Vergnügliche, weibliche Antwort auf die Ganovengroteske "Zwei hinreißend verdorbene Schurken". http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf17/b0117001/b150x150.jpg Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!

Filmdetails

Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!

Vergnügliche, weibliche Antwort auf die Ganovengroteske "Zwei hinreißend verdorbene Schurken".


Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!
Start: 24.05.2001

Originaltitel: Heartbreakers

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sigourney Weaver
Jennifer Love Hewitt
Ray Liotta

Regie: David Mirkin
Verleih: Advanced (UIP)

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Action
Humor
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Inhalt

Mit Heiratsschwindeleien halten sich Betrügerinnen-Ass Max und ihre gelehrige Tochter Page über Wasser. Als ihnen die Steuer auf die Spur kommt, müssen die beiden den großen Coup landen. Ziel ihrer Bemühungen ist ein klappriger Tabak-Milliardär, dem sich Max als Russin getarnt nähert. Alldieweil verliebt sich Page in einen aufrichtigen Barbesitzer, aber das soll nicht das einzige Problem beim Meisterstück der Heartbreakers bleiben.


Kritik

Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!

Zur vergnüglichsten Filmgaunerei seit "Grifters" laden Sigourney Weaver und Jennifer Love Hewitt als trickreich-amoralisches Mutter-Tochter-Gespann auf Heiratsschwindeltour durch Florida ein. In einer femininen Slapstick-Variante von "Zwei hinreißend verdorbene Schurken" hat die versammelte Herrenriege - immerhin Gene Hackman, Jason Lee und Ray Liotta - den weiblichen Reizen und absurden Abzockermethoden der beiden schwarzen Witwen wenig entgegenzusetzen.

Das "Con-Game", also: Lebensunterhalt via Schwindel, ist der attraktiven Mittvierzigerin Max und ihrer Tochter Page in die Wiege gelegt: Vom kleinen Trick zum großen Betrug ist ihre Existenz ganz auf das Übers-Ohr-hauen ihrer Mitmenschen ausgerichtet. So meisterlich gehen Mutter und Tochter vor, dass sie selbst voreinander nicht halt machen. Wer reinfällt, ist selbst schuld. Vor allem im Heiratsschwindel sind die beiden Grifter-Girls kaum zu übertreffen: Max macht die Männer heiß, bis sie die Heiratsurkunde unterzeichnet haben, dann tritt Page auf den Plan und lässt sich in flagranti ertappen. Eine stattliche Abfindung ist das Entgelt für die Mühen, wie auch ein schmieriger, triebgesteuerter Autoschieber (Ray Liotta nach "Hannibal" wieder ein willfähriges Opfer, der sich mancher Erniedrigung aussetzen muss) in New Jersey feststellen muss. Als die Steuer in Gestalt der wunderbaren Anne Bancroft auf den Plan tritt, scheinen Max und Page ihren Meister gefunden zu haben. Um die Schulden abzubezahlen, müssen die beiden im Reiche-Rentner-Paradies Florida ihr Meisterstück abliefern. Ziel des augeklügelten Schwindels ist ein famos abstoßender Tabak-Milliardär (Gene Hackman mit der überragenden Performance des Films), der selbst sein bester Kunde ist. Max macht sich an ihn als russische Witwe ran, und damit beginnen die Probleme. Eine Verdacht schöpfende Haushälterin (Carrie Fisher mit witziger Cameo), Pages Liebe zu einem unbedarften Very-Good-Guy (Jason Lee als einziger Sympathieträger in diesem Käfig voller närrischer Halsabschneider), das überraschende Wiederauftauchen des Autoschiebers und das unerwartete Ableben eines der Beteiligten sind die pfiffigsten Stolpersteine in diesem hemmungslosen, an pausenlosen Finten und Haken reichen Slapstickspaß, der sich irgendwo zwischen klassischer Hollywoodkomödie und Tür-auf-Tür-zu-Boulevardklamotte einpendelt und sich hin und wieder auch mit gezielt eingestreuten Sexpointen gefällt.

