Originaltitel: The Hunting Party
USA/Kroatien 2007
Richard Gere
Terrence Howard
Jesse Eisenberg
Regie: Richard Shepard
Verleih: Central
Viele Jahre stand Kriegsberichterstatter Simon Hunt (Richard Gere) im Kugelhagel der Konfliktbrennpunkte, aus denen er live mit seinem Kamermann Duck (Terrence Dashon Howard) berichtete - bis er genug Gräuel gesehen hat und den zynischen Job hinschmeißt. Doch ein paar Jahre später treffen sich beide in Sarajewo wieder, wo ein trügerischer Frieden herrscht. Mit dem TV-Neuling Benjamin (Jesse Eisenberg) wollen sie den Kriegsverbrecher Lisica stellen, der sich in den Bergen verschanzt hat.
Richard Gere packt eine seiner besten Leistungen aus in diesem politisch engagierten und überaus UN/US-kritischen Thriller. Richard Shepard ("Mord und Margaritas") dosiert Action und packendes Drama, ohne ins Reißerische abzugleiten.
Richard Gere jagt mit Buddy Terrence Dashon Howard einen gefährlichen Kriegsverbrecher in den Bergen Bosniens. Action, Abenteuer und Adrenalinstoß garantiert.
Sie sind immer heiß auf eine Story, bewegen sich zwischen den Fronten und setzen ihr Leben aufs Spiel: Kriegsberichterstatter. Einer von ihnen ist Simon Hunt (Richard Gere), ein mit allen Wassern gewaschener Reporter, der vor nichts und niemanden Angst zeigt, sondern mit Kameramann Duck (Terrence Dashon Howard) an den brenzligsten Brennpunkten der Welt zu finden ist - Irak, Somalia oder Bosnien.
Der Medien-Darling kann sich vor Preisen kaum retten. Aber selbst der Emmy-Award lässt ihn kalt, ihn treibt die Neugier, die prickelnde Lust an der Gefahr. Bis der Zyniker eines Tages das Morden nicht mehr ertragen kann, genug hat von Kommentaren zum Tod Unschuldiger. Völlig von der Rolle hält er seinen Hintern mit der unmissverständlichen Aufforderung "Fuck Off" in die Kamera und schockt die Nation. Ende einer glanzvollen Karriere.
Nach Simons Absturz kriegt Duck eine Beförderung nach der anderen. Zufällig treffen sie sich fünf Jahre später in Sarajevo und Hunt macht ihm ein exklusives Angebot. Er weiß, wo der meistgesuchte bosnische Kriegsverbrecher (Ähnlichkeiten zum Massenmörder Radovan Karadzic sind nicht zufällig!) steckt und will ihn ans Messer liefern, das Kopfgeld kassieren.
Auftakt einer unglaublichen Geschichte, einer riskanten "Hunting Party", die die beiden ausgebufften Männer und einen Jung-Journalisten ins Herz der Finsternis führt.
Bewegendes Drama, Polit-Thriller, Action-Movie - Regisseur Richard Shepard gelingt ein optimaler Genre-Mix. Man fiebert mit bei dieser packenden Jagd, die den Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen katapultiert.
Die Besetzung ist Spitze: Terrence Dashon Howard als Kameramann, Jesse Eisenberg als Greenhorn und Richard Gere, der sich ausgebrannt am Abgrund bewegt, keine Lust mehr hat, den coolen Typen zu markieren und seine eigenen Regeln aufstellt - die charmanteste Silberlocke der Welt in einer Paraderolle.
| Darsteller: | Richard Gere | als Simon Hunt | |
|---|---|---|---|
| Terrence Howard | als Duck | ||
| Jesse Eisenberg | als Benjamin | ||
| Diane Kruger | als Mirjana | ||
| James Brolin | als Franklin Harris | ||
| Goran Kostic | als Srdjan | ||
| Mark Ivanir | als Boris | ||
| Regie: | Richard Shepard | ||
| Drehbuch: | Richard Shepard | ||
| Produzent: | Mark Johnson | ||
| Scott Kroopf | |||
| Paul Hanson | |||
| Ausf. Produzent: | Bill Block | ||
| Adam J. Merims | |||
| Kamera: | David Tattersall | ||
| Schnitt: | Carole Kravetz | ||
| Musik: | Rolfe Kent | ||
| Produktionsdesign: | Jan Roelfs | ||
| Kostüme: | Beatrix Aruna Pasztor | ||
| Casting: | Joyce Nettles | ||
Auch mit 58 sieht er noch verdammt gut aus: Frauenschwarm Richard Gere jagt in "Hunting Party" in abgewetzten Klamotten einen Kriegsverbrecher. Der Buddhist hält wenig von Promi-Kultur, wie er im Interview verrät, aber sehr viel von der Liebe.
Seit "Pretty Woman" ist Richard Gere der absolute Traummann vieler Frauen (Foto: Kurt Krieger)
» Sie spielen in "Hunting Party" keinen Verführer, sondern einen ausgebrannten Kriegsreporter im Bosnienkrieg. War das etwas Besonderes für Sie?
RICHARD GERE: Schon lange vor den Dreharbeiten zu "Hunting Party" habe ich mich mit dem Krieg auf dem Balkan beschäftigt, weil ich selbst rausfinden wollte, was los war und mich nicht auf verlogene Regierungsverlautbarungen oder Zeitungsberichte verlasse.
Der Stoff ist höchst brisant, die Rolle sehe ich als Geschenk. Man muss doch mal darüber nachdenken, warum nach Jahrhunderten Menschen in Sarajewo, Lhasa in Tibet oder Jerusalem plötzlich aufeinander losgehen. Wenn der Film da eine Überlegung anstoßen kann, bin ich happy.
In "Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird" zeigt sich Gere von einer ganz anderen Seite (Foto: Central)
» Haben Sie dem romantischen Liebhaber abgeschworen?
Nein, gerade habe ich mit Diane Lane "Nights in Rodanthe" abgedreht, eine Romanze für Erwachsene. Ich liebe Frauen und Geschichten über Männer und Frauen. Ein Leben ohne Liebesbeziehungen wäre doch nur halb so schön.
» Fühlen Sie sich durch Ihr Image als Sex-Symbol geschmeichelt?
Dieses Image juckt mich nicht. Ich war mal der Rock'n'Roll-Typ mit langen Haaren und klimpere heute noch auf der Gitarre. Aber was da alles über mich erzählt wurde, war oft ziemlicher Schwachsinn und hatte nichts mit mir zu tun. Die ganze Promi-Kultur ist aufgeblasen und nur Show. Ich fühle mich stinknormal und nicht als Star, der sogenannte Glamour ist nur ein winziger Teil von mir.
Er spielt einen Kriegsberichterstatter, der hinter einem serbischen Kriegsverbrecher her ist (Foto: Central)
» Wie schaffen Sie es, im hektischen Filmbusiness die Ruhe als Buddhist zu bewahren?
Buddhist wird man ja nicht über Nacht. Da steckt viel harte Arbeit und noch mehr Geduld dahinter. Unsere Kinder sollten schon früh lernen, anderen Menschen nicht weh zu tun und auch Tiere als Lebewesen zu achten.
» Und was machen Sie, wenn eine Mücke Sie piesackt?
Bitte nicht weitersagen: Aber da vergesse ich schon mal alle guten Vorsätze und haue einfach drauf.
Früher stand Gere für Ekstase, heute vermittelt er Erleuchtung. Kaum ein Star vereint solche Widersprüche in sich: Buddhismus und Materialismus...
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