
In dieser humorvollen Therapiesitzung für TV-Zuschauer laufen Friedrich von Thun, Andrea Sawatzki, Christian Berkel und Giesela Schneeberger zu Bestform auf.
Eigentlich müsste der Zweiteiler "Helen, Fred, Ted und Traudel" heißen, denn Giesela Schneeberger verkörpert unnachahmlich die Seele der Praxis der drei Psychotherapeuten, deren Vornamen den Titel bilden. Als lebenskluge Sprechstundenhilfe kann sie nicht verschmerzen, dass ihr Chef Prof. Dr. Frederick Czerny (Friedrich von Thun) sich nach dreißig Berufsjahren zur Ruhe setzen will. Noch weniger Verständnis bringt sie allerdings für seinen Nachfolger Eduard Fröhlich, Ted genannt (Christian Berkel), auf, der sich als Quereinsteiger mit Familien- und Gestalttherapie beschäftigt und zuweilen unkonventionelle Wege geht. Auch mit der resoluten Helen (Andrea Sawatzki) der Dritten im Bunde, einer Ärztin in einer psychiatrischen Klinik, die in die Praxis einsteigt, hat Traudel so ihre Probleme. Doch auch die drei Ärzte - denn Fred kann sich doch nicht so ganz zum Ruhestand entschließen - müssen sich erst zusammenraufen...
Die Autorinnen Gabriela Sperl und Kathrin Richter werfen in "Helen, Fred und Ted" einen Blick hinter die Kulissen einer psychotherapeutischen Praxis und zeigen dabei die Ärzte als ganz normale Menschen, die ihr Privatleben oft nicht im Griff haben. Auch ihre Patienten und die immer wieder auftauchende Frage nach einer vermeintlichen Normalität bieten dem Zuschauer viele Identifikationsmöglichkeiten. Sherry Hormann inszeniert den Zweiteiler mit leichter Hand und lässt die Tonart der Erzählung gekonnt zwischen Drama und Komödie mäandern. Für die Hauptdarsteller war "Helen, Fred und Ted" anscheinend eine große Spielwiese. Der besondere Verdienst der Regisseurin ist es, diesen drei starken Schauspielern ihre Spielfreude zu lassen, sie aber dennoch ausgezeichnet zu führen. Am Ende des zweiten Filmes - der nicht ganz das hält, was der erste verspricht - bedauert man, dass die unterhaltsame Therapiesitzung beendet ist, denn dieser Zweiteiler hat das Zeug zu einer Reihe, wenn nicht gar Serie. sw.
| Darsteller: | Friedrich von Thun | als Prof. Dr. Frederick Czerny | |
|---|---|---|---|
| Christian Berkel | als Eduard "Ted" Fröhlich | ||
| Andrea Sawatzki | als Dr. Helen Cordes | ||
| Gisela Schneeberger | als Traudel Nitsche | ||
| Laura Sonntag | als Julie Cordes | ||
| Johannes Silberschneider | als Wolfgang Meyer-Servatius | ||
| Corinna Harfouch | als Biggi Schwarz | ||
| Julia Schmalbrock | als Lilly Bäumer | ||
| Astrid Meyerfeldt | als Lilo | ||
| Thorsten Merten | als Heiner Sauer | ||
| Nina Kronjäger | als Beate Christensen | ||
| Jürgen Tonkel | als Berthold Christensen | ||
| Lukas Eichhammer | als Constantin Christensen | ||
| Ferenc Graefe | als Devid Christensen | ||
| August Zirner | als Peter Kowalski | ||
| Charly Hübner | als Uwe Karasin | ||
| Anna Böger | als Ines Seidel | ||
| Emma Brunckhorst | als Sophie | ||
| Hans Kremer | als Dr. Buchner | ||
| Corinna Beilharz | als Apothekerin | ||
| Michael Neuenschwander | als Dr. Stein | ||
| Arthur Klemt | als Kollege Bauer | ||
| Eva Maria Bayerwaltes | als Kassiererin | ||
| Suzan Anbeh | als Teds Exfreundin Marie | ||
| Annika Kuhl | als Teds Freundin Anna | ||
| Elisabeth von Koch | als Rita | ||
| Regie: | Sherry Hormann | ||
| Drehbuch: | Dr. Gabriela Sperl | ||
| Kathrin Richter | |||
| Produzent: | Dr. Gabriela Sperl | ||
| Ausf. Produzent: | Dr. Jürgen Schuster | ||
| Kamera: | Hanno Lentz | ||
| Schnitt: | Clara Fabry | ||
| Produktionsdesign: | Renate Schmaderer | ||
| Kostüme: | Gabriele Binder | ||
| Ton: | Michael Mladenovic | ||
| Casting: | Nessie Nesslauer | ||
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