Originaltitel: Hollywood Homicide
USA 2003
Harrison Ford
Josh Hartnett
Lena Olin
Regie: Ron Shelton
Verleih: Columbia Tristar
Wenn Detective Gavilan (Harrison Ford) vom LAPD grade keine Schwerverbrecher niederstreckt, bessert er sein karges Polizeigehalt als Immobilienmakler auf. Sein junger Kollege K.C. Calden (Josh Hartnett) träumt dagegen von einer Karriere als Schauspielgott (mindestens) und unterrichtet einstweilen im Nebenberuf Yoga. Als die beiden ungleichen Partner mit einem Mord im gehobenen R&B-Musikgeschäft konfrontiert werden, stellen sie schnell fest, dass mehr hinter dem Fall steckt als nur eine Rivalität unter Gangbangern.
Auf Erinnerungen des Polizeiveteranen Robert Souza basiert dieses deutlich lichtere LA-Cop-Portrait von "Dark Blue"-Macher Ron Shelton. Harrison Ford und Josh Hartnett harmonieren glänzend als Buddy-Duo in dieser Kriminalkomödie mit Tiefgang.
Wenn das Gehalt nicht mehr für die dritte Exfrau ausreicht, müssen auch Cops einen Nebenjob annehmen. Das bringt Zoff in der Glitzermetropole Hollywood.
Wirtschaftskrise im Kino: Sogar Polizisten brauchen mittlerweile mehr Geld, gerade wenn sie älter sind, ihren Kindern Unterhalt zahlen oder mal die Gattin wechseln.
Also macht der mit allen Wassern gewaschene Cop Joe Gavilan (Harrison Ford) einen Fernkurs als Wohnungsmakler, sein Partner K. C. Calden (Josh Hartnett) jobbt als Yogalehrer.
Denn auch junge Polizisten wollen schicke Autos, und K. C. will außerdem Schauspieler werden, wenn er schon der Hollywood Division zugeteilt ist.
Also zitiert er während wilder Verfolgungsjagden Tennessee Williams, versucht Marlon Brando zu ähneln und widmet sich nach Dienstschluss der sexuellen Recherche. Da bleibt wenig Energie zur Aufklärung der Morde in einem HipHop-Club. Aber das Gewitter von Gags, die hier herniederprasseln, lässt sowieso kaum Zeit, sich zu sehr mit kriminellen Aspekten zu befassen.
So ist nicht nur die Lösung des Falls eine ausgelassene Verquickung unterschiedlicher Interessen, sondern die ganze Komödie ein Geniestreich des Regisseurs Ron Shelton.
| Darsteller: | Harrison Ford | als Joe Gavilan | |
|---|---|---|---|
| Josh Hartnett | als K.C. Calden | ||
| Lena Olin | als Ruby | ||
| Bruce Greenwood | als Lieutenant Bennie Macko | ||
| Isaiah Washington IV | als Antoine Sartain | ||
| Lolita Davidovich | als Cleo | ||
| Keith David | als Leon | ||
| Master P. | als Julius Armas | ||
| Dwight Yoakam | als Leroy Wasley | ||
| Martin Landau | als Jerry Duram | ||
| Lou Diamond Phillips | als Wanda | ||
| Gladys Knight | als Olivia Robidoux | ||
| Meredith Scott Lynn | als I.A. Detective Jackson | ||
| Tom Todoroff | als I.A. Detective Zino | ||
| James MacDonald | als Danny Broome | ||
| Kurupt | als K-RO | ||
| André Benjamin | als Silk Brown | ||
| Alan Dale | als Commander Preston | ||
| Clyde Kusatsu | als Coroner Chung | ||
| Eric Idle | als Celebrity | ||
| Frank Sinatra jr. | als Marty Wheeler | ||
| Robert Wagner | als Robert Wagner | ||
| Johnny Grant | als Johnny Grant | ||
| Smokey Robinson | als Taxifahrer | ||
| Regie: | Ron Shelton | ||
| Drehbuch: | Ron Shelton | ||
| Robert Souza | |||
| Produzent: | Lou Pitt | ||
| Ron Shelton | |||
| Koproduzent: | Allegra Clegg | ||
| Robert Souza | |||
| Ausf. Produzent: | David v. Lester | ||
| Joe Roth | |||
| Kamera: | Barry Peterson | ||
| Schnitt: | Paul Seydor | ||
| Musik: | Alex Wurman | ||
| Produktionsdesign: | James Bissell | ||
| Christa Munro | |||
| Kostüme: | Bernie Pollack | ||
| Ton: | Kirk Francis | ||
| Casting: | Ed Johnston | ||
Die lebende Hollywood-Legende Harrison Ford spielt zusammen mit Jung-Star Josh Hartnett in "Hollywood Cops". Das neue Werk von Regisseur Ron Shelton bringt eine ganz neue, humorvolle Art beim "Indiana Jones"-Darsteller zum Vorschein.
» Herr Ford, vom Kauf welcher Immobilien würden Sie momentan absolut abraten?
