Fritz Karl und Elmar Wepper als Vater und Sohn in einem sehenswerten romantischen Heimatdrama. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto29/11290702/b150x150.jpg Hopfensommer

Filmdetails

Hopfensommer

Fritz Karl und Elmar Wepper als Vater und Sohn in einem sehenswerten romantischen Heimatdrama.


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Inhalt

Vater und Sohn Singhammer leben seit langem im Streit. Karl hat den väterlichen Hopfenhof früh verlassen und arbeitet lieber für einen globalen Bierbrauer, anstatt sich daheim schikanieren zu lassen. Als der Patriarch kurz vor der Hopfenernte einen Schwächeanfall hat, kehrt Karl zurück. Er erfasst rasch, was auf dem Hof im Argen liegt, aber ehe er seine Reformansätze realisieren kann, kehrt der ruhelose Vater heim. Gleichzeitig verliebt sich Karl in eine Stripperin aus München.


Kritik

Hopfensommer

Auch wenn die ARD diesem Film das Prädikat "Moderner Heimatfilm" verleiht, letztlich geht es auch hier nur um ein Thema: Bauer sucht Frau.

Allerdings dauert es eine Weile, bis das Drehbuch von Produzent Hermann Kirchmann zur Sache kommt, und auch darin liegt ein Reiz dieses Dramas. Vor allem aber hat es mit Elmar Wepper und Fritz Karl zwei sehenswerte Hauptdarsteller zu bieten: Vater und Sohn Singhammer leben seit langem im Streit. Sohn Karl hat den väterlichen Hopfenhof in der bayerischen Hallertau früh verlassen und arbeitet lieber für einen globalen Bierbrauer, anstatt sich daheim von Vater Josef schikanieren zu lassen. Als der Patriarch kurz vor der Hopfenernte einen Schwächeanfall hat und ins Krankenhaus muss, alarmiert seine Frau (Gaby Dohm) den Sohn. Der erfasst rasch, was auf dem Hof im Argen liegt, aber ehe er seine Reformansätze realisieren kann, kehrt der ruhelose Josef heim; und für zwei Anführer ist der Betrieb nicht groß genug.

Die Details des Hopfenanbaus und die Diskussionen über die Modernisierung des Hofs sind durchaus interessant, aber ungleich dramatischer ist eine Erzählebene, die Kirchmanns Drehbuch zunächst bloß andeutet: Josef Singhammer macht seinen Sohn für den Tod der Schwester verantwortlich; das Mädchen ist als Kind im Dorfteich ertrunken. Seither hatten die Frauen nie eine echte Chance bei Karl. Als er Jahrzehnte später die kleine Marie aus dem Wasser fischt, lernt er auf diese Weise ihre Mutter Sophie (Christina Hecke) kennen, eine Frau aus der Gegend, die allerdings in München lebt und als Stripperin arbeitet.

Zu den gelegentlichen Schwächen des Films (Regie: Christian Wagner) gehört auch die zweite Begegnung zwischen den beiden, denn obwohl Karl ungewöhnlich zurückhaltend auf Sophies Lebensunterhalt reagiert, lässt sie ihn buchstäblich und unangemessen brüsk sitzen. Kirchmanns Erzählweise mutet einige Male ohnehin nicht bloß episodisch, sondern auch etwas sprunghaft an. Das fällt allerdings nicht weiter störend ins Gewicht: Die Handlung mag überschaubar sein, aber trotzdem passiert dauernd was. Mal kommt es zur Annäherung zwischen Karl und der geschiedenen Nachbarin (Eva Schudt), für die er aber nur brüderliche Gefühle hegt, mal erleidet Vater Josef eine Herzattacke, dann droht ein Unwetter die Ernte zu vernichten; und natürlich gibt es ein Wiedersehen zwischen Karl und Sophie, der ihr Beruf deutlich mehr Kopfzerbrechen bereitet als ihm. Interessant auch, dass Karl ständig die Zeit findet, sich mit den beiden Frauen zu treffen, obwohl mehrfach betont wird, wie viel Arbeit auf dem Hof wartet. Aber das belegt nur, worum es in dieser Geschichte wirklich geht. tpg.

Hopfensommer

Darsteller:  Elmar Wepper   als Josef Singhammer
  Gaby Dohm   als Franziska Singhammer
  Fritz Karl   als Karl Singhammer
  Anna Schudt   als Leni
  Christina Hecke   als Sophie Kreilinger
  Toni Arjeton Osmani   als Yuri
  Sigi Zimmerschied   als Vinzenz Huber
  Mona-Leen Schuller   als Marie Kreilinger
  Simon Zagermann   als Rüdiger Kreilinger
  Sebastian Weber   als Randy
  Joy Maria Bai   als Yasmin
  Guido Wenzl   als Toni Huber
  Alexander Reichl   als Maximilian
  Nicholas Reichl   als Konstantin
  Wiebke Puls   als Ärztin
  Felix Steitz   als Karl als Kind
  Adam Markiewicz   als Lazlo
 
Regie:  Christian Wagner  
Drehbuch:  Hermann Kirchmann  
  Dr. Ulrike Stephan  
Produzent:  Hermann Kirchmann  
Kamera:  Thomas Mauch  
Schnitt:  Heidi Handorf  
Musik:  Jürgen Ecke  
Produktionsdesign:  Renate Schmaderer  
Kostüme:  Lisa Meier  
Maske:  Sandra Lipps  
Ton:  Marc Parisotto  
Casting:  Franziska Aigner  

Star

Elmar Wepper

Er spielt vorzugsweise gestandene gut situierte Männer in krisenfesten Berufen, Unternehmer oder Ehemänner in Scheidung, Anwälte oder Köche...

Star

Gaby Dohm

Gaby Dohm begann ihre Karriere als Bühnenschauspielerin. Einem Millionenpublikum wurde sie allerdings als nette Schwester Christa in der legendären...

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