Visuell opulentes Science-Fiction-Märchen als Trick- und Realfilmkombination. http://images.kino.de/flbilder/max05/auto05/auto11/05110101/b150x150.jpg Immortal

Filmdetails

Immortal

Visuell opulentes Science-Fiction-Märchen als Trick- und Realfilmkombination.


Immortal
Start: 26.05.2005

Originaltitel: Immortel (ad vitam)

Science Fiction

Frankreich/Großbritannien/Italien 2004
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Linda Hardy
Thomas Kretschmann
Charlotte Rampling

Regie: Enki Bilal
Verleih: Tiberius

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Um seine Unsterblichkeit zu sichern, muss Horus, der falkenköpfige Gott, einmal quer durchs Universum reisen, in die Gestalt eines Erdenwurms schlüpfen und die Vereinigung suchen mit einer blauhaarigen Mutantenfee namens Jill (Linda Hardy). Die ist das Versuchskaninchen einer undurchsichtigen Professorin (Charlotte Rampling). Nicht zuletzt, weil Horus sich für seine Menschwerdung ausgerechnet den Körper des seit dreißig Jahren im Weltall konservierten Staatsfeindes Nikopol (Thomas Kretschmann) aussucht, kommt es dabei zu allerhand Turbulenzen.

Realfilm und Animation, Philosophie und Action verbinden sich zu einem Bilderrausch mit Tiefgang in der effektvollen Leinwandinterpretation eines utopischen Comic-Zyklus von Enki Bilal. Luc Besson produzierte.


Kritik

Visuell opulentes Science-Fiction-Märchen aus Trick- und Realfilmkombination.

Großansicht Horus muss seine Unsterblichkeit sichern (Foto: Tiberius)

Horus muss seine Unsterblichkeit sichern (Foto: Tiberius)

New York 2095. Die Götter haben beschlossen, dass einer von ihnen seine Unsterblichkeit verlieren soll. Der Auserwählte ist der altägyptische Gott Horus. Um seinem Schicksal zu entkommen bleiben ihm nur sieben Tage Zeit, um die blauhaarige Mutantin Jill (Linda Hardy) aufzuspüren und sie zu schwängern. Denn nur so kann er weiterhin unsterblich bleiben.

Doch zuerst muss er in einen menschlichen Körper schlüpfen - in den des politischen Gefangenen Alcide Nikopol (Thomas Kretschmann), der in Stickstoff konserviert wurde und in einer Kapsel herumschwebt. Nebenbei ereignen sich noch ganz andere seltsame Dinge im Herzen der Metropole.

Großansicht Jill kann Horus helfen (Foto: Tiberius)

Jill kann Horus helfen (Foto: Tiberius)

Feinsinnige Zukunftsvision

"Immortal" ist ein aufregendes und visuell fantastisches Science-Fiction-Märchen, dessen Zukunftsvision mit Klassikern wie "Metropolis", "Blade Runner" oder "Das fünfte Element" zu vergleichen ist. Enki Bilal setzte damit die düstere Stimmung und den feinsinnigen Humor seiner ersten beiden Bände des Comic-Zyklus "Alexander Nikopol" für die Leinwand um.

Immortal

Darsteller:  Linda Hardy   als Jill Bioskop
  Thomas Kretschmann   als Alcide Nikopol
  Charlotte Rampling   als Dr. Elma Turner
  Frédéric Pierrot   als John
  Thomas Pollard   als Horus
  Yann Collette   als Froebe
  Derrick Brenner   als Jonas
  Olivier Achard   als Checker
  Corinne Jaber   als Lily Liang
  Joe Sheridan   als Allgood
  Jaquelyn Toman   als Patientin Elma
  Jean-Louis Trintignant   als Jack Turner
 
Regie:  Enki Bilal  
Drehbuch:  Enki Bilal  
  Serge Lehman  
Produzent:  Charles Gassot  
Koproduzent:  Daniel Walker  
Ausf. Produzent:  Dominique Brunner  
Kamera:  Pascal Gennesseaux  
Schnitt:  Véronique Parnet  
Musik:  Goran Vejvoda  
  Sigur Rós  
  Venus  
Produktionsdesign:  Jean-Pierre Fouillet  
  Christophe Faton  
  Stephane Biau  
  Frerique Nouailhat  
Kostüme:  Mimi Lempicka  
Maske:  Nicolas Degennes  
Ton:  Pierre Lenoir  
  Gérard Lamps  
  Laurent Quaglio  
Casting:  Bernard Savin-Pascaud  

"Mein Film ist Kunst UND Kommerz"

In "Immortal" erzählt Enki Bilal ein poetisches, visuell außergewöhnliches SciFi-Märchen im New York des Jahres 2095. Der Film basiert auf Bilals Comic-Trilogie "Alexander Nikopol" und lässt virtuelle 3D-Figuren neben realen Schauspielern auftreten.

Großansicht Vom Comic zum Film: Enki Bilal und seine Heldin Jill (Foto: Tiberius)

Vom Comic zum Film: Enki Bilal und seine Heldin Jill (Foto: Tiberius)

» Wie sind Sie bei der Verfilmung Ihres Comics vorgegangen?

ENKI BILAL:

Ich habe mich für "Immortal" auf die Erinnerung bezogen und meine Comics vor der Adaption nicht erneut gelesen. Mein Koautor Serge Lehman schrieb mir ein kleines Resümee der Trilogie, auf dem ich dann aufbaute.

