Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets
USA 2002
Daniel Radcliffe
Rupert Grint
Emma Watson
Regie: Chris Columbus
Verleih: Warner
Zauberlehrling Harry Potter (Daniel Radcliffe) freut sich auf das neue Schuljahr in Hogwarts, obwohl ihn dort noch immer der missgünstige Professor Snape (Alan Rickman) erwartet und ein Elfe namens Dobby ihn ausdrücklich vor großen Gefahren im neuen Schuljahr gewarnt hat. Tatsächlich kommt es bald nach Semesterbeginn zu einer Reihe unschöner Vorgänge, die in der Versteinerung von Mitschülern gipfeln. Verdächtig der schwarzen Umtriebe sind so einige, und eine der heißesten Spuren führt geradewegs in die berüchtigte Kammer des Schreckens.
Shakespeare-Mime Kenneth Branagh gibt sich die Ehre, wenn Kinokassen-Goldschmied Chris Columbus zum zweiten Male Joanne K. Rowlings Megaseller für die Leinwand bearbeitet.
Chris Columbus gelingt erneut eine werkgetreue, liebevolle Adaption von Joanne K. Rowlings gleichnamigem Bestseller.
Flott, flotter, Harry Potter...Während für die normal Sterblichen die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint, erleidet der eingefleischte Harry-Potter-Fan derzeit wahre Höllenqualen. Grund: das Erscheinen des heiß ersehnten fünften Bandes der auf sieben Teile angelegten Reihe verzögert sich, weil Autorin Joanne K. Rowling ihr zweites Kind erwartet.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Am 14. November läuft (endlich!) die Verfilmung des zweiten Buches "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" an, über die Regisseur Chris Columbus sagt: "War der erste Film noch eine Art Einleitung, in der die Personen und Schauplätze vorgestellt wurden, tauchen wir im zweiten Teil voll ins Abenteuer ein. Der Ton ist dunkler, es gibt mehr handfeste Action und Harry befindet sich auf der Suche nach dem eigenen Ich."
Dabei hält sich der Filmemacher eng an die Vorlage - eine Verkaufsbedingung der britischen Autorin, die die Verfilmungsrechte für die ersten beiden Potter-Bände zum Schnäppchenpreis von 700.000 Dollar abgab.
Das hält den Wiedererkennungseffekt hoch, auch für Produzent David Heyman: "Die selben Kinder, die selben Kostüme, das selbe Quidditch, das selbe Hogwarts - aber keine Fortsetzung, sondern ein ganz eigenständiges Werk."
Stimmt, denn wie heißt es doch so schön: "never change a winning team". Rund eine Milliarde Dollar hat "Harry Potter und der Stein der Weisen" weltweit eingespielt, die zusätzlichen Einnahmen in den Bereichen Video, DVD, Spielzeug und andere Merchandise-Produkte nicht eingerechnet.
Entsprechend hat man bei der aufwendigen Nachfolgeproduktion auf altbewährte Mitarbeiter zurückgegriffen. Ob Regisseur, Drehbuchautor (Steven Kloves) oder Produktionsdesigner (Stuart Craig), Daniel Radcliffe als Harry, Rupert Grint als dessen treuer Kumpel Ron oder Robbie Coltrane als Wildhüter Rubeus Hagrid, "Harry Potter" bleibt - Dumbledore sei Dank! - pures family business, während der tapfere Titelheld sich erneut mit seinem bösen Erzfeind Voldemort herumschlagen muss.
Der Fürst der Finsternis versucht diesmal... Halt, das wird hier natürlich nicht verraten.
Nur soviel: Fans und Potter Frischlinge kommen voll auf ihre Kosten, wenn unser liebster Magierlehrling wieder seinen Zauberstab schwingt, wagemutig auf seinem Nimbus 2000 über das Quidditch-Feld rast - die Effekte sind noch spektakulärer als im ersten Teil! -, die Schlangensprache spricht und sich mit den Schülern des Hauses Slytherin, allen voran Fiesling Lucius Malfoy, in den Haaren liegt.
Bleibt noch eine Änderung zu melden: Hogwarts hat einen neuen Lehrer verpflichtet. Sein Fach: Verteidigung gegen die dunklen Künste. Sein Name: Gilderoy Lockhart.
