Michael Ciminos aufwendiger Spätwestern, der die Geschichte eines Feldzugs amerikanischer Großfarmer gegen osteuropäische Einwanderer schildert. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz21/z0221004/b150x150.jpg Heaven's Gate

Filmdetails

Heaven's Gate

Michael Ciminos aufwendiger Spätwestern, der die Geschichte eines Feldzugs amerikanischer Großfarmer gegen osteuropäische Einwanderer schildert.


Heaven's Gate
Start: 01.03.1985

Western

USA 1980
Laufzeit: 149 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Kris Kristofferson
Christopher Walken
John Hurt

Regie: Michael Cimino
Verleih: Tobis

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Montana: Einheimische Viehzüchter, allen voran Revolverheld Nathan Champion, versuchen mit Mord und Totschlag osteuropäische Einwanderer zu vertreiben. Champion gegenüber steht US-Marshall James Averill, der die Rechte der Einwanderer verteidigt. Beide Männer haben es außerdem auf Bordellbesitzerin Ella abgesehen.


Kritik

Michael Ciminos Mega-Flop aus dem Jahr 1980. Nach seinem Erfolg mit dem Vietnam-Epos "Die durch die Hölle gehen" stürzte sich Cimino mit Größenwahn in dieses Projekt, dessen Budget auf die seinerzeit astronomische Summe von 45 Millionen Dollar kletterte und mit dem er in harten realistischen Bildern den historisch belegten Weidekrieg zwischen Rinderbaronen und Einwanderern im Wilden Westen beschreibt und damit ganz dem Zeitgeist der Reagan-Ära widersprach. Die Reaktionen der Presse in den USA waren vernichtend. 1985 startete das Werk noch einmal in ungekürzter Fassung in den Programmkinos in Europa und entwickelte sich zum Kultfilm.

Heaven's Gate

Darsteller:  Kris Kristofferson  
  Christopher Walken  
  John Hurt  
  Sam Waterson  
  Brad Dourif  
  Isabelle Huppert  
  Joseph Cotten  
  Jeff Bridges  
  Roseanne Vela  
  Ronnie Hawkins  
  Geoffrey Lewis  
  Nicholas Woodeson  
  Waldemar Kalinowski  
  Mickey Rourke  
 
Regie:  Michael Cimino  
Drehbuch:  Michael Cimino  
Produzent:  Joanna Carelli  
Kamera:  Vilmos Zsigmond  
Musik:  David Mansfield  

Big Apple Arrabiata

Am Anfang war ein Roman, am Ende steht ein Meisterwerk. Dazwischen lag ein kreativer Kampf, mit dem Martin Scorseses Mammutprojekt trotz unzähliger Hindernisse doch noch prachtvoll Gestalt annahm.

Großansicht Martin Scorsese gibt Leonardo DiCaprio Anweisungen

Martin Scorsese gibt Leonardo DiCaprio Anweisungen

"Für junge Leute ist es wichtig zu verstehen, dass Amerika nicht plötzlich aus dem Nichts entstand, mit einem Starbucks-Shop an jeder Ecke." So fasst Regisseur Martin Scorsese die Bedeutung seines größten Projekts zusammen, das 30 Jahre in ihm reifte, bis es endlich verwirklicht werden konnte.

Der Virus, eine Geschichte über das alte New York zu erzählen, das ihn seit seiner Kindheit faszinierte, befiel ihn 1970. Bei Freunden entdeckte Scorsese Herbert Asburys "Gangs of New York". Der 1927 erstmals veröffentlichte Roman lies ihn nicht mehr los - so wie Sergio Leone vor Jahren von Harry Greys "The Hoods" (1952) gepackt wurde, aus dem dann "Es war einmal in Amerika" geboren wurde.

Jay Cocks, ein Freund Scorseses, kannte das Buch, das längst Kultstatus genoss und entwickelte daraus ein Drehbuch, das bereits 1977 in Produktion gehen sollte. Doch obwohl das Megaprojekt in Branchenblättern bereits angekündigt worden war, wurde es immer wieder verschoben, bis der Flop von Michael Ciminos teurem Neo-Western Heaven's Gate es Anfang der Achtziger endgültig zu beerdigen schien.

Anno 1863: Der Bürgerkrieg kommt nach New York

Anno 1863: Der Bürgerkrieg kommt nach New York

Mit Risiko nach Rom

Die Wiederauferstehung kam überraschend und über 15 Jahre später. Ende der Neunziger fand Scorsese risikofreudige Geldgeber für das geplante Budget von 85 Millionen Dollar und einen Drehort, an dem das New York von 1863 wieder lebendig werden konnte.

Five Points, der von fünf Straßen begrenzte, von Halsabschneidern beherrschte Einwandererbezirk, wurde von Produktionsdesigner Dante Ferretti in Roms legendärem Studiokomplex Cinecitta wiederaufgebaut.

<br />Martin Scorsese und Cameron Diaz beim Dreh


Martin Scorsese und Cameron Diaz beim Dreh

Aus Asche wird New York

Aus Holz, Beton, Gips und Plastik baute eine Armee von Handwerkern ganze Straßenzüge, ja sogar ein Hafenareal auf. Das Designerteam orientierte sich an Fotografien, vor allem aber an den jüngst in New York ausgegrabenen 850.000 Fundstücken von Five Points, die später mit Ausnahme von 18 Exponaten vom Schutt des 11. September wieder begraben wurden.

Es war ein gewaltiger Kraftakt, den Scorsese und sein Mammut-Team hier in insgesamt 137 Drehtagen leisteten.

Action im Cinecitta in Italien

Action im Cinecitta in Italien

Endlich...

Am Ende waren 100 Millionen Dollar und die Nerven mancher Beteiligter aufgebraucht. Anekdoten vom Set gingen um den Globus, vor allem von Daniel Day-Lewis, der sich so intensiv auf seine Rolle als Messerwerfer Bill the Butcher vorbereitet haben soll, das keiner ihm unnötig zu nahe kommen wollte.

Wie schon bei "Zeit der Unschuld", arbeitete Scorsese ein Jahr am Schnitt seines Films. Die Mühe hat sich gelohnt: "Gangs of New York" wurde für 10 Oscars nominiert, darunter auch für den Besten Film, den Besten Hauptdarsteller (Day-Lewis), eben den Besten Schnitt - und natürlich für die Beste Regie.

Star

Kris Kristofferson

Das Magazin "Rolling Stone" nannte ihn einen der sinnlichsten Entertainer der Rockmusikgeschichte und als Sänger wurde er mit Hits...

Star

Christopher Walken

Er ist der einzige Oscar-Preisträger, der als Bösewicht in einem James-Bond-007-Agententhriller auftrat, versucht als begnadeter...

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