Ich wollte eine Trennung von den Comic-Zeichnungen, die man sowieso nicht 1:1 übernehmen kann. Kino erfordert eine andere Sprache. Die einzige Figur, die sich nicht sehr verändert hat, ist Nikopol. Er ist menschlich, ein Mann aus der Vergangenheit, ein Fixpunkt, der die Struktur aufrechterhält. Thomas Kretschmann verleiht ihm eine ganz besondere Zerbrechlichkeit.

Großansicht Ganz zerbrechlich: Thomas Kretschmann in "Immortal" (Foto: Tiberius)

Ganz zerbrechlich: Thomas Kretschmann in "Immortal" (Foto: Tiberius)

» Warum die Entscheidung für ihn?

Ich suchte keinen zu bekannten Schauspieler. Man hat mir Franzosen angeboten und Amerikaner - Stars mit Agenturen im Schlepptau oder Leute, die niemand kennt. Durch Patrice Chéreau wurde Produzent Charles Gassot auf Kretschmann aufmerksam. Als ich ihn das erste Mal traf, wusste ich, dass er der Richtige ist.

» Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Charles Gassot?

Ich überlegte mir gerade einen kleinen Film mit meinen Lieblingsschauspielern Jean-Louis Trintignant und Julie Delpy, als Charles mir dieses Wahnsinnsprojekt anbot und vorschlug, mein Comic-Universum mit den besten Mitteln auf die große Leinwand zu bringen. Wie konnte ich da Nein sagen?

Großansicht Moderne zwischen Fantasie und Mythos (Foto: Tiberius)

Moderne zwischen Fantasie und Mythos (Foto: Tiberius)

» Und wie ging es weiter?

"Immortal" ist ein Liebesmärchen und eine hybride Geschichte - schon durch die Mischung von synthetischen und realen Bildern, die Verknüpfung von Moderne und Mythologie.

Obgleich sich der Film nicht an ein Massenpublikum wendet, bekamen wir das Budget von 23 Millionen Euro schnell zusammen. Gedreht haben wir in 16 Wochen, teilweise traditionell, teilweise mit Schauspielern vor Blue Screen. Die Postproduktion dauerte anderthalb Jahre.

Großansicht Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz (Foto: Tiberius)

Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz (Foto: Tiberius)

» Was sind Ihre Erfahrungen mit CGI?

Ich betrat Neuland und wusste nicht, wie das endgültige Resultat aussehen, was aus meinen Vorstellungen und Zeichnungen werden würde, weil irgendwann alles im Computer verschwand. Das ganze Prozedere dauerte mir zu lang. Ich hätte mir einiges auch besser erwartet - mir sind die Figuren in 3D zu wenig realistisch. Andererseits begeistern mich die Möglichkeiten, Fantasien in so verschiedenen Varianten umzusetzen.

In Frankreich hatten wir über eine Million Besucher. Leider dominiert derzeit nicht Kunst, sondern Kommerz, und ich wollte beides abdecken. Die Amerikaner halten uns für verrückt, so viel Geld in einen ambitionierten Film zu stecken. Aber als europäische Regisseure sollten wir uns nicht das auf die Masse gerichtete Mittelmaß zu Eigen machen.

Großansicht New York hat sich bis 2095 doch ziemlich verändert (Foto: Tiberius)

New York hat sich bis 2095 doch ziemlich verändert (Foto: Tiberius)

» Woher kommen Ihre visionären Bilder?

Ich spaziere herum und sammle Eindrücke, die ich als Zeichner auf Papier verarbeite. Manchmal dauert es ewig, bis die Idee reift und der endgültige Auslöser kommt. Doch dann bin ich nicht mehr zu bremsen.

» Ihr Film wird mit "Blade Runner" und "Metropolis" verglichen.

Das schmeichelt mir, nur vergleichen Sie ihn bitte nicht mit "Das fünfte Element" - eine ganz andere Baustelle. Fritz Lang war mit "Metropolis" einzigartig, wie Goya, George Méliès oder Gustave Doré. Bei der Promotion zu "Blade Runner" habe ich Regisseur Ridley Scott in Paris getroffen, und er bedankte sich, weil ich ihn inspiriert hätte. Darauf bin ich stolz.

Großansicht Bilals Stadtbild war Vorlage für prominente Nachahmer (Foto: Tiberius)

Bilals Stadtbild war Vorlage für prominente Nachahmer (Foto: Tiberius)

» Wollen Sie weiter Filme realisieren?

Ich liebe das Kino, bin allerdings kein Freund des Naturalismus, sondern bewege mich lieber in einer imaginären Dimension. Wenn ich zeichne, genieße ich die totale Freiheit. Bei einem Film riskiere ich mehr und fühle mich herausgefordert. Außerdem entgehe ich der Einsamkeit am Schreibtisch, kann mich mit Schauspielern und Technikern austauschen und ins pralle Leben eintauchen.

Ich plane ganz ohne Eile einen nächsten Film - nicht nach einem meiner Comics, sondern nach einem Originaldrehbuch. Natürlich eine Geschichte, die auch als Comic existieren könnte.

Star

Linda Hardy

* 11.10.1973

Star

Thomas Kretschmann

Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...

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