Originaltitel: Bringing Down the House
USA 2003
Steve Martin
Queen Latifah
Eugene Levy
Regie: Adam Shankman
Verleih: Buena Vista
Seine Scheidung stürzt den Anwalt Peter Sanderson (Steve Martin) in eine derartige Verzweiflung und Einsamkeit, dass er sich in einen Online-Chat-Room für Singles verirrt. Und tatsächlich: Er verliebt sich neu und blindlings in eine phänomenale Traumfrau (Queen Latifah), nicht ahnend, dass diese gegenwärtig im Knast sitzt. Als sie entlassen wird, erlebt Peter sein blaues Wunder, das sein geordnetes Leben in gnadenloser Kulturschock-Manier völlig auf den Kopf stellt.
Comedy-Star Steve Martin in einer Paraderolle und die oscarnominierte Queen Latifah nehmen unverblümt krude Stereotype auf die Schippe, und spielen mit hervorragender komischer Chemie in einem bisweilen derben, aber jederzeit höchst vergnüglichem Spaß das wohl ungleichste Paar der jüngeren Filmgeschichte.
Wie Feuer und Wasser: in einem Crash-Kurs lernt Anwalt Peter Sanderson alias Steve Martin bei der aus dem Knast ausgebrochenen Queen Latifah leben und lieben. Nicht ganz freiwillig.
Peter Sanderson (Steve Martin) ist so ein richtiger weißer, eingebildeter Mittelschichtsknochen. Geschieden und einsam. Per Internet sucht er eine Freundin und wird pfündig. Leider entpuppt sich die smarte, hübsche Anwältin aus dem Netz beim ersten Date als pfundiges schwarzes Vollweib.
Ein Schock. Nicht nur wegen der Hautfarbe. Charlene, so heißt die Dame, ist mitnichten Anwältin, sondern gerade aus dem Knast geflohen und will's denen zeigen, die sie reingerissen haben. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, dass Peter ihre Unschuld beweisen soll.
Die Queen im Haus
Erst setzt der Überraschte den unwillkommenen Gast vor die Tür, doch Charlene lässt sich nicht so einfach abwimmeln, taucht in seiner Firma und im piekfeinen Countryclub auf. Bevor sie ihn blamieren kann, ernennt Peter sie flugs zur Nanny seiner Kids, um sein Image zu retten.
Als nichts mehr hilft, darf Charlene sogar in seine noble Villa einziehen. Und, das muss er schließlich zugeben, eigentlich ist sie nicht übel. Charlene versteht sich prächtig mit seinen Kindern, zeigt dem ungelenken Papa, wie man(n) das Tanzbein schwingt und erarbeitet mit ihm Strategien zur Rückeroberung der Ex-Frau. Während der steife Jurist nur langsam auftaut, hat sein Kompagnon Howie (Eugene Levy) längst ein Auge auf die Schöne geworfen.
Schlagkräftige Argumente
Adam Shankman setzt auf Bauchgefühl und gibt dem Affen Zucker mit den wildesten Witzen. Der schwarze Unschuldsengel lässt sich von weißen Zicken nicht einschüchtern, prügelt sich mit Peters Schwägerin und haut der spießigen Nachbarin ein paar Wahrheiten um die Ohren.
Selbst die reiche Mandantin (Joan Plowright), die gerne Sklavenlieder schmettert und Farbige am liebsten noch auf den Plantagen schuften sehen möchte, kriegt ihr Fett ab.
Am Ende geht alles drunter und drüber, in einem schummerigen Nachtclub zeigt Charlene den wirklichen Tätern, was Sache ist, flankiert von den beiden netten Anwälten, die endlich kapieren, dass es nicht reicht, die Nase in Bücher zu stecken, sondern man dem Recht manchmal selbst auf die Sprünge helfen muss.
Spaß pur
In dieser knalligen Komödie geht es Schlag auf Schlag. Und mittendrin im turbulenten Geschehen eine 1a-Besetzung: Queen Latifah, die Steve Martin hautnah Lebenshilfe und ihm und Eugene Levy (der sie wie ein Hündchen anhimmelt) Nachhilfeunterricht in Hip-Hop-Slang gibt.
Wenn das Trio infernal in Action geht, bleibt kein Auge trocken.
| Darsteller: | Steve Martin | als Peter Sanderson | |
|---|---|---|---|
| Queen Latifah | als Charlene Morton | ||
| Eugene Levy | als Howie Rottman | ||
| Jean Smart | als Kate | ||
| Missi Pyle | als Ashley | ||
| Kimberly J. Brown | als Sarah Sanderson | ||
| Steve Harris | als Widow | ||
| Angus T. Jones | als Georgey Sanderson | ||
| Michael Rosenbaum | als Todd Gendler | ||
| Betty White | als Mrs. Kline | ||
| Joan Plowright | als Mrs. Arness | ||
| Regie: | Adam Shankman | ||
| Drehbuch: | Jason Filardi | ||
| Produzent: | David Hoberman | ||
| Ashok Amritraj | |||
| Koproduzent: | Todd Lieberman | ||
| Ausf. Produzent: | Jane Bartelme | ||
| Queen Latifah | |||
| Kamera: | Julio Macat | ||
| Schnitt: | Jerry Greenberg | ||
| Musik: | Lalo Schifrin | ||
| Produktionsdesign: | Linda DeScenna | ||
| Jim Nedza | |||
| Kostüme: | Pamela Withers | ||
| Ton: | David MacMillan | ||
| Casting: | Victoria Thomas | ||
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