Kleiner französischer Film, der sich kulinarischen Genüssen verschrieben hat. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf26/b9626008/b150x150.jpg Hippolytes Fest

Filmdetails

Hippolytes Fest

Kleiner französischer Film, der sich kulinarischen Genüssen verschrieben hat.


Hippolytes Fest
Start: 25.07.1996

Originaltitel: Au Petit Marguery

Komödie

Frankreich 1995
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Stéphane Audran
Michel Aumont
Alain Beigel

Regie: Laurent Bénégui
Verleih: Time

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Im Pariser Feinschmeckerlokal "Au Petit Marguerey" kocht Wirt und Meisterkoch Hippolyte zum letzten Mal. Der Grund: Hippolyte hat Geruchs-, sowie Geschmacksinn verloren und bereitet sich auf einen längeren Krankenhausaufenthalt vor. 15 Gäste haben sich versammelt um das letzte Mal die große Kochkunst des Meisters zu genießen und vor allem um in den Erinnerungen vergangener Tage zu schwelgen.


Kritik

Hippolytes Fest

Herzstück dieser kammerspielartig inszenierten Tragikomödie ist ein großes Abschiedsfestessen, das der Titelheld in seinem traditionsreichen Pariser Bistro "Au Petit Marguery" feiert. Der langjährige Küchenchef muß aus gesundheitlichen Gründen das Lokal schließen und versammelt deshalb ein letztes Mal seine besten Freunde um sich. Der Regie-Neuling Laurent Benegui verfilmte diesen autobiographisch inspirierten Stoff nach seinem eigenen Roman.

Die Adaption des Stoffes in eine kinogerechte Geschichte erwies sich dabei als schwierige Aufgabe, denn Beneguis Prosawerk spielt sich auschließlich in den Räumen des Lokals ab. Doch der junge Franzose beweist bei der Umsetzung Talent. Seine virtuose Inszenierung läßt niemals klaustrophobische Enge aufkommen, und durch die geschickt eingesetzte mobile Kamera bleiben Handlung und Personen im wahrsten Sinn des Wortes in Bewegung. Hippolyte, die zentrale Figur der handlungsarmen, stark dialoglastigen Geschichte ist seit über 30 Jahren ein leidenschaftlicher Koch und wäre dies sicherlich auch bis zum Lebensende geblieben. Doch da sein Geruchs- und Geschmackssinn nun einem Krebsgeschwür zum Opfer gefallen ist, muß er den Beruf aufgeben. Die nostalgische Atmosphäre des letzten Luxus-Schmauses, den er und seine Frau Joséphine (Chabrol-Darstellerin Stéphane Audran in einer beeindruckenden Variation ihrer "Babette"-Figur aus Gabriel Axels thematisch verwandter Tanja-Blixen-Verfilmung) im "Au petit marguery" (so der Originaltitel) organisieren, verleitet Freunde und Verwandten des Paares zu wehmütigen Rückblicken und läßt eine Reihe von bisher verdeckten Konflikten zu Tage treten. Doch auch wenn die Emotionen gelegentlich hochkochen, am Ende siegt die französische Nonchalance. Und dort liegt auch der Schwachpunkt von Beneguis Drehbuch. Trotz des manchmal durchaus spritzigen Humors und der bissigen Seitenhiebe auf die französische Mittelklasse bewegen sich die Dialoge allzu oft an der Oberfläche und wirken manchmal gar wie aus einer Seifenoper entsprungen. Ein ungetrübtes Vergnügen bietet hingegen das Spiel der Darsteller, wobei besonders das wunderbare Film-Liebespaar Audran und Aumont zu überzeugen weiß. Dieser Umstand, gepaart mit der wunderbar fotografierten, appetitanregenden Menüfolge könnte für cinephile Freunde des jungen französischen Kinos durchaus Gründe sein, sich "Hippolytes Fest" in einem Gilde-Kino anzusehen. geh.

Hippolytes Fest

Darsteller:  Stéphane Audran  
  Michel Aumont  
  Alain Beigel  
  Marie Bunel  
  Thomas Chabrol  
  Vincent Colombe  
  Laurence Côte  
  Antoine Cousin  
  Marie-Laure Dougnac  
  Mimi Felixine  
  Alain Fromager  
  Jacques Gamblin  
  Claire Keim  
  Gérald Laroche  
  Agnes Obadia  
  Olivier Py  
  Jocelyn Quivrin  
  Pierre-Loup Rajot  
  Charles Schneider  
  Salah Teskouk  
  Myriam Roussel  
  Féodor Atkine  
 
Regie:  Laurent Bénégui  
Drehbuch:  Laurent Bénégui  
  Michel Field  
  Olivier Daniel  
Produzent:  Charles Gassot  
Ausf. Produzent:  Jacques Hinstin  
Buchvorlage:  Laurent Bénégui  
Kamera:  Luc Pagès  
Schnitt:  Jean-Luc Gaget  
Musik:  Angelique Nachon  
  Jean-Claude Nachon  

Star

Stéphane Audran

Die Augen fast immer nach innen gerichtet und gesenkt, strahlt Stéphane Audran mit ihrer kühlen Eleganz und diskreten Beherrschung eine...

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