Gespielt wird dieser unangenehm schleimige Zeitgenosse von Shakespeare Experte Kenneth Branagh, der lange auch als Regisseur für den dritten Harry-Potter-Film im Gespräch war - den nun Alfonso Cuarón ("Y tu mamá también - Lust for Life!") inszenieren soll. Hexerei? Wohl nicht, eher Hollywood-typische Machtspielchen.
| Darsteller: | Daniel Radcliffe | als Harry Potter | |
|---|---|---|---|
| Rupert Grint | als Ron Weasley | ||
| Emma Watson | als Hermine Granger | ||
| Tom Felton | als Draco Malfoy | ||
| Bonnie Wright | als Ginny Weasley | ||
| Harry Melling | als Dudley Dursley | ||
| David Bradley | als Mr. Angus Filch | ||
| Kenneth Branagh | als Gilderoy Lockhart | ||
| John Cleese | als der fast kopflose Nick | ||
| Robbie Coltrane | als Rubeus Hagrid | ||
| Christian Coulson | als Tom Riddle | ||
| Warwick Davis | als Professor Flitwick | ||
| Richard Griffiths | als Vernon Dursley | ||
| Robert Hardy | als Cornelius Fudge | ||
| Richard Harris | als Professor Dumbledore | ||
| Shirley Henderson | als die maulende Myrte | ||
| Jason Isaacs | als Lucius Malfoy | ||
| Gemma Jones | als Madam Pomfrey | ||
| Miriam Margolyes | als Professorin Sprout | ||
| Sally Mortemore | als Madam Pince | ||
| Alan Rickman | als Professor Snape | ||
| Fiona Shaw | als Petunia Dursley | ||
| Maggie Smith | als Professorin McGonagall | ||
| Julie Walters | als Mrs. Molly Weasley | ||
| Mark Williams | als Mr. Arthur Weasley | ||
| Regie: | Chris Columbus | ||
| Drehbuch: | Steven Kloves | ||
| Produzent: | David Heyman | ||
| Koproduzent: | Tanya Seghatchian | ||
| Ausf. Produzent: | Chris Columbus | ||
| Mark Radcliffe | |||
| Michael Barnathan | |||
| David Barron | |||
| Buchvorlage: | Joanne K. Rowling | ||
| Kamera: | Roger Pratt | ||
| Schnitt: | Peter Honess | ||
| Musik: | John Williams | ||
| Produktionsdesign: | Stuart Craig | ||
| Neil Lamont | |||
| Andrew Ackland-Snow | |||
| John King | |||
| Steven Lawrence | |||
| Lucinda Thomson | |||
| Peter Francis | |||
| Mark Bartholomew | |||
| Kostüme: | Lindy Hemming | ||
| Ton: | John Midgley | ||
| Casting: | Karen Lindsay-Stewart | ||
"Einen Zauberstab hätte ich schon gern ..."
Rupert Grint würde am Set mehr mopsen, wenn er nicht so viel Bammel hätte. (Foto: Warner©Harry Potter Publishing Rights )
Ein "Harry Potter"-Set ist mit Sicherheit ein wahres Sammelsurium an nützlichen Dingen: fliegende Besen, Zauberstäbe, Liebestränke und der Stein der Weisen - wer will so etwas nicht besitzen? Ron Weasley-Darsteller Rupert Grint zumindest hat sich diese Frage wohl schön öfters gestellt. Doch heute gibt er zu, dass er niemals mehr etwas vom Set klauen würde.
Doch nicht moralische Bedenken halten den Star davon ab, die aktuellen Heiligtümer des Todes anzutasten. Vielmehr wurde Rupert Grint schon mal erwischt: "Ich habe beim vierten Film ein goldenes Drachen-Ei mitgenommen", erklärt er. "Ich hab das zusammen mit James und Oliver Phelps (Ruperts Filmbrüder, alias die Weasley-Zwillinge, Anm. d. Red.) gemacht, quasi eine Gemeinschaftsaktion. Das Ei kam in einen Kissenbezug. Dann wurden wir geschnappt."
Das Drachen-Ei jedenfalls war weg und Rupert Grint vorgewarnt: "Die mögen das echt überhaupt nicht, wenn man ihnen was klaut", gibt er zu bedenken. "So einen Zauberstab hätte ich aber schon gern ..." Vielleicht sollte Rupert beim nächsten Raubzug etwas schlauer vorgehen und sich einfach ein paar bessere Zauberer anstelle der Zwillinge schnappen. Emma Watson und Daniel Radcliffe hätten bestimmt noch gute Ideen, wie man das eine oder andere Utensil unauffällig "verlegen" kann ...
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