Rundum vergnügliche Fortsetzung des digitalen Animationshits um eine ungewöhnliche urzeitliche Tierfreundschaft.
Vier Jahre nach dem ersten Teil bringt die neue Eiszeit Fun in den Frühling. Doch die Helden wittern eine Katastrophe: Eine Flut wird kommen.
Solche Bilanzen machen Eiszeiten cool: brummiger Dickhäuter, hungriger Langzahn und quasselnder Nager werden Freunde, retten ein Baby vor seinem Schicksal als Proteinsnack und versetzen sieben Millionen deutsche Kinofans in Partystimmung. Klar, dass der digital animierte Roadtrip "Ice Age" fortgesetzt wird.
Dabei hat sich nicht nur die Tricktechnik verbessert, sondern auch das Erdklima, das Rattenhörnchen Scrat bei der Futterverteidigung noch zu Höchstleistungen trieb. Das Eis taut, die Erde wird zum gigantischen Vergnügungspark mit Wasserrutschen, Pools und Geysiren für Warmduscher.
Aufgetaut und hungrigDie schlechte Nachricht: Die Wärme hat auch schockgefrostete Riesen-Reptilien befreit, die Manny & Co an die Wolle wollen. Vor allem aber lässt sie Gletscherdämme schmelzen. Damit droht dem Tal, in dem sich Mammut Manny, Säbelzahntiger Diego und Faultier Sid (Otto, wer sonst) gerade eingerichtet haben, eine Flutwelle, die alles Leben unter sich begraben würde.
Aus dieser Situation ergibt sich der Auftrag für das tierische Trio: Sie müssen die Tiere vor der Katastrophe warnen und das Tal durchqueren, um sich zu retten.
Zwischen Mammut und OpossumNatürlich brummt auch "Ice Age 2" wieder vor Slapstick, Situationskomik, Dialogwitz und Filmzitaten, die bereits den Vorgänger unwiderstehlich machten. Als Bonus sorgt neues Personal für komische Highlights. Manny lernt Mammut-Dame Ellie kennen. Doch der Weg ist weit bis zur Familiengründung, weil die Mehrtonner mehr streiten als flirten.
Erschwerend kommt hinzu, dass Elli sich für ein Opossum hält und mit zwei risikoverliebten Kamikaze-Opossums, mit denen sie aufwuchs, durch die Gegend zieht. Und weil auch Eicheljäger Scrat wieder Gas gibt und sogar einem Schwarm Piranhas die Zähne verbeult, ist ein turbulenter Familienspaß garantiert.
von Peter Koberger
veröffentlicht am 20-03-2006 um 17:23
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Die Eiszeit geht zu Ende, alles taut und der Wasserspiegel steigt bedrohlich. Das Mammut Manny, der Säbelzahntiger Diego und das Faultier Sid treffen bei ihrer Flucht auf Eddie und Crash, zwei Opossums mit ihrer "Schwester" Elli, die zwar ein Mammut ist, sich aber für ein Opossum hält, was im Verlauf des Films noch zu gewissen Problemen und auch Erheiterungen führen wird. Die Gruppe wandert gemeinsam weiter und besteht zahlreiche Abenteuer, um schließlich eine neue Heimat zu finden.
"Ice Age 2" ist kein bloßer Fortsetzungsfilm, der vom Erfolg seines Vorgängers zu zehren versucht. In "Ice Age 2" stecken jede Menge Herzblut, Kreativität, Erzählfreude und technischer und filmischer Ehrgeiz. Klänge es nicht beinahe vermessen, müsste man Teil 2 sogar noch besser als den Vorgänger bezeichnen. Die Haare etwa, animationstechnisch eine echte Herausforderung, verblüffen in vielen Einstellungen. Der Film wagt sich ja sogar ins Wasser, auch das kein einfaches Sujet, und wie nebenbei glänzen und trocknen die Tierhaare dann in der Eiszeitsonne. "Ice Age 2" ist ein Höhepunkt des Animationsfilms, ganz sicher ein Kinoereignis des Jahres 2006, ein rundum gelungener Film, an dem die ganze Familie Spaß finden kann - Familienunterhaltung vom Feinsten.
Geboten werden Geschichten für die ganze Familie, für Kinder aller Alterstufen verständlich, und beständig mit erzählerischem Mehrwert auch für Erwachsene, Geschichten in Geschichten, Details und Beobachtung in Überfülle. Zum Beispiel der an Mr. Bean erinnernde Krisengewinnler oder die Karawane der Mistkäfer ("Müssen wir diesen Mist denn mitnehmen", stöhnt Vater Mistkäfer balldrehend zu seiner Frau). Ja, es wird sogar thematisiert, wie schwer es ist, Kindern die richtige Geschichte richtig zu erzählen. Und nebenbei werden die Varianten des Katastrophenfilms derart duchdekliniert, dass der Filmfreund sich vergnüglich ergötzt.
Die Freuden und gelegentlichen Probleme des menschlichen Zusammenlebens spiegeln sich in der liebenswerten Tiergesellschaft wider. Extra visueller Spaß und dramaturgische Spannung sind auch garantiert, wenn Scrat, das prähistorische Urhörnchen, als running gag immer wieder ins Bild rückt und mit all seinen zur Verfügung stehenden Kräften einer Eichel nachjagt.
Die archaischen Gestalten der Tiere sind liebevoll witzig gestaltet, die Dialoge pointiert und schlagfertig. Die deutsche Synchronisation von Otto Waalkes (Sid), Arne Elsholtz, Thomas Fritsch und Daniela Hoffmann treffen die animierten Charaktere perfekt. Das Sounddesign unterstreicht die Szenen des brechenden Eises, der Wasserstrudel und Killerfische. (...)
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Irgendwann in grauer Vorzeit findet die Eiszeit ihr Ende, und globale Erwärmung macht auch das Tal von Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und Faulpelz Sid zu einem wärmeren, komfortableren Fleckchen Erde. Eigentlich könnte also jeder mit Ausnahme vielleicht eines gewissen, stets vom Pech verfolgten Eichhörnchens zufrieden und glücklich sein, als die drei Freunde eine unschöne Entdeckung machen. Die Sonne hat das Eis im oberhalb des Tales gelagerten Gletscher geschmolzen. Bricht nun ein Damm, droht eine Flutkatastrophe.
Im Nachfolger des bis dato zweiterfolgreichsten CGI-Animationsfilms an deutschen Kinokassen treffen die bekannten Charaktere unter neuer Regie (Carlos Saldanha) auf alte wie neue Herausforderungen.
| Originaltitel | Ice Age 2: The Meltdown |
| OV | Ja |
| OmU | - |
| Genre | Trickfilm / Komödie |
| Filmpreis |
|
| USA-Start | 31.03.2006 |
| Kinostart (D) | 06.04.2006 |
| Besucher (D) | 8.732.556 |
| Einspielergebnis (D) | € 48.717.718 Bes. (EDI) 8.732.556 Bes. (FFA) 8.729.455 |
| FSK | o.A. (ohne Altersbeschränkung) |
| WWW | - |
Chris Wedge
Scrat
Jon Vitti
Drehbuch
Lori Forte
Produzent
Christopher Meledandri
Ausf. Produzent
Chris Wedge
Ausf. Produzent
Harry Hitner
Schnitt
John Powell
Musik
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