Originaltitel: Far and Away
USA 1992
Tom Cruise
Nicole Kidman
Thomas Gibson
Regie: Ron Howard
Verleih: UIP
Der irische Bauernbursche Joseph will sich für den Tod seines Vaters an dem Großgrundbesitzer Christie rächen. Der Plan schlägt fehl, und nach einigen Wirren flüchtet Joseph mit Christies snobistischer Tochter Shannon nach Boston. Dort verdient Joseph als Boxer das nötige Geld für die beiden, doch nach einer Niederlage bei einem wichtigen Kampf stehen Joseph und Shannon auf der Straße. Vom Hunger getrieben, brechen sie in ein Haus ein. Dabei wird Shannon schwer verletzt. Joseph bringt sie zu ihrer mittlerweile nach Boston übergesiedelten Familie. Erst beim großen Rennen um das beste Fleckchen Land in Oklahoma treffen sich die beiden heimlich ineinander Verliebten wieder.

Ron Howards ("Backdraft") gigantische Auswanderer-Saga, für die sich der Regisseur lose an der Geschichte seiner eigenen Familie orientierte, ist aufwendige Hollywood-Unterhaltung par excellence. Mit dem Superstar-Ehepaar Tom Cruise ("Eine Frage der Ehre") und Nicole Kidman ("Tage des Donners") als attraktive Zugpferde verwirklichte Howard dieses prächtig anzusehende Epos, dessen extremes Breitwand-Format auf dem Bildschirm leider nicht zu seinem vollen Recht kommt. Schwächen der Handlung und einige arg kitschig geratene Szenen werden von den gigantischen Landschaftsaufnahmen, dem spektakulären Finale und dem vitalen Spiel von Tom Cruise wieder wettgemacht. Nach dem Erfolg im Kino auch auf Video ein Trumpfas.
| Darsteller: | Tom Cruise | als Joseph Donelly | |
|---|---|---|---|
| Nicole Kidman | als Shannon Christie | ||
| Thomas Gibson | als Stephen | ||
| Robert Prosky | als Daniel Christie | ||
| Barbara Babcock | als Nora Christie | ||
| Colm Meaney | als Kelly | ||
| Michelle Johnson | als Grace | ||
| Cyril Cusack | als Danty Duff | ||
| Eileen Pollock | als Molly Kay | ||
| Douglas Gillison | als Dermody | ||
| Wayne Grace | als Bourke | ||
| Niall Toibin | als Joe | ||
| Barry McGovern | als McGuire | ||
| Gary Lee Davis | als Gordon | ||
| Jared Harris | als Paddy | ||
| Steven O'Donnell | als Colm | ||
| Peadar Lamb | als Farmer | ||
| Regie: | Ron Howard | ||
| Drehbuch: | Bob Dolman | ||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Ron Howard | |||
| Kamera: | Mikael Salomon | ||
| Schnitt: | Mike Hill | ||
| Dan Hanley | |||
| Musik: | John Williams | ||
| Produktionsdesign: | Jack T. Collins | ||
| Allan Cameron | |||
Bereits 1939 erschien das Buch zum ersten Mal, sein Autor war danach lange Jahre im Meer des Vergessens versunken. Doch dann wurde "Ask the Dust" aus der Feder von John Fante 1980 wiederaufgelegt...
Und im Vorwort zur neuen Ausgabe erklärte der legendäre Literatur-Rebell Charles Bukowski, dass er nur wegen dieses Buchs Schriftsteller geworden sei. Bukowskis Bekenntnis sorgte prompt dafür, dass die Literaturwelt John Fante wiederentdeckte und fortan als Helden verehrte.
Nun hat auch Hollywood Lunte gerochen und bannt Fantes Hauptwerk "Ask the Dust" auf Zelluloid. Kein Geringerer als Superstar Tom Cruise brachte den Stein mit seiner langjährigen Produktionspartnerin Paula Wagner ins Rollen. Klar, dass bei einem derart illustren Projekt schnell die passenden Darsteller gefunden waren: Mit Colin Farrell, Salma Hayek und nun auch Val Kilmer in den Hauptrollen ist das Einwanderer-Drama hochkarätig besetzt.
Der Beginn des Kultbuchs liest sich erstmal wie die klassische Immigranten-Story: Der ewige Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, lockte einst die Vorfahren des Schriftstellers Arturo Bandini vom Mittelmeer an die Küste Kaliforniens. Doch im Amerika der Großen Depression regnet es in den 30er-Jahren weder Milch und Honig, noch interessieren sich die Verlage sonderlich für einen Jungautoren, der erst eine einzige Kurzgeschichte veröffentlich hat und dazu auch noch Ausländer ist.
"Ask the Dust" bietet also keine Aufsteiger-Klischees wie etwa der jetzige Produzent Tom Cruise einst als Darsteller mit "In einem fernen Land": Arturo Bandini (Farrell) landet stattdessen nach ersten Enttäuschungen bald in einem schäbigen Hotel in einer üblen Gegend von Los Angeles. Dort lernt er die schöne mexikanische Kellnerin Camilla (Hayek) kennen, die sich eine Heirat mit einem reichen Amerikaner (Kilmer) erträumt.
Zwischen dem abgestürzten Schriftsteller und der attraktiven Bardame entspinnt sich eine Hassliebe, die Arturo langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. So werden Bandinis Abstieg und die fatale Beziehung zwischen den beiden Hauptakteuren zum Sinnbild einer Gesellschaft, die unter dem Druck der Armut immer mehr verroht.
Damit wagen sich Cruise und Wagner übrigens deutlich weiter vor als 1989 der belgische Regisseur Dominique Deruddere. Er entfernte sich bei "Warte bis zum Frühling, Bandini" mit Faye Dunaway, Ornella Muti und Michael Bacall doch erheblich von der Romanvorlage und präsentierte eine geschönte Version der Milieustudie.
Produzierte mit Tom Cruise "Mission: Impossible 1-3", "Vanilla Sky" und "Last Samurai": Paula Wagner (Foto: Cruise/Wagner Productions)
Autor John Fante wird die neuen Kinoehren, zu denen sein Hauptwerk jetzt kommt, allerdings nicht mehr erleben. Der Diabetiker konnte sich nach seiner "Wiederentdeckung" nur drei Jahre im unerwarteten Ruhm sonnen, bevor er am 8. Mai 1983 verstarb.
Für Hauptdarsteller Colin Farrell ist "Ask The Dust" das allererste Projekt nach dem langen Dreh zum epischen Sandalenspektakel "Alexander": Bereits Ende Juni stehen die ersten Aufnahmen für die Romanverfilmung auf dem Programm.
Allerdings wird nicht etwa an den Originalschauplätzen im Sonnenstaat Kalifornien gefilmt, sondern stattdessen auf dem Gelände einer High School in Südafrika. Der zum Filmthema passende Grund: In L.A. wäre es deutlich teurer.
Mit seinem achten Film "Top Gun" avancierte Cruise zum Weltstar und wurde als jüngster Hollywood-Schauspieler auf dem Walk of Fame verewigt....
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