/b150x150.jpg In guten Händen

Filmdetails

In guten Händen

Von britischem Humor geprägte lockere Komödie über die Erfindung des Vibrators mit überragendem Schauspielensemble.


In guten Händen
Start: 22.12.2011

Originaltitel: Hysteria

Komödie

Großbritannien 2011
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Maggie Gyllenhaal
Hugh Dancy
Jonathan Pryce

Regie: Tanya Wexler
Verleih: Senator

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Inhalt

Ein junger Arzt verliert wegen seiner modernen Ansichten ständig seine Stelle, bis er bei einem Experten für Hysterie und Frauenleiden unterkommt, der bei seinen Patientinnen an intimen Stellen Hand anlegt und Erfolg mit dieser "Behandlung" hat. Bald stehen die Damen beim neuen Doktor Schlange. Als seine Arme schmerzen, verliert er seine Stelle und die Verlobte, das Töchterchen des Chefs. Dafür sprühen die Funken zwischen ihm und deren aufmüpfiger Schwester. Zur Freude der Frauen entwickelt der Medikus aus einem elektrischen Staubwedel den ersten Vibrator.


Kritik

In guten Händen

Von britischem Humor geprägte lockere Komödie über die Erfindung des Vibrators mit überragendem Schauspielensemble.

Was haben das viktorianische England, ein elektrischer Staubwedel und ein Freuden spendender Vibrator gemeinsam? Viel, wenn man Tanya Wexlers opulentem Kostümfilm glaubt. Ihre amüsante Mischung aus Zeitkolorit, frivoler Komödie und romantischer Liebesgeschichte hat alles, was in gute Stimmung versetzt. Der Untertitel hält, was er verspricht: "Noch nie hat es so viel Spaß gemacht, geheilt zu werden".

Zwischen zwei Seiten des viktorianischen Lebens um 1880 herum bewegt sich der junge Arzt Mortimer Granville. Da ist die würdevolle und gediegene von seinem gesellschaftlich anerkannten Chef Dr. Robert Dalrymple, und die aufmüpfige und der Veränderung zugewandte von dessen älterer Tochter, die sich der Arbeit mit Bedürftigen widmet. Erst einmal lernt Granville, der wegen seiner modernen Ansichten über Keimtheorie ständig seinen Job verliert, bei Dalrymple wie man "hysterische" Frauen heilt, nämlich über die natürlich medizinisch legitimierte und auf keinen Fall sexuelle Massage des weiblichen Intimbereichs. Bald stehen die Damen beim fingerfertigen Doktor Schlange, bis seine entzündeten Arme ihm den Dienst und den Ladies die Entspannung versagen, seine Laufbahn und die Verlobung mit der gesitteten jüngeren Tochter ein unbefriedigendes Ende finden. Wie gut dass sein Freund und Wissenschaftler justament einen elektrischen Staubwedel entwickelt, den der Medikus zum Batterie getriebenen Vibrator umwandelt.

Das Ensemble Hugh Dancy, Jonathan Pryce, Rupert Everett bildet ein wunderbar gegensätzliches Männertrio, dem Maggie Gyllenhaal und Felicity Jones in nichts nachstehen. Mit Ironie nimmt der Film die viktorianischen Moralvorstellungen unter die Lupe und entlarvt augenzwinkernd die frauenfeindliche und sexuelle Konnotation vermeidende Diagnostik als Prüderie, führt die männliche Idee von der Penetration als alleinigen Lustfaktor ad absurdum und das alles ohne die drei doch sympathischen Männer in die Pfanne zu hauen.

Die leicht verspielte Lektion über Wissenschaftsglaube, viktorianische Konventionen und gesellschaftlichen Wandel, Frauenemanzipation und Männerirrtümer überzeugt rundum, nicht zuletzt durch die bis ins Detail stimmige Ausstattung bis in die Länge der Gehröcke und Reifröcke hinein. Und das (vorhersehbare) Happy End zwischen Medizinmann und aufrührerischer Tochter macht den Zuschauer glücklich, der bei dieser cleveren Komödie wirklich in den besten Händen ist. mk.

