Originaltitel: Un singe sur le dos
Frankreich 2009
Gilles Lellouche
Carole Franck
Marc Chapiteau
Regie: Jacques Maillot
Francis ist ein erfolgreicher Verkäufer in einem renommierten Autohaus. Er hat hohe Abschlusszahlen, auch wenn er neuerdings von anderen überflügelt wird. Sein übermäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass Francis auch in der Gegenwart seiner Familie und seiner Freunde immer öfter die Kontrolle über sein Verhalten verliert. Die Reaktionen: Irritation bei den Freunden und Angst und Verzweiflung bei seiner Frau. Die unglücklich verkettete Reihe von Dominosteinen einmal angetippt, verliert er seinen Job und alles Ansehen bei anderen, den letzten Halt.
Eines morgens wacht er in einer Bar in Bangkok auf - ohne die geringste Ahnung, wie er dorthin gekommen ist. Nun steht er allein da und hat alles verloren: seine Arbeit, seine Frau und seinen Sohn, all sein Geld. Mit einer erfundenen Geschichte erschwindelt er Geld von anderen Franzosen, um den Rückflug zu bezahlen. Sein Leben teilt er nun mit zwei Obdachlosen. Sie dulden ihn bei Saufgelagen mit dem Wein, den Francis von dem Erlös seiner verpfändeten Rolex kauft. Nach einer durchsoffenen Nacht findet Francis einen seiner Freunde tot auf. Völlig geschockt von diesem Ereignis und den Entzugserscheinungen geplagt, setzen auch noch Visionen ein: nicht von den sprichwörtlichen weißen Mäusen, sondern von kleinen Affen, die von überall her auf ihn zulaufen. Er erwacht in der psychiatrischen Notaufnahme und wendet sich an Louis, einen Hausmeister, der ihn dazu ermutigen will, zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen. Für Francis kommt das nicht infrage, er will es alleine schaffen aufzuhören.
Doch er landet abermals sturzbetrunken in einer Bar. Dank Louis, der in Francis seine eigene überwundene Sucht wiedererkennt, rafft sich Francis auf und geht zu den Sitzungen. Hier berichten die Alkoholabhängigen, wie sie durch ihre Sucht ihre Lebensfreude und ihre Würde verloren haben, aber auch, wie sie es geschafft haben, eine neue Existenz wiederaufzubauen. Besonders berührt ist er von den Erlebnissen Jeannes, die vor einigen Jahren den Tod ihrer Freundin zu betrauern hatte. Mit ihr versucht er, den Kampf gegen den Alkohol aufzunehmen und seine Sucht in den Griff zu bekommen.
Nach und nach erlangt Francis die Kontrolle über sein Leben wieder. Die Sehnsucht nach seiner Frau Sylviane und seinem Sohn Gaspard wird immer stärker, doch Francis erinnert sich nun schmerzhaft daran, was er ihnen während seiner Abhängigkeit alles angetan haben muss. Völlig außer Kontrolle geraten hatte er in einem Wutausbruch mit einem Vorschlaghammer die Hauseinrichtung demoliert.
Sylviane und Gaspard wohnen inzwischen zusammen mit dem neuen Liebhaber Jeannes in einer großen Villa. Eines Tages steht er vor dem Haus und schafft es nur, seinem Sohn kurz ein Geschenk zu überreichen, allerdings ohne ein Wort zu sagen. An diesem Abend hat Francis das erste Mal die Kraft und den Mut dazu, in der Runde der Anonymen Alkoholiker zu sprechen ...
Der berührende Film von Jacques Maillot beschreibt das Schicksal eines jungen Mannes, der durch seine Alkoholsucht alles verliert, was ihm im Leben wichtig war. Der harte und lange Weg aus der Abhängigkeit wird absolut authentisch und lebensnah beschrieben, ohne auf das Klischee einer wundersamen Rettung durch eine gute Seele zurückzugreifen.
Jacques Maillot wurde mit seinem ersten Spielfilm "Nos vies heureuses" (1999) in Cannes für die Goldene Palme nominiert. 2002 drehte Maillot den ARTE-Fernsehfilm "Mutterseelenallein", für den er im darauffolgenden Jahr den Prix Italia erhielt. Sein zweiter Spielfilm erschien 2008 unter dem Titel "Les liens du sang".
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Gilles Lellouche | als Francis | |
|---|---|---|---|
| Carole Franck | als Jeanne | ||
| Marc Chapiteau | als Louis | ||
| Laurence Cordier | als Sylviane | ||
| Alain Beigel | |||
| Eric Bonicatto | |||
| Aristide Demonico | |||
| Olivier Perrier | |||
| Romain Houplain | |||
| Regie: | Jacques Maillot | ||
| Drehbuch: | Jacques Maillot | ||
| Pierre Chosson | |||
| Produzent: | Béatrice Arnaud | ||
| Marie-Claude Reverdin | |||
| Kamera: | Luc Pagès | ||
| Schnitt: | Julien Leloup | ||
| Musik: | Stephan Oliva | ||
| Ton: | Pascal Ribier | ||
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