Jay Hernandez
Derek Richardson
Eythor Gudjonsson
Regie: Eli Roth
Verleih: Sony Pictures
Im Osten Europas ist das Leben billig. Das müssen die College Boys und Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) schmerzvoll am eigenen Leibe erfahren, als sie schlecht beraten von Amsterdam nach Bratislava jetten, um sich dort von wohlfeilen Ludern verwöhnen zu lassen. Statt heißen Miezen treffen die US-Kids nämlich auf eine florierende Subindustrie, bei der solvente Kunden die hohe Kunst des Mordens üben.
Quentin Tarantino präsentiert eine schön trashige Horror-Vision, ausgewogen pendelnd zwischen "Road Trip"-Sexklamauk und ultrasadistischem Kettensägengemetzel. Eli Roth ("Cabin Fever") inszenierte.
Quentin Tarantino ("Kill Bill"), Scott Spiegel ("Tanz der Teufel 2") und Regisseur Eli Roth sorgen unermüdlich für Terror in diesem nervenzerfetzenden Horror-Thriller.
Einen Eurotrip der finstersten Sorte erleben die amerikanischen Backpacker Paxton (Jay Hernandez aus "Im Feuer") und Josh (Derek Richardson), die noch mal richtig Spaß haben wollen, bevor sie der Ernst des Lebens einholt. In einem Amsterdamer Coffeeshop genießen sie Komasaufen, Kiffen und willige Girls, sind aber stets offen für den nächstgrößeren Kick.
Da kommt ein Geheimtipp gerade recht: In der Slowakei soll es eine berüchtigte Herberge geben, in der einem die freizügigsten Wünsche erfüllt werden. Gemeinsam mit ihrem neuen Kumpel, dem Isländer Oli, reisen sie nach Bratislava, um auf Aufreißtour zu gehen.
Das Ziel ihrer Träume ist jedoch Ort ihres fürchterlichsten Alptraums: In dem Hostel lauern hübsche Lockvögel, die ihre ahnungslosen Opfer mit falschen Versprechen ködern - und direkt in die Arme barbarischer Schlächter führen. Als sie merken, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen, ist es bereits zu spät.
Mit Härte und boshaften satirischen Querschlägen katapultiert sich Eli Roth in die Oberliga der Angstfürsten. Dieser schonungslos authentische, lebensechte Schreckenstrip ist finster und intensiv. Denn die verheißungsvollen Jungdarsteller, denen man bekanntlich mehr zumuten darf als etablierten Stars, gehen an ihre Grenzen. Eins ist sicher: In diesem Hostel will keiner einchecken!
| Darsteller: | Jay Hernandez | als Paxton | |
|---|---|---|---|
| Derek Richardson | als Josh | ||
| Eythor Gudjonsson | als Oli | ||
| Barbara Nedeljáková | als Natalya | ||
| Jana Kaderabkova | als Svetlana | ||
| Jan Vlasák | als niederländischer Geschäftsmann | ||
| Rick Hoffman | als amerikanische Geschäftsmann | ||
| Jennifer Lim | als Kana | ||
| Regie: | Eli Roth | ||
| Drehbuch: | Eli Roth | ||
| Produzent: | Mike Fleiss | ||
| Eli Roth | |||
| Chris Briggs | |||
| Ausf. Produzent: | Boaz Yakin | ||
| Scott Spiegel | |||
| Kamera: | Milan Chadima | ||
| Schnitt: | George Folsey Jr. | ||
| Musik: | Nathan Barr | ||
| Produktionsdesign: | Franco-Giacomo Carbone | ||
| Kostüme: | Franco-Giacomo Carbone | ||
| Casting: | Ivan Vorlicek | ||
| Kelly Wagner | |||
Nach "Cabin Fever" legt Regisseur Eli Roth nun mit "Hostel" einen weiteren Horror-Hit vor. Der Schocker landete sogar auf Platz eins der US-Charts und war so erfolgreich, dass Teil zwei bereits in Arbeit ist.
» Seit "Cabin Fever" werden Sie als Wunderkind des Horrorgenres gefeiert. Hollywood muss Sie mit Angeboten überhäufen.
ELI ROTH: Das kann man wohl sagen, aber die meisten Drehbücher kann man vergessen. Ich traf mich mit vielen Studiobossen und bekam immer wieder zu hören, was man bei einem Horrorfilm alles nicht darf. Bei einem möglichen Projekt kam ich mal mit dem Vorschlag, einen Zehnjährigen in der Anfangsszene von seinem Kuschelteddy zerstückeln zu lassen, was natürlich abgelehnt wurde.
» Mit welcher Begründung?
Dass Kinder im Film nicht gekillt werden dürfen. Die haben mir vorgerechnet, dass ein Horrorfilm von 40 Millionen Dollar für ein breites Publikum bestimmt ist, und dass diese Zuschauerzahl nicht möglich wäre, wenn er erst ab 18 Jahren freigegeben wäre. In Hollywood geht man auf Nummer sicher und das widerspricht nun mal der Natur eines Horrorfilms, der in Gefahrengebiete eindringt, die uns Angst machen.
» Wie viel Geld stand Ihnen für "Hostel" zur Verfügung?
Vier Millionen Dollar. Aber das ist mir lieber als mit 25 Millionen einen Film zu machen, der sich nichts traut. Selbst bei "Hostel" gab es Diskussionen, als man bei Sony die Folterszenen sah und man mir sagte, so einen Film könnte man nicht herausbringen.
» Gab es mit den Sexszenen in "Hostel" ebenfalls Probleme?
Sex im Film ist in Amerika ein richtiges Tabuthema. Da gibt es Fernsehserien wie "24" und "CSI", in denen viele Gewaltsequenzen vorkommen und die Leute lieben es. Aber sobald die Brustwarzen von Janet Jackson zu sehen sind, gerät das Land in Aufruhr.
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