In guten Händen

Darsteller:  Maggie Gyllenhaal   als Charlotte Dalrymple
  Hugh Dancy   als Mortimer Granville
  Jonathan Pryce   als Dr. Dalrymple
  Rupert Everett   als Edmund
  Ashley Jensen   als Fanny
  Sheridan Smith   als Molly
  Felicity Jones   als Emily Dalrymple
  Kate Linder   als Lady Cherwill
  Kim Criswell   als Mrs. Castellari
  Elisabet Johannesdottir   als Mrs. Pearce
  Catherine Meunier   als Patientin
  Leila Schaus   als Tess
  Jules Werner   als Jack
 
Regie:  Tanya Wexler  
Drehbuch:  Jonah Lisa Dyer  
  Stephen Dyer  
Produzent:  Tracey Becker  
  Judy Cairo  
  Sarah Curtis  
Koproduzent:  Bob Bellion  
  Jimmy De Brabant  
Ausf. Produzent:  Kenneth Atchity  
  Claudia Bluemhuber  
  Eric Brenner  
  Stephen Dyer  
  Peter Fudakowski  
  James Gibb  
  Leo Joseph  
  Hakan Kousetta  
  Anouk Nora  
  Sandra Siegal  
  Michael A. Simpson  
Kamera:  Sean Bobbitt  
Schnitt:  Jon Gregory  
Produktionsdesign:  Sophie Becher  
Kostüme:  Nic Ede  
Casting:  Gaby Kester  

Maggie Gyllenhaal verschenkt Vibratoren

Ein ungewöhnliches Thema erfordert ungewöhnliche Geschenke…

Großansicht Zeigt sich freigebig und freizügig: Vibratoren-Fee Maggie Gyllenhaal (Foto: Senator)

Zeigt sich freigebig und freizügig: Vibratoren-Fee Maggie Gyllenhaal (Foto: Senator)

Kleine Präsente fürs Team zu Beginn langer anstrengender Dreharbeiten steigern die Motivation und gehören bei großen Filmen zum guten Ton. Besonders die gut verdienenden Hauptdarsteller sichern sich auf diesem Weg gern das Wohlwollen der Crew. Dabei soll das Geschenk natürlich möglichst zum Film passen, den man gemeinsam dreht.

Das brachte Maggie Gyllenhaal auf eine delikate Idee. Die Schönheit aus "The Dark Knight" und "Secretary" spielt in der neuen Komödie "Hysteria" eine Frau, die zwei Ärzte kennenlernt, die im prüden England der viktorianischen Zeit mehr oder weniger zufällig den Vibrator erfanden. Deshalb verschenkte Gyllenhaal zum Drehbeginn Dildos:

"In 'Hysteria' geht es nun mal um Vibratoren und weibliche Orgasmen", begründet Maggie Gyllenhaal ihre Wahl. "Ich glaube, über dieses Thema wird selten gesprochen, wir fühlen uns dabei immer noch unwohl und werden rot. Also habe ich allen - Schauspielern und Crew - zum Drehstart Mini-Vibratoren geschenkt. Das war ganz schön teuer!"

Nachschub-Dildos

Dabei hat Maggie Gyllenhaal auf ihrer Einkaufstour durch London, wo "Hysteria" gedreht wurde, offenbar bei den Besitzern der Sex-Shops großen Eindruck gemacht: Sie schickten ihr unaufgefordert und kostenlos weitere Vibratoren aus deren Kollektion.

"Bis wir den Film abgedreht hatten, waren etwa 15 Pakete mit Vibratoren bei mir angekommen von Leuten, die in London einen Sexshop betreiben", berichtet Maggie Gyllenhaal. "Das war eine angenehme Überraschung!"

Das gilt übrigens auch für die Patientinnen, die in "Hysteria" von Hugh Dancy und Rupert Everett behandelt werden. Damals war die sexuelle Erregung eine anerkannte Therapie für "Hysterie" - einer Diagnose, unter der man verschiedene psychische Störungen zusammenfasste. Doch weil die beiden Ärzte es wegen der Vielzahl ihrer Patientinnen nicht mehr schafften, alle auf "klassischem" Weg zu behandeln, erfanden sie ein elektrisches Hilfsmittel.

Wie sich dieses delikate Thema auf der Leinwand macht, gibt es ab 22. Dezember zu erleben, wenn "Hysteria" in die deutschen Kinos kommt.

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Maggie Gyllenhaal

Ihr verzückter Ausruf "Wahnsinn! Das ist perfekt - der unbefleckte Orgasmus" war ein Dialog-Highlight in der Erotik-Komödie "40 Tage...

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Jonathan Pryce

* 01.06.1947

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