Jim Carrey
Ewan McGregor
Leslie Mann
Regie: Glenn Ficarra, ...
Verleih: Alamode (24 Bilder)
Steven Russell lebt als Polizist mit Frau und Kind in Georgia. Doch sein Leben ist eine Lüge: Steven ist tatsächlich schwul, sagt sich von seiner Familie los, zieht nach Florida und hält sich mit Betrügereien über Wasser, um seinem Liebhaber ein schönes Dasein zu ermöglichen. Im Knast lernt Steven die große Liebe kennen, die er mit allen Mitteln umgarnt: Phillip Morris erwidert die Gefühle. Wieder draußen, finanziert sich Steven wieder mit Betrügereien, die größer und aufwendiger denn je sind. Nur Phillip darf davon nichts mitkriegen.

Komödie und Tragödie, Hochstapler- und Schwulenfilm - den "Bad Santa"-Autoren Glenn Ficarra und John Requa gelingt in ihrem Regiedebüt ein schwieriger Spagat.
In "Citizen Kane"-Manier beginnt der Film. Held Jim Carrey alias Steve Russell lässt auf dem Totenbett sein Leben Revue passieren. Vorzeigefamilienmensch ist er zunächst, Vorzeigepolizist, ein Mann, der in der Kirche Orgel spielt und gemeinsam mit der Gattin (Leslie Mann) abends betet. Die Freizeit verbringt er mit der Suche nach der leiblichen Mutter, die ihn als Kind weggab. Als er sie findet, will sie immer noch nichts von ihm wissen. Daraufhin bricht er mit aller Bürgerlichkeit, verlässt die Familie, zieht nach Miami, wo er endlich er selbst sein kann: schwul, selbstbewusst, flamboyant. Doch la dolce vita kostet viel, Steve betätigt sich als Hochstapler - höchst erfolgreich. Bis die Kreditkartenbetrügereien auffliegen, er hinter Gittern landet und dort auf den Mann seiner Träume trifft.
"I Love You Phillip Morris", der Titel ist Programm, Steves Treiben ausschließlich Folge seiner nie abebbenden Liebe zum Titelhelden, den der stoppelbärtige Sternenkrieger Ewan McGregor mit Schmachtblicken und femininen Bewegungen höchst glaubwürdig zum Leben erweckt. Die "Bad Santa"-Autoren Glenn Ficarra und John Requa führen nach eigenem Drehbuch erstmals Regie, haben sich für ihr Debüt einer wahren Geschichte angenommen. Was sich im Inhalt etwas schräg liest, entpuppt sich auf der Leinwand als solider, authentisch und einfühlsam erzählte Mainstream-Arbeit, die in ihren besten Momenten durchaus an Ang Lees ähnlich gelagerten Meilenstein "Brokeback Mountain" erinnert - mit einem entscheidenden Unterschied: Hier wird primär auf Komödie gesetzt, das Drama schleicht sich erst spät - und nicht unbedingt zum Vorteil des Werks - in die Handlung ein.
(Inzwischen) gewohnt gut, weil zappel-gebremst und mit eher kontrollierter Mimik, sorgt Carrey in "Truman Show"-Manier für die Lacher, ob als "Anwalt", der in dieser Funktion seinen Lover regelmäßig im Gefängnis besucht, als Ausbrecherkönig oder einfach als Charmeur, der spielend auch Richter um den Finger wickelt. McGregor hat bei dieser Romanze um Lüge und Liebe den undankbareren Part, gibt den passiven, schüchternen Beau, dem wenig Raum bleibt, gegen den Partner anzuspielen und der sich damit begnügen muss, in mit Gegenlicht gefilmten Kussszenen (Kamera: Xavier Pérez Grobet) gut auszusehen. Zu erwähnen bleibt, dass die Finanzierung des Projekts sich schwierig gestaltete und erst zustande kam, als Luc Besson ("Taxi") als ausführender Produzent mit einstieg. Er hat klar erkannt, dass es im Film nicht primär um Homosexualität geht, sondern um echte Liebe, den ewigen Drang nach Freiheit und die schwierige Suche nach sich selbst. geh.
| Darsteller: | Jim Carrey | als Steven Russell | |
|---|---|---|---|
| Ewan McGregor | als Phillip Morris | ||
| Leslie Mann | als Debbie Russell | ||
| Rodrigo Santoro | als Jimmy Kemple | ||
| Regie: | Glenn Ficarra | ||
| John Requa | |||
| Drehbuch: | Glenn Ficarra | ||
| John Requa | |||
| Produzent: | Andrew Lazar | ||
| Far Shariat | |||
| Koproduzent: | Miri Yoon | ||
| Ausf. Produzent: | Luc Besson | ||
| Buchvorlage: | Steve McVicker | ||
| Kamera: | Xavier Pérez Grobet | ||
| Schnitt: | Thomas J. Nordberg | ||
| Musik: | Nick Urata | ||
| Produktionsdesign: | Hugo Luczyc-Wyhowski | ||
| Kostüme: | David C. Robinson | ||
| Casting: | Bernard Telsey | ||
In der neuen Komödie "The Beaver" führt Jim Carrey hitzige Diskussionen mit seinem besten Freund - einer Stoffpuppe in Bibergestalt.
Spielt in seiner neuen Komödie mal wieder einen ganz schrägen Vogel: Jim Carrey (Foto: Kurt Krieger)
Eines der derzeit heißesten Drehbücher Hollywoods lässt die Filmmetropole Kopf stehen. Geschrieben hat es Kyle Killen, der damit momentan die Liste der besten noch zu produzierenden Filme anführt. Dementsprechend groß ist das Interesse der Stars. Ganz vorne dabei: Jim Carrey. In der durchgeknallten Komödie geht es um die Beziehung zwischen einem Mann und dessen bestem Freund - einer Handpuppe in Bibergestalt! Mit dem Stoffnager spricht er und behandelt ihn wie einen Kumpel.
Das Ganze soll eine Mischung aus "Being John Malkovich" und "Lars und die Frauen" sein. Nachdem zu Beginn Jay Roach als heißer Kandidat für den Regiestuhl gehandelt wurde, zeichnet sich nun Jodie Foster als Chefin im Ring ab. Die 46-Jährige feierte mit "Das Wunderkind Tate" und "Familienfest - und andere Schwierigkeiten" beachtliche Regieerfolge. Für Carrey wäre es in diesem Jahr ein weiteres Projekt nach "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte", "I Love You Phillip Morris" und "The Three Stooges".
Mit der Gesichtsgymnastik eines gurgelnden Gummischlauchs und als anarchischer Körperverrenker mit garantierter Turbokomik übertrifft Jim Carrey...
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