Originaltitel: Io non ho paura
Italien/Spanien/Großbritannien 2002
Giuseppe Cristiano
Mattia Di Pierro
Adriana Conserva
Regie: Gabriele Salvatores
Verleih: Studiocanal
Im Sommer 1978 entdeckt der kleine Michele (Giuseppe Cristiano) beim Spielen mit seinen Freunden auf einem verlassenen Bauernhof in Apulien in einem verdreckten Erdloch einen halb verwilderten, blinden und ausgehungerten Knaben seines Alters. Michele freundet sich mit dem "Wolfsjungen" an, bringt ihm heimlich Nahrung und stellt fest, dass niemand im Dorf von dem Jungen zu wissen scheint. Umso schlimmer ist sein Erwachen, als sich die eigenen Eltern im heimlich belauschten Gespräch als Entführer oder zumindest Mitwisser outen. Michele muss eine Entscheidung treffen...
Mehr als tausend Entführungsfälle beunruhigten die italienische Öffentlichkeit in den wilden 70ern. Nach zahlreichen einheimischen Exploitation- und TV-Varianten gewinnt nun mit Gabriele Salvatores ("Mediterraneo") ein Kinokünstler dem ebenso brisanten wie dankbaren Thema neue Perspektiven ab.
Beeindruckendes italienisches Filmkunstwerk über einen Jungen, der entdeckt, dass seine Eltern mit Entführern im Bunde sind.
Im flirrenden Hochsommer 1978 erobern Michele (Giuseppe Cristiano) und seine fünf Freunde in einem kleinen Dorf in Apulien, das nur aus vier Häusern besteht, mit Fahrrädern die Hecken und Weizenfelder der Umgebung. Auf einem verlassenen Bauernhof findet Michele in einem Erdloch einen verdreckten, verschorften, blinden und ausgehungerten Knaben seines Alters.
Michele freundet sich mit dem angeketteten "Wolfsjungen" an, bringt ihm heimlich Essen und Wasser. Als er erkennt, dass die Eltern mit dem unheimlichen Gast Sergio (Diego Abatantuono) zu den Entführern dieses Filippo gehören, ist seine Kindheit verloren. Michele trifft eine Entscheidung: Er schützt die hilflose Kreatur, trägt Filippo ins Freie.
Nach dem Roman "Die Herren des Hügels" von Niccolò Ammaniti inszeniert Regisseur Gabriele Salvatores ("Mediterraneo") einen großen Film über kleine Leute und das abrupte Ende einer Kindheit.
Das ästhetisch beeindruckende kleine Kunstwerk überzeugt durch erstaunliche Kinderdarsteller, knappe präzise Dialoge, eine traumhafte Lichtregie und eine Kamera, die konsequent aus der Perspektive der Protagonisten aufnimmt.
| Darsteller: | Giuseppe Cristiano | als Michele | |
|---|---|---|---|
| Mattia Di Pierro | als Filippo | ||
| Adriana Conserva | als Barbara | ||
| Fabio Tetta | als Teschio | ||
| Giulia Matturo | als Maria | ||
| Stefano Biase | als Salvatore | ||
| Fabio Antonacci | als Remo | ||
| Aitana Sánchez-Gijón | als Anna | ||
| Dino Abbrescia | als Pino | ||
| Diego Abatantuono | als Sergio | ||
| Giorgio Careccia | als Felice | ||
| Antonella Stefanucci | als Assunta | ||
| Riccardo Zinna | als Pietro | ||
| Michele Vasca | als Candela | ||
| Susy Sanchez | als Filippos Mutter | ||
| Regie: | Gabriele Salvatores | ||
| Drehbuch: | Niccolò Ammaniti | ||
| Francesca Marciano | |||
| Produzent: | Maurizio Totti | ||
| Riccardo Tozzi | |||
| Giovanni Stabilini | |||
| Marco Chimenz | |||
| Ausf. Produzent: | Maurizio Totti | ||
| Buchvorlage: | Niccolò Ammaniti | ||
| Kamera: | Italo Daniele Petriccione | ||
| Schnitt: | Massimo Fiocchi | ||
| Musik: | Pepo Scherman | ||
| Ezio Bosso | |||
| Produktionsdesign: | Giancarlo Basili | ||
| Kostüme: | Patrizia Chericoni | ||
| Florence Emir | |||
| Ton: | Mauro Lazzaro | ||
| Casting: | Fabio Scamoni | ||
| Fabiola Banzi | |||
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