Originaltitel: House of Sand and Fog
USA 2003
Jennifer Connelly
Sir Ben Kingsley
Ron Eldard
Regie: Vadim Perelman
Verleih: Kool (Central)
Einst floh der Iraner Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley), angesehener Offizier des Schah, vor Chomenis Häschern in die Vereinigten Staaten. Dort erwartet ihn und seine Familie ein vergleichsweise würdeloses Unterschichtdasein, aus dem sich nun, zwanzig Jahre später, ein rettender Ausweg dank einer märchenhaft günstigen Küstenimmobilie in Kalifornien bietet. Allerdings ist deren vermeintlich rechtmäßige Besitzerin, eine junge Dame der besseren Gesellschaft auf dem sozialen Sturzflug (Jennifer Connelly), damit alles andere als einverstanden.
Von einer unglücklichen Konfrontation, die sich zum handfesten Rassen- und Klassenkrieg entwickelt, erzählt das von der Kritik in höchsten Tönen gelobte Hollywood-Debüt des ukrainischen Autors und Regisseurs Vadim Perelman.
Ben Kingsley als prinzipientreuer Patriarch in der Rolle seines Lebens.
Die Tochter ist bestens verheiratet, auch wenn es eine Stange Geld kostete. Jetzt will der in die USA eingewanderte Iraner Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley) nur noch ein Haus kaufen, um sich im fremden Land heimisch zu fühlen und ein standesgemäßes Leben zu führen.
Doch der Ersteigerung eines Bungalows folgt eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die junge, alkoholgefährdete und von ihrem Mann verlassene Vorbesitzerin setzt alles in Bewegung, um ihr einstiges Eigentum zurückzubekommen - mit dramatischen Konsequenzen.
Der Weg vom Konflikt zur Katastrophe wird bei Vadim Perelman zum Meisterwerk an Düsternis und explodierenden Gefühlen. Wuchtiges Kino mit Seltenheitswert! Für beide Kontrahenten symbolisiert das Haus Hoffnung und Neuanfang, beide scheitern an sich selbst.
Und Ben Kingsley als stolzer und prinzipientreuer Patriarch, dessen amerikanischer Traum brutal platzt, macht diese fast archaische Tragödie zu einem grandiosen Filmerlebnis, das sich in Herz und Kopf bohrt.
| Darsteller: | Jennifer Connelly | als Kathy Nicolo | |
|---|---|---|---|
| Sir Ben Kingsley | als Massoud Amir Behrani | ||
| Ron Eldard | als Lester Burdon | ||
| Shohreh Aghdashloo | als Nadi Behrani | ||
| Jonathan Ahdout | als Esmail Behrani | ||
| Frances Fisher | als Connie Walsh | ||
| Kim Dickens | als Carol Burdon | ||
| Navi Rawat | als Soraya Behrani | ||
| Carlos Gómez | als Lt. Alvarez | ||
| Kia Jam | als Ali | ||
| Jaleh Modjallal | als Yasmin | ||
| Regie: | Vadim Perelman | ||
| Drehbuch: | Vadim Perelman | ||
| Shawn Lawrence Otto | |||
| Produzent: | Michael London | ||
| Vadim Perelman | |||
| Koproduzent: | Shawn Lawrence Otto | ||
| Jeremiah Samuels | |||
| Ausf. Produzent: | Jeremiah Samuels | ||
| Buchvorlage: | Andre Dubus | ||
| Kamera: | Roger Deakins | ||
| Schnitt: | Lisa Churgin | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Produktionsdesign: | Maia Javan | ||
| Drew Boughton | |||
| Kostüme: | Hala Bahmet | ||
| Ton: | William B. Kaplan | ||
| Casting: | Deborah Aquila | ||
| Tricia Wood | |||
Es ist nur ein Gerücht, dass die begehrteste Goldstatue der Filmwelt dieses Jahr einem Hobbit nachmodelliert wird...
Daumen drücken: Vielleicht klappt's ja diesmal mit dem Regie-Oscar für Peter Jackson (Foto: Warner)
Aber zumindest ist Peter Jacksons Fantasy-Finale "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" klarer Sieger bei den Nominierungen: Ganze 11 mal darf Mittelerde auf den Goldjungen hoffen - darunter auch in den wichtigen Kategorien bester Film und beste Regie. Nicht wenige Experten trauen Peter Jackson dieses Jahr auch den Sieg in den beiden Königsdisziplinen zu, nachdem sich die beiden ersten Teile mit Auszeichnugen in den weniger wichtigen Sparten begnügen mussten.
In der Kategorie bester Film konkurriert "Der Herr der Ringe" mit "Lost in Translation", "Master and Commander", "Mystic River" und "Seabiscuit".
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Bei den Darstellern kämpfen Johnny Depp ("Fluch der Karibik"), Ben Kingsley ("House of Sand and Fog"), Jude Law ("Cold Mountain"), Bill Murray ("Lost in Translation") und Sean Penn ("Mystic River") um den Preis für die beste Hauptrolle. Bei den Damen sind es die 13-jährige Keisha Castle-Hughes ("Whale Rider") - eine große Überraschung - dazu Diane Keaton ("Was das Herz begehrt"), Samantha Morton ("Minority Report"), Charlize Theron ("Monster") und Naomi Watts ("21 Gramm").
In der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film wurde "Good Bye, Lenin!" überraschend nicht berücksichtigt. Dafür gab es bei den Kurzfilmen eine Nominierung für Florian Baxmeyers "Die rote Jacke", in dem ein achtlos weggeworfenes Kleidungsstück über Umwege nach Sarajewo gelangt.
Die Verleihung der 76. Academy Awards findet am 29. Februar im Kodak Theater in Los Angeles statt. Und dann heißt es einmal mehr: "And the Oscar goes to..."
Eine der schönsten Oscar-Preisträgerinnen Hollywoods. Mit ihrem verträumten Blick, den dichten Augenbrauen und den langen braunen...
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