HARRISON FORD: Um ehrlich zu sein, ich habe von Immobilien nicht die geringste Ahnung. Ich habe eigentlich immer nur Häuser für mich oder meine Familie gekauft. Aber damit kenne ich mich nicht wirklich aus. Ich bleibe bei der Schauspielerei. Ich mag meinen Job.
» Was treibt sie eigentlich immer noch an, vor der Kamera zu stehen. Geld und Ruhm kann es wohl nicht sein, davon haben sie genug. Was lässt sie morgens aus dem Bett springen?
Ich arbeite gerne! Ob es darum geht, ein Dach einzudecken, oder hinter den Kindern herzuputzen oder irgendetwas zu reparieren - ich arbeite gerne. Es definiert mich als Person, es strukturiert meinen Tag und mein Leben. Das ist sehr wichtig. Und da ich nun mal am besten darin bin, vor der Kamera zu stehen, tue ich es.
» Schreinern sie noch?
Nein, leider nicht mehr. Mir fehlt einfach die Zeit dazu. Und wenn man aus der Übung kommt, fehlt einem irgendwann auch das Händchen dafür. Mit Holz zu arbeiten ist wie ein Instrument, wie eine Violine, zu spielen. Man muss permanent üben, um nicht schlechter zu werden.
» Zu ihrer aktuellen Arbeit "Hollywood Cops". Als Polizist kennen wir Sie, aber so lustig waren sie dabei noch nie. Hat's Spaß gemacht?
Auf alle Fälle. Es ist sehr wichtig, verschiedene Genres abzudecken. Man muss variabel bleiben. Bei "Hollywood Cops" hat besonders die Unterschiedlichkeit der beiden Figuren den Reiz ausgemacht. Josh Hartnett rennt wie ein Irrer dem Bösewicht hinterher, während ich einem Mädchen das Fahrrad abnehme, um ihn zu verfolgen.
» Einige Kritiker vergleichen Josh Hartnett mit dem jungen Harrison Ford. Was halten sie davon?
Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Josh ist Anfang 20, ich war bereits über 30 als ich meine ersten Erfolge auf der Leinwand hatte. Ich glaube, dass man uns allein schon deshalb sehr schwer vergleichen kann.
» Sie machen eine Menge ihrer Stunts selbst, während erheblich jüngere Schauspieler sehr viel mehr mit Doubles arbeiten. Isajiah Washington und Josh Hartnett haben sich sogar beschwert, dass Sie sie zu Stunts gezwungen hätten. Warum nehmen Sie den Stuntleuten ihren Job weg?
Ich nehme ihnen nicht den Job weg. Ich sehe nur meine Rolle als Schauspieler auch unter physischen Aspekten. Und ich mag es ganz einfach, bei mir und auch bei meinem Gegenüber, die Anstrengung und manchmal die Gefahr zu spüren. Für Schauspieler ist es so leichter zu spielen, und auf der Leinwand sieht es besser aus. Das macht die Rollen oft realistischer
» Sie arbeiten häufig noch an den Skripts nach und haben jede Menge Erfahrung im Geschäft. Hätten sie nicht Lust, selbst als Regisseur zu arbeiten?
Nein, ehrlich gesagt überhaupt nicht. Ich habe "K-19" mitproduziert, weil ich so helfen konnte, den Film auf die Beine zu stellen. Aber wie gesagt, ich mag meinen Job als Schauspieler. Den Rest sollen andere übernehmen. Ich habe so schon genügend Verantwortung den Filmen gegenüber.
» Wie gehen Sie bei einer solch professionellen Haltung mit Misserfolg um? "Hollywood Cops" ist in Amerika gefloppt.
Ich würde nicht sagen, dass er gefloppt ist. Er hatte das Pech, in einer Zeit zu starten, in der ein Mega-Blockbuster den anderen gejagt hat. Da ist es für kleine Filme schwierig sich durchzusetzen. Aber deswegen kann man nicht von einem Flopp sprechen.
» Das Angebot für "Indiana Jones IV" haben sie angenommen. Was können Sie uns darüber verraten?
Nur soviel: Frank Darabont sitzt eifrig am Drehbuch und im Sommer oder Herbst nächsten Jahres fangen wir zu drehen an. Mehr weiß ich selbst noch nicht.
» Wird Steven Spielberg nun Regie führen? Es gab Gerücht, er sei ausgestiegen.
Wo haben sie denn das her? Aus dem Internet? Natürlich wird Steven die Regie übernehmen. Es ist sein Projekt, sie sollten nicht alles glauben, was im Netz steht.
» Sie halten sich bewusst aus dem ganzen Hollywood-Rummel heraus, versuchen sogar ihr Privat-Leben völlig von der Öffentlichkeit abzuschotten. Wie sehen Sie z. B. die politischen Ambitionen von Arnold Schwarzenegger?
Das sehe ich sehr kritisch. Aber da ich in Wyoming lebe und auch eingetragener Wähler bin, verfolge ich den Wahlkampf in Kalifornien aus der Distanz und betrachte das ganze eher als Theater. Mehr nicht.
Dass Harrison Ford 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt wurde und 2008 zum vierten Mal die Filmikone "Indiana Jones...
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