Regie: Dr. Felix Moeller
Verleih: Salzgeber
1940 erschien mit "Jud Süß" ein von den Nazis in Auftrag gegebener antisemitischer Spielfilm, um die Zuschauer auf die Judenverfolgung einzuschwören. Das Propagandawerk ist als zentraler Hetzfilm gegen Menschen jüdischen Glaubens in die Geschichte eingegangen. Sein Regisseur, Veit Harlan, wurde nach dem Untergang des Dritten Reiches zwar vor Gericht gestellt, aber freigesprochen. Seinen Kindern und Enkeln hinterließ er damit ein Stigma, das sie lebenslang prägte.
Mit zahlreichen Filmausschnitten und Interviews seiner Familie zeichnet Felix Moeller ein genaues Bild von Leben und Werk Veit Harlans, dem wohl wichtigsten offiziellen Regisseur des Hitlerregimes. Ein Dokument zur Aufarbeitung eines schwierigen Kapitels deutscher Kulturgeschichte.
Porträt über die Familie Harlan und ihren Umgang mit der Vergangenheit.
Obwohl er einer der Meisterregisseure der Filmgeschichte ist, bleibt Veit Harlan (1899-1964) immer mit dem antisemitischen Propagandafilm "Jud Süss" von 1940 und dem Durchhalte-Drama "Kolberg" verbunden, die ihm nach dem Krieg Prozesse wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" einbrachten.
Der Mann, dessen Melodramen wie "Die goldene Stadt" in der Nazi-Zeit in Europa von über 100 Millionen Menschen gesehen wurden, und der den Publikumsnerv perfekt traf, versuchte sich mit ambivalenten Rechtfertigungen, er sei dazu gezwungen worden, dem zu entziehen, was Sohn Thomas, selbst Regisseur, Verantwortung gegenüber der Geschichte nennt.
Außerordentlich packende, wichtige, anregende und komplexe Erinnerungs- und Gedankenarbeit um die historisch-filmische Familiengeschichte der Harlans. Der Autor und Filmemacher Felix Moeller bringt Kinder, Enkelkinder und Verwandte zu Aussagen über ihr Verhältnis zu Harlan, besucht mit den Enkeln die Stuttgarter Ausstellung zu "Jud Süss" und folgt den Generationen in ihren Reaktionen und Konsequenzen zur Vergangenheit.
| Sprecher: | August Zirner | ||
|---|---|---|---|
| Regie: | Dr. Felix Moeller | ||
| Drehbuch: | Dr. Felix Moeller | ||
| Produzent: | Amelie Latscha | ||
| Dr. Felix Moeller | |||
| Kamera: | Ludolph Weyer | ||
| Schnitt: | Anette Fleming | ||
| Musik: | Marco Hertenstein | ||
| Ton: | Martin Noweck | ||
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