Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I
USA/Großbritannien 2010
Daniel Radcliffe
Rupert Grint
Emma Watson
Regie: David Yates
Verleih: Warner
Nach dem Tod von Albus Dumbledore ist Hogwarts verwaist und das Zaubereiministerium unter der Kontrolle von Lord Voldemorts Anhängern. Während der Fürst der Finsternis Harry und einem geheimnisvollen verschollenen Zauberstab nachspürt, begibt sich sein junger Erzfeind mit Hermine und Ron auf die Suche nach den verbleibenden Horkruxen, die zerstört Voldemorts Macht brechen können. Eine Suche, die die Freunde an den Rand der Verzweiflung und ihren furchterregenden Gegner immer näher zu seinem Ziel bringt.

Zum vorletzten Mal duelliert sich der Zauberlehrling mit dem Unaussprechlichen in einem überzeugend düsteren Vorfinale auf das im Sommer folgende Franchiseende.
Alles ist anders im ersten Teil der finalen Abrechnung zwischen Gut und Böse, die auch ohne den geplanten 3-D-Bonus mit fantastisch plastischen Bildern von Kameramann Eduardo Serra in Koalition mit Digitalzauberei visuell verblüfft. Hogwarts ist als Schauplatz verwaist und aufgegeben, seine traditionellen Rituale wie auch ein Großteil der vertrauten Lehrer und Schüler sind weitgehend in die Erinnerung verbannt. Und Düsternis dominiert den Film in einem Ausmaß, das die Freigabe ab 12 Jahren wirklich begründet.
Bereits der Einstieg ist atmosphärisch brillant, zeigt, wie Harry, Hermine und Ron ihre Heime, ihre Kindheit, verlassen, um sich vor dem zu schützen, der vor seinen Anhängern seine Macht demonstriert. Im Schloss von Lucius Malfoy bittet Lord Voldemort zum Folterdinner, das für eine entführte Hogwarts-Lehrerin im Magen seiner Hausschlange endet. Nach der Reunion des zentralen Heldentrios und seiner Verbündeten schließt sich die erste große Actionsequenz des Films an - eine Luftattacke, die von Voldemort und seinen Todessern auf Potter geführt wird. Fortan ist die Titelfigur an keinem Ort mehr sicher, zieht sich eine Stimmung der Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit durch den Film, die das Potter-Trio bis zum Ende begleitet.
Die Suche nach dem mächtigsten Zauberstab der magischen Welt und den verbleibenden Horkruxen, mit deren Zerstörung auch Voldemorts Schicksal besiegelt werden kann, ist das dominante dramatische Motiv des siebten Potter-Films, das alles überschattet - auch die Beziehung der Hauptfiguren, die im Vorgänger romantisch fixiert wurde und damit kaum weiterentwickelt werden kann. Für die wenigen entspannten Momente sorgen der kauzige Ron und eine Verwechslungssequenz, die die Freunde mit erwachsenen Tarnidentitäten ins Zaubereiministerium führt. Das Eindringen in diese von Voldemort unterwanderte Institution, die den Terror von "Brazil" vergleichsweise harmlos erscheinen lässt, gehört zu den Höhepunkten des Films, wie auch eine visuell innovative Animationssequenz, die die Vorgeschichte der titelgebenden Heiligtümer erzählt, und eine von mehreren unheimlichen Waldszenen, in der Hermine, für das Böse unsichtbar, der tödlichen Gefahr direkt ins Auge sieht.
Die Entwicklung des Plots, der reduzierter als bei den Vorgängern wirkt, dehnt der Film spürbar - und will, wie schon seine Vorgänger, Muggles vor der Leinwand nicht erklären, warum in bestimmten Szenen Magie, etwa ein "Geständniszauber", nicht als Lösung eingesetzt werden kann. Das macht manchmal ratlos, trübt aber den Gesamteindruck dieses von Alexandre Desplat auch musikalisch aufgewerteten Films nicht, der das Potter-Franchise mit "The Road" verbindet und auch ohne Overkill an Effekten optisch und atmosphärisch eindrucksvoll die Saat für das große Finale im Sommer sät. kob.
| Darsteller: | Daniel Radcliffe | als Harry Potter | |
|---|---|---|---|
| Rupert Grint | als Ron Weasley | ||
| Emma Watson | als Hermine Granger | ||
| Helena Bonham Carter | als Bellatrix Lestrange | ||
| Robbie Coltrane | als Rubeus Hagrid | ||
| Ralph Fiennes | als Lord Voldemort | ||
| Brendan Gleeson | als "Mad-Eye" Moody | ||
| Jason Isaacs | als Lucius Malfoy | ||
| Alan Rickman | als Severus Snape | ||
| Julie Walters | als Mrs. Weasley | ||
| Mark Williams | als Arthur Weasley | ||
| Tom Felton | als Draco Malfoy | ||
| Bonnie Wright | als Ginny Weasley | ||
| James Phelps | als Fred Weasley | ||
| Oliver Phelps | als George Weasley | ||
| Evanna Lynch | als Luna Lovegood | ||
| Regie: | David Yates | ||
| Drehbuch: | Steven Kloves | ||
| Produzent: | David Barron | ||
| David Heyman | |||
| Ausf. Produzent: | Lionel Wigram | ||
| Buchvorlage: | Joanne K. Rowling | ||
| Kamera: | Eduardo Serra | ||
| Schnitt: | Mark Day | ||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Produktionsdesign: | Stuart Craig | ||
| Kostüme: | Jany Temime | ||
Da waren es nur noch zehn: Die 'Academy' hat weitere fünf Kandidaten für den Visual Effects-Oscar aus dem Rennen genommen. Auch "Thor" und "Sherlock Holmes" wurden aussortiert.
Vor einem Monat gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 15 Filme bekannt, die in diesem Jahr eine Chance auf den Oscar für die besten visuellen Effekte haben. Nun wurde die Liste eingedampft und fünf große Filme sind in der Oscar-Kategorie für den besten Bombast aus dem Rennen.
Aussortiert wurden "Cowboys & Aliens", "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", "Sucker Punch", "Super 8" und "Thor".
Von den verbliebenen zehn Filmen werden in den nächsten beiden Wochen nochmals fünf gestrichen, die Finalisten dann am 24. Januar zusammen mit den Nominierungen aus allen anderen Kategorien veröffentlicht. Die Oscar-Verleihung 2012 selbst steigt am 26. Februar. Im vergangenen Jahr gewann den "Visual Effects"-Oscar "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1".
1. "Captain America"
2. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"
3."Hugo Cabret"
4. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"
5. "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"
6. "Real Steel"
7. "Planet der Affen: Prevolution"
8. "Transformers 3"
9. "The Tree of Life"
10. "X-Men: First Class"
Weil Kinderstar Haley Joel Osment ("The Sixth Sense", "A.I.") die Bücher von Joanne K. Rowling so sehr liebt, dass er ihre Verfilmung...
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