Hal Ashbys anarchistische Kultkomödie erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem 18- und einer 79-Jährigen: Ein makabres Vergnügen zur Musik von Cat Stevens. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz50/z0250425/b150x150.jpg Harold und Maude

Filmdetails

Harold und Maude

Hal Ashbys anarchistische Kultkomödie erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem 18- und einer 79-Jährigen: Ein makabres Vergnügen zur Musik von Cat Stevens.


Harold und Maude
Start: 19.04.1974

Originaltitel: Harold and Maude

Komödie / Drama

USA 1971
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Bud Cort
Ruth Gordon
Vivian Pickles

Regie: Hal Ashby
Verleih: Paramount

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Humor
Romantik
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lau

Inhalt

Harold ist depressiv und kauzig. Die Aufmerksamkeit seiner begüterten Familie versucht er durch spektakuläre Selbstmordinszenierungen zu erringen. Er lernt die 79jährige Maude kennen, deren Exzentrik ihn fasziniert. Er verliebt sich in sie und will sie heiraten.


Kritik

Harold und Maude

Anfang der 70er Jahre erntete Hal Ashbys anarchistische Kultkomödie vernichtende Kritiken: Man warf dem Regisseur Geschmacklosigkeit vor und reagierte mit Unverständnis auf die Liebesgeschichte zwischen einem 18- und einer 79-Jährigen. Das Publikum zeigte sich jedoch schon 1971 begeistert vom bissigen Humor der Hauptdarsteller Ruth Gordon und Bud Cort und von der gesellschaftskritischen Note des Films. Das Drehbuch stammte von dem Studenten Collin Higgins, der aus dem Stoff eine Examensarbeit schreiben wollte und seinen Text der Ehefrau eines Produzenten zu lesen gab.

Harold und Maude

Darsteller:  Bud Cort   als Harold Parker Chasen
  Ruth Gordon   als Maude
  Vivian Pickles   als Mrs. Chasen
  Cyril Cusack   als Glaucus
  Charles Tyner   als Brig. Gen. Victor Ball
  Ellen Geer   als Sunshine Doré
  Hal Ashby  
 
Regie:  Hal Ashby  
Drehbuch:  Colin Higgins  
Produzent:  Colin Higgins  
  Charles B. Mulvehill  
Kamera:  John A. Alonzo  
  Joe Marquette jr.  
Produktionsdesign:  Michael Haller  
Casting:  Lynn Stalmaster  

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Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.

Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.

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Klassisch liebt am Besten

Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.

So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.

Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.

Bezauberte nicht nur in "Frühstück bei Tiffany's": Audrey Hepburn

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Ikonen unter sich

Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.

Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.

Am Ende bleibt meist einer alleine - so wie in "Titanic"

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Sehnsüchtige Träume

Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.

Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.

Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?

Boris Sunjic


Nur knapp auf Platz 2 verwiesen:<br />Vivien Leigh und Clark Gable in<br />&quot;Vom Winde verweht&quot;

Nur knapp auf Platz 2 verwiesen:
Vivien Leigh und Clark Gable in
"Vom Winde verweht"

Die 100 populärsten Liebesfilme:

Quelle: American Film Institute

Star

Ruth Gordon

Ruth Gordon (1896 - 1985) war hauptsächlich als Theaterschauspielerin und als Drehbuchautorin für einige Filme mit Katherine Hepburn und Spencer...

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