Eine Gruppe Teenager ist auf dem Weg zu einer vor Seattle gelegenen Insel, auf der der Welt größter Rave stattfindet. Glücklicherweise verpassen sie zunächst ihre Fähre, während menschenfressende Zombies die Party überfallen und alles niedermetzeln, was im Drogenrausch auf der Tanzfläche zu finden ist. Dann bietet ein Fischer den Kids die Mitfahrt auf seinem Boot an - nicht ahnend, was sie auf der Isla del Morte erwartet.

Nach "Wrong Turn" kommt mit der Sega-Videospielverfilmung ein weiterer deutsch-amerikanisch koproduzierter Horrorschocker in die US-Kinos. Das von Uwe Boll ("Amoklauf") cartoonhaft inszenierte Blood, Guts &Gore-Zombiespektakel hat immerhin einen originellen Knochen in seinem anderweitig weitgehend geklonten Filmkadaver vorzuweisen: den Zwischenschnitt von Szenen aus dem eigentlichen Videospiel, um die matschigen Brutalitäten an den inhumanen Monstern für die Altersfreigabe in die richtige Perspektive zu setzen. Das eine Videopremiere umgangen wurde, ist wohl vor allem auf den Erfolg von Genrecousin "Resident Evil" zurückzuführen.
Begonnen wird mit einem ominös klingenden Voiceover des Protagonisten Rudy (Jonathan Cherry aus "Final Destination 2"), der sich zurückerinnert, weshalb seine Freunde tot sind und es nach verwesenden Leichen stinkt. Er erzählt von einer Gruppe junger Leute, bestehend aus drei sexy Mädels und zwei Normalos (wie üblich von eifrigen Nobodys verkörpert), die das Boot zum "Rave des Jahres" auf der Isla del Muerte versäumt haben. So heuern sie den Fischkutter von Captain Kirk (Boll-Regular Jürgen Prochnow hat sich mal wieder zum Bootsdienst hinreißen lassen) und seinem misstrauischen Skipper Salish (Clint Howard, Bruder von Oscar-Gewinner Ron) an.
Am Ziel finden sie zunächst keine Menschenseele vor und entsprechend typischer Horrortradition stolpern sie von einem fatalen Faux pas in den nächsten. Das erste Paar, das sich mit ein wenig Zweisamkeit den Hormonhaushalt ausbalancieren will, macht tödliche Bekanntschaft mit blutdurstigen Zombies. Fortan kämpfen die Überlebenden (nach einem lustigen Schnellkursus im Waffen-Einmaleins) mit der Höllenbrut, die versiert mit Gewehren, Macheten, Beilen, Messern und Dynamit zu Fleischbrei verarbeitet wird.
Bei diesen ausgedehnten Blut und Körperteile sprühenden Actionszenen zeigt Regisseur Boll eine Affinität für den so genannten Bullett-Time-Effekt aus "Matrix" und setzt neben 360-Grad-Umkreisungen auch die entsprechenden Zeitlupeneffekte ein. Eine Hommage an "Der weiße Hai" und "Freitag der 13." wird gleich zu Beginn eingebaut, wirkt allerdings als plumpe Entschuldigung, auch ein paar nackte Brüste zu präsentieren. Hingepfeffert wirken auch die Referenzen der Drehbuchautoren Mark A. Altman und Dave Parker, die von "Raumschiff Enterprise" über "Die Nacht der lebenden Toten"-Kultregisseur George Romero hin zu "Nosferatu" (Teile der sepiagefärbten Rückblenden für die historische Hintergrundgeschichte) und TV-Hero "McGyver" reichen.
Die musikalische Untermalung besteht aus einem konventionell klingenden Orchesterscore, der mit Rap- und Technoklängen versetzt wurde. Für sonderlich viel Leben in den Lichtspielpalästen wird dieser formelhafte Horror, der letztlich nicht mehr sein will, als ein auf Filmlänge ausgedehnter Videogame-Werbespot, wohl nicht sorgen. Auf DVD/VHS sollte sich der entsprechende Blutzoll allerdings einstellen. ara.
Sie kommt als Vampirmischling auf die Welt und ist dazu verdammt zwischen den Welten zu wandeln - stets auf der Suche nach Frischblut.
Genaugenommen ist Bloodrayne im gleichnamigen Spiel für Konsole und PC aber gar kein Vampirfräulein, sondern eine Dhampirin: Ein Bastardkind aus der ungewollten Verbindung zwischen Vampir und Mensch.
So besitzt sie neben sämtlichen Vorteilen der Vampire - ungeheure Stärke, besondere Wahrnehmung, tödlicher Biss - auch einige ihrer Nachteile, wie beispielsweise Lichtempfindlichkeit oder den ständigen, nervenaufreibenden Drang nach Blut.
Das und überhaupt ihr ganzes Dasein stinkt der bildhübschen, rothaarigen Bloodrayne und sie beschließt, Rache an ihrem Vater zu nehmen. Er war der Vampir, der die ungewollte Verbindung mit ihrer menschlichen Mutter forcierte.
Diese Aufgabe übernimmt der Spieler am Computer und steuert die Dhampirin in der klassischen "Tomb Raider"-Ansicht durch stimmungsvolle Szenarien à la "Resident Evil". Das Spiel ist extrem actionhaltig, unbarmherzig, blutberauscht und erschien aus diesen Gründen wohl auch nicht in der Bundesrepublik.
Der geplante Film wird es hoffentlich in die Kinos schaffen - gegen eine Freigabe ab 18 wäre ja nichts einzuwenden, die Fans wären vielleicht sogar begeistert.
Entstehen wird die Kinoadaption in Rumänien unter den strengen Regisseursaugen Uwe Bolls ("House of the Dead"). Der gebürtige Wermelskirchener hat sich in den letzten Jahren auf das Verfilmen von Games konzentriert und gilt bei Insidern als Spezialist für diese Aufgabe. So plant er nebenbei bereits das nächste Projekt: Das Kult-Adventure "Alone in the Dark" soll ebenfalls von ihm auf Zelluloid gebannt werden.
Zur Zeit hält er jedoch noch Ausschau nach Drehorten für "Bloodrayne" in den Karpaten. Die Suche nach der Hauptdarstellerin ist allerdings abgeschlossen: die sexy Terminatrix Kristanna Loken wird den Part des männermordenden Vamps übernehmen.
Erste Erfahrungen mit deutscher Regiearbeit durfte die 24-jährige bereits vor der Kamera von Uli Edel ("Letzte Ausfahrt Brooklyn") in dessen TV-Mehrteiler "Die Nibelungen-Sage" sammeln.
Teil Zwei des Erfolgsspiels erscheint übrigens diesen Sommer in Japan, ein Deutschland-Release ist bisher nicht bekannt. Im Herbst kommt dann noch das passende Comic-Heft zum Spiel. Die Fangemeinde wird so schnell keine Langeweile ereilen, auch wenn's mit dem Kinofilm noch etwas dauert.
Sein markantes pockennarbiges Gesicht und die männliche Körpersprache, der harte, oft abweisend wirkende Gestus seiner Figuren und die...
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