Regisseur David Mirkin ("Romy und Michele") hält die Fäden sicher in der Hand, bis ihm der Film im dritten Akt zu entgleiten droht: So recht weiß Mirkin nicht, wie und wann er seine amüsante Moritat zu Ende bringen soll (tatsächlich drängt sich der Verdacht auf, dass am Schluss lange herumgedoktert wurde). Den Schauspielern freilich sind die Schwächen egal - sie haben sichtbaren Spaß an dem bizarr überzogenen, von Oscar-Gewinner Dean Semler ("Der mit dem Wolf tanzt") immer ins strahlendste Licht gerückten Treiben. Neben dem souveränen Gene Hackman punktet vor allem Sigourney Weaver in ihrer Parade herrlich übertriebener Kostüme, die dem Star eigens von Ann Roth ("Der englische Patient") auf den gertenschlanken Leib geschneidert wurden: Wenn sie im Highlight des Films in einem russischen Restaurant mit russischem Akzent "Back in the USSR" anstimmt, dann erreicht "Heartbreakers" beinahe "Meine Braut, ihr Vater und ich"-Niveau. Mehr als achtbar zieht sich auch Jennifer Love Hewitt in ihren hautengen, frivolen Kleidchen aus der Affäre: Für sie bedeutet der Film einen wichtigen Schritt weg vom braven Teenie-Image hin zur vielseitigen Allrounderin. Und auch Jason Lee und Ray Liotta machen gute Miene zum bitterbösen Spiel, das womöglich nicht gerade über Blockbusterpotenzial verfügt, aber sein Publikum allemal solide unterhält. ts.

Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!

Darsteller:  Sigourney Weaver   als Angela/Max/Ulga
  Jennifer Love Hewitt   als Wendy/Page/Jane
  Ray Liotta   als Dean/Vinny
  Jason Lee   als Jack Withrowe
  Anne Bancroft   als Gloria/Barbara
  Jeffrey Jones   als Mr. Apple
  Gene Hackman   als William B. Tensy
  Nora Dunn   als Miss Madress
  Julio Mechoso   als Leo
  Ricky Jay   als Dawsons Auktionär
  Sarah Silverman   als Linda
  Zach Galifianakis   als Bill
  Michael Hitchcock   als Davis
 
Regie:  David Mirkin  
Drehbuch:  Robert Dunn  
  Paul Guay  
  Stephen Mazur  
Produzent:  John Davis  
  Irving Ong  
Ausf. Produzent:  Clayton Townsend  
  Gary Smith  
  Hadeel Reda  
Kamera:  Dean Semler  
Schnitt:  William Steinkamp  
Musik:  John Debney  
  Danny Elfman  
Produktionsdesign:  Lilly Kilvert  
  John O. Warnke  
Kostüme:  Gary Jones  
  Ann Roth  
Ton:  David Ronne  

Jennifer Love Hewitt glitzert im Schritt

Eine kleine Discokugel zwischen den Beinen - für Jennifer Love Hewitt ist der Traum aller Frauen wahr geworden.

Großansicht Jennifer Love Hewitt ist jetzt Swarowski-Kundin (Foto: Walt Disney)

Jennifer Love Hewitt ist jetzt Swarowski-Kundin (Foto: Walt Disney)

Jennifer Love Hewitt hat sich Schmuck gekauft: Er glitzert, ist sehr klein - und erst mal nicht zu sehen. Deshalb muss der Star aus "Ghost Whisperer" und "Heartbreakers" jetzt auch allen erzählen, was sie Schönes hat: "Nach einer schrecklichen Trennung brauchte ich dringend etwas, um mich besser zu fühlen", erklärt sie.

"So ließ ich mir von einem Freund einen Swarowski-Kristall an meiner 'süßen Lady' einsetzen. Bis dahin hatte ich so etwas noch nie probiert. Nun - es ist ganz großartig und wirklich reizend. Und es sieht aus, als hätte ich da unten eine Discokugel", gibt Jennifer Auskunft. Und wer es ganz genau wissen will: Aktuell trägt Jennifer Love Hewitt Pink, hat "gar keine Beschwerden" und fühle sich im Übrigen den ganzen Tag "vagazzled", also irgendwie "vagi-glitzernd"...

Jennifer Love Hewitt schaut gern nach unten

Geständnisse dieser Art sind derweil für Jennifer Love Hewitt gar kein Problem: Die Schauspielerin ist bekannt für ihre Lust an sexy Auftritten und allgemeiner Textilarmut, besonders im Oberkörperbereich. Nun hat sich Jennifer auch die Aufmerksamkeit für die andere Körperhälfte gesichert. Schlaues Mädchen, die liebe Jennifer.

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