Serienkiller-Thriller, in dem Polizeipsychologe Alex Cross erneut eine junge Frau aus den Händen eines Geiselnehmers retten muss. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf17/b0117997/b150x150.jpg Im Netz der Spinne

Filmdetails

Im Netz der Spinne

Serienkiller-Thriller, in dem Polizeipsychologe Alex Cross erneut eine junge Frau aus den Händen eines Geiselnehmers retten muss.


Im Netz der Spinne
Start: 12.07.2001

Originaltitel: Along Came A Spider

Thriller

USA 2000
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Morgan Freeman
Monica Potter
Michael Wincott

Regie: Lee Tamahori
Verleih: Paramount

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Humor
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Inhalt

Senatorentochter Megan wird von ihrem Lehrer Soneji direkt vor der Nase des Secret Service entführt. Das Motiv des narzisstischen Sonjeis ist sein Verlangen nach der Aufmerksamkeit der Medien und des Polizeipsychologen Alex Cross, mit dem er sich im psychologischen Katz- und Mausspiel messen will. Mit Hilfe der Agentin Jezzie setzt Cross alles daran, Megan zu retten.


Kritik

Im Netz der Spinne

In dem Serienmörder-Thriller "Denn zum Küssen sind sie da" aus dem Jahr 1997 schlüpfte Ausnahmeschauspieler Morgan Freeman ("Sieben") erstmals in die Rolle des Alex Cross. Nun gibt es ein Wiedersehen mit dem distingierten schwarzen Polizeipsychologen in dem spannungsvollen Entführungsreisser "Im Netz der Spinne", der abermals auf einem Krimibestseller von James Patterson basiert. In der Buchreihe erschien dieser vor dem zuerst verfilmten Roman, und auch am Boxoffice hatte die zum Sequel umfunktionierte Story einen Vorsprung. Mit 17,1 Mio. Dollar war das US-Startwochenende um immerhin vier Mio. Dollar besser.

Nachdem der erste Teil von Gary Fleder allzu deutlich die Erfolgsmerkmale von "Sieben" trug, setzt der Neuseeländer Lee Tamahori ("Die letzte Kriegerin") in seiner dritten Hollywood-Studioarbeit weniger auf visuelle Mätzchen, als vielmehr auf grundsolide Spannung. Mit "Im Netz der Spinne" ist ihm ein souveräner Thriller gelungen, der sich vor allem durch sein straffes Tempo auszeichnet. Die von Marc Moss adaptierte Story beginnt mit einer dramatischen Eröffnungssequenz, in der Polizeiass Cross seine Partnerin verliert. Von Schuldgefühlen geplagt, zieht er sich vom Dienst zurück. Doch acht Monate später wird er unfreiwillig in einen sensationellen Kidnappingfall verwickelt. Die Senatorentochter Megan wird von ihrem Lehrer Soneji (Michael Wincott als Ungeheuer mit samtweicher Stimme) direkt vor der Nase des Secret Service entführt. Das Motiv des narzisstischen Sonejis ist jedoch nicht ein erkleckliches Lösegeld, sondern sein Verlangen nach Aufmerksamkeit der Medien und von Cross, mit dem er sich im psychologischen Katz- und Mausspiel messen will. Cross bestreitet die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der in Ungnade gefallenen Secret-Service-Agentin Jezzie Flannigan (Monica Potter aus "Patch Adams"). Während sich im Roman eine (nicht allzu realistsiche) Affäre zwischen den beiden entspinnt, bleibt ihr Verhältnis in Tamahoris Film strikt erotikfrei professionell. Ihre Verbindung fundiert hier vielmehr darauf, dass beide beruflich angeschlagen sind und sich mit der Rettung Megans rehabilitieren wollen. Doch Soneji erweist als eiskalt und gerissen. Er hinterlässt etliche Leichen auf seinem Weg zum angestrebten Ruhm. Bis zur verblüffenden Schlusspointe entspinnt sich ein äußerst ordentliches Suspensenetz. Eines der Highlights ist eine aufregend (wenn auch nicht logisch wasserdicht) orchestrierte Lösegeldübergabe, für die Cross durch ganz Washington sprinten muss.

Freeman gibt einmal mehr eine hervorragende Performance. Mühelos versieht er seine Figur trotz spärlicher Plothilfe durch seine schiere Gegenwart mit Herz und Seele. Potter wirkt dagegen ein wenig hilflos, da sie nicht über das Charisma der "Denn zum Küssen sind sie da"-Heldin Ashley Judd verfügt, um gegen Freeman zu bestehen. Die Produktionswerte sind guter Durchschnitt, ebenso wie der geschickt unauffällig nervenaufreibende Soundtrack: Alles im Dienst eines Thrillers, der nicht mehr will als unterhalten und dieses Versprechen auch einlöst. ara.

Im Netz der Spinne

Darsteller:  Morgan Freeman   als Alex Cross
  Monica Potter   als Jezzie Flannigan
  Michael Wincott   als Gary Soneji
  Dylan Baker   als Ollie McArthur
  Mika Boorem   als Megan Rose
  Anton Yelchin   als Dimitri Starodubov
  Kim Hawthorne   als Agent Hickley
  Jay O. Sanders   als Kyle Craig
  Billy Burke   als Ben Devine
  Michael Moriarty   als Senator Hank Rose
  Penelope Ann Miller   als Elizabeth Rose
 
Regie:  Lee Tamahori  
Drehbuch:  Marc Moss  
Produzent:  David Brown  
  Joe Wizan  
Ausf. Produzent:  Morgan Freeman  
  Marty Hornstein  
Buchvorlage:  James Patterson  
Kamera:  Matthew F. Leonetti  
Schnitt:  Neil Travis  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Produktionsdesign:  Ida Random  
  Sandy Cochrane  
Kostüme:  Sanja Milkovic Hays  
Ton:  Eric J. Batut  

Freeman in "Freedomland"

Morgan Freeman scheint zum Workaholic mutiert. Schon wieder hat er eine Zusage zu einem großen Projekt gegeben. In "Freedomland" übernimmt der Amerikaner die Hauptrolle.

F&uuml;hlt sich top-fit:<br />Morgan Freeman

Fühlt sich top-fit:
Morgan Freeman

Zeit zum Ausspannen hat Morgan Freeman derzeit nicht eingeplant. Normalerweise gönnt sich der Vorzeigemime schon mal ein Jahr Leinwandpause. So war er 1999 und 2001 in keinem einzigen Film zu sehen. Wenn er aber mal am Arbeiten ist, dann werkelt er im Akkord. Beispiel gefällig: Im Jahr 2000 wirkte er gleich in drei Filmen mit ("Under Suspicion - Mörderisches Spiel", "Im Netz der Spinne", "Nurse Betty") und auch im letzten Jahr hatte er zwei große Auftritte ("High Crimes", "Der Anschlag").

2003 geht ähnlich arbeitsam weiter. Nachdem er schon die Zusage für die Fortsetzung von "Sieben" gegeben hatte, hat er sich jetzt auch die Hauptrolle in "Freedomland" geangelt. Der Film basiert auf dem Kriminalroman "Wintermärchen" von Richard Price.

Die Geschichte, die Michael Winterbottom inszeniert, erzählt von einer verzweifelten Mutter, deren Kind auf mysteriöse Weise entführt wird. Die anschließende Suche nach der Wahrheit erweist sich als gefährliches Unterfangen. In die Rolle der Mutter wird Julianne Moore schlüpfen.

Die erste Klappe fällt